Die Flugbegleiter der kanadischen Fluggesellschaft Air Canada haben eine vorläufige Tarifvereinbarung abgelehnt. Der ausgehandelte Vertrag, der einen viertägigen Streik beendete, erfüllt nach Ansicht der Beschäftigten nicht ihre Lohnforderungen.
Zu den Hauptkritikpunkten zählen unzureichende Einstiegslöhne und eine fehlende Vergütung für Wartezeiten zwischen den Flügen. Der Präsident der CUPE-Sektion, Wesley Lesosky, bestätigte die Unzufriedenheit vieler Mitglieder. Das abgelehnte Paket sah Lohnerhöhungen von 20 Prozent für Berufseinsteiger und 16 Prozent für erfahrene Kräfte über vier Jahre vor.
Die Verhandlungen waren zuvor durch die Drohung der Regierung mit einer Zwangsschlichtung beeinträchtigt worden, was die Verhandlungsposition der Gewerkschaft erschwerte. Bei der nun erfolgten Ablehnung wird der Lohnstreit in ein Schlichtungsverfahren überführt, ein erneuter Streik ist rechtlich ausgeschlossen.
Der ursprüngliche viertägige Arbeitskampf hatte bereits erhebliche Auswirkungen auf den Flugbetrieb und das Unternehmen. Er betraf rund eine halbe Million Passagiere und bewog Air Canada dazu, ihre Jahresprognose zurückzuziehen.