Logo der Österreichischen Bundesbahnen (Foto: Robert Spohr).
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Vida kritisiert „chaotische Zustände“ bei den ÖBB

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Die ÖGB-Teilgewerkschaft Vida kritisiert, dass sich die Österreichischen Bundesbahnen von einem einstigen europäischen Musterschüler zu einem Chaosbetrieb entwickelt haben sollen. Dabei spielt man auf den akuten Personalmangel, der angeblich von der Generaldirektion „kleingeredet“ werden würde.

„Politik und Management sind dabei aus dem ehemaligen europäischen Vorzugsschüler ÖBB einen Nachsitzkandidaten zu machen“, ist Roman Hebenstreit, Vorsitzender der Bahngewerkschaft vida, über das „bestenfalls knappe Genügend“, welches die ÖBB im ORF-Interview von ihrem obersten Manager erhalten haben, entsetzt. „Österreich, das mehrfache Bahnland Nummer 1 in der EU, wurde offenbar Opfer seines eigenen Erfolges. Wenn man schon der Ansicht ‚Kunde droht mit Auftrag‘ ist, dann haben die Verantwortlichen in Politik und Management kein Genügend, sondern nur mehr einen lupenreinen Fleck verdient. Die Belegschaft hingegen eine Eins Plus. Sie geben ihr Letztes, dass die Services der Bahn nicht weiter eingeschränkt werden müssen“, so Hebenstreit.

In den nächsten sechs Jahren verlieren die ÖBB 19.000 Beschäftigte, also fast die halbe Belegschaft. „Man hätte die Ausbildungskapazitäten rechtzeitig erhöhen, die Lehrlingsausbildung verdoppeln können. Das haben wir seitens der Gewerkschaft und des Betriebsrats immer und immer wieder eingemahnt. Das alles ist nicht passiert, das ist ein gesamtes Führungsversagen der Politik und des Managements. Will man eine krisenfeste Bahn haben, die Qualität bietet, dann kann man nicht nur Milliarden in die Infrastruktur und in die Fahrzeuge stecken, sondern man muss auch in das Personal investieren“, sagt der vida-Gewerkschafter. Um mehr Personal zu bekommen, müssen die Arbeitsbedingungen verbessert und die Löhne erhöht werden, um die Menschen zu bekommen, die es bei den ÖBB braucht. Man müsse sich seitens der Politik auch entscheiden, will man eine krisenfeste, qualitativ hochwertige Bahn haben oder will man weiterhin auf Wettbewerbsfähigkeit, Liberalisierung und Kostensenkung setzen, gibt Hebenstreit zu bedenken.

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