Der Flughafen Brüssel verzeichnete im Jahr 2025 mit 24,4 Millionen Passagieren ein deutliches Verkehrsplus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Zunahme der Passagierfrequenz spiegelt sich auch in der Bilanz des schulinternen Fundbüros wider: Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 31.861 Gegenstände als verloren oder liegengelassen registriert. Statistisch gesehen geraten damit bei täglich durchschnittlich 67.000 Reisenden unzählige persönliche Besitztümer in den Verwaltungsapparat des Airports. Die Erfolgsquote bei der Rückführung ist dabei je nach Kategorie unterschiedlich; insgesamt konnten 23 Prozent der Fundstücke erfolgreich an die rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben werden. Besonders bei identifizierbaren Objekten wie Laptops und Ausweisdokumenten liegt die Rückgabequate deutlich höher.
Die operative Analyse zeigt, dass die Sicherheitskontrollen der kritischste Punkt für den Verlust privater Gegenstände sind. Rund zwei Drittel aller Funde werden in diesem Bereich sichergestellt, was den Flughafen dazu veranlasst, die Passagiere verstärkt zur Kontrolle der genutzten Kunststoffwannen aufzufordern. Die Bearbeitungszeit für gemeldete Verluste beträgt im Durchschnitt lediglich drei Tage. Während Kleidung, Schmuck und Ausweise die Statistik anführen, finden sich unter den registrierten Objekten auch ungewöhnliche Stücke wie Musikinstrumente oder medizinische Prothesen. Die Koordination der Fundstücke erfolgt über eine digitale Plattform, wobei offizielle Dokumente nach einer Aufbewahrungsfrist von einem Monat an die Bundespolizei überstellt werden.
Nach Ablauf einer sechsmonatigen Lagerfrist werden nicht abgeholte Güter einer umfassenden Verwertung zugeführt. Elektronische Geräte wie Mobiltelefone und Computer werden an spezialisierte Organisationen übergeben, die diese für soziale und Bildungseinrichtungen aufbereiten. Im Jahr 2025 wurden allein über 660 hochwertige elektronische Geräte auf diesem Weg weitergegeben. Flüssigkeiten und ungeöffnete Pflegeprodukte, die aufgrund der Luftsicherheitsbestimmungen nicht mit an Bord genommen werden durften, summierten sich auf über 16.000 Kilogramm. Diese Bestände werden lokalen Sozialhilfeeinrichtungen zur Verfügung gestellt. Andere Warensegmente wie Brillen oder Gürtel werden hingegen über Auktionshäuser veräußert, um die Lagerkapazitäten für den laufenden Betrieb freizuhalten.
Ergänzende Recherchen zur Logistik am Standort Brüssel-Zaventem verdeutlichen die Bedeutung der regionalen Hilfeleistung. Fundgegenstände wie Rollstühle, Krücken oder Powerbanks wurden gezielt an Hilfsorganisationen gespendet, die internationale Unterstützung leisten, unter anderem für Krisengebiete in Osteuropa. Die strikte Trennung zwischen aufgegebenem Gepäck, für das die jeweiligen Fluggesellschaften verantwortlich sind, und im Terminalbereich verlorenen Gegenständen sorgt für eine klare Zuständigkeitsstruktur. Der Fundservice bleibt damit ein zentraler Bestandteil des Dienstleistungsportfolios am wichtigsten Luftverkehrsknotenpunkt Belgiens, um den reibungslosen Ablauf des Passagiergeschäfts trotz hoher Verlustzahlen sicherzustellen.