Flughafen Berlin-Brandenburg Terminal 1 (Foto: Granit Pireci).
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Verzögerung bei der U-Bahn-Planung: Fehlende Mittel aus Brandenburg stoppen U7-Verlängerung zum BER

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Die geplante Verlängerung der Berliner U-Bahn-Linie U7 zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER) gerät ins Stocken. Wie die Berliner Verkehrssenatorin Ute Bonde einräumte, fehlt derzeit die erforderliche finanzielle Zusage des Landes Brandenburg, um das Infrastrukturprojekt weiter voranzutreiben.

Obwohl die schwarz-rote Koalition in Berlin die Streckenerweiterung als konkretes Vorhaben in ihrem Koalitionsvertrag verankert hatte, ist die Realisierung ohne eine verbindliche Kostenaufteilung zwischen den beiden Bundesländern vorerst blockiert.

Die Trassenführung der U7 betrifft zu großen Teilen brandenburgisches Territorium im Landkreis Dahme-Spreewald. Eine Machbarkeitsstudie hatte der Verlängerung von der bisherigen Endhaltestelle Rudow über Schönefeld bis zum Terminal des Flughafens zwar ein positives Nutzen-Kosten-Verhältnis attestiert, die veranschlagten Gesamtkosten belaufen sich jedoch auf mehrere hundert Millionen Euro. Wegen der Haushaltslage im Land Brandenburg und unklarer Prioritätensetzungen im dortigen Infrastrukturressort zögert die Landesregierung in Potsdam mit einer festen Zusage zur Mitfinanzierung des Streckenbaus und des späteren Betriebs.

Neben den offenen Finanzierungsfragen verweisen Kritiker auf die parallele Schieneninfrastruktur im Berliner Süden. Der Flughafen BER ist bereits über die Dresdner Bahn, den Flughafen-Express (FEX) sowie mehrere Regional- und S-Bahn-Linien an das Schienennetz der Deutschen Bahn angebunden. Befürworter der U-Bahn-Verlängerung verweisen zwar auf die Erschließung der Zwischengemeinden und des Gewerbeumfeldes, Fachleute hinterfragen jedoch, ob der Bau einer parallelen U-Bahn-Trasse angesichts der vorhandenen S-Bahn-Kapazitäten gesamtwirtschaftlich zweckmäßig ist.

Das Stocken des Projekts offenbart erneut die Koordinationsprobleme bei länderübergreifenden Verkehrsvorhaben im Raum Berlin-Brandenburg. Solange keine tragfähige Verwaltungsvereinbarung zwischen den beiden Landesregierungen erzielt wird, bleiben die Planungsarbeiten für die U7 auf Berliner Gebiet vorerst ohne Perspektive auf eine baldige bauliche Umsetzung.

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