Die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic hat ein umfangreiches Investitionspaket zur Modernisierung ihrer Flotte geschnürt. Die Airline nimmt einen Kredit in Höhe von 745 Millionen US-Dollar bei dem US-Investor Apollo auf. Die Mittel sind primär für die Einführung neuer Kabinenausstattungen für die bestehenden Boeing 787-9 Flugzeuge sowie die Anschaffung von zehn weiteren Airbus A330-900 Maschinen vorgesehen, deren Auslieferung ab Ende 2026 erwartet wird.
Das Besondere an dieser Finanzierungstransaktion ist die gewählte Kreditsicherheit: Virgin Atlantic hinterlegt einen Großteil ihrer wertvollen Start- und Landerechte (Slots) am Flughafen London-Heathrow (LHR). Konkret dienen 27 von 31 Slotpaaren der Airline in Heathrow als Sicherheit für den Fünfjahreskredit. Solche Heathrow-Slots gelten in der Luftfahrtbranche als besonders wertvoll und sind schwer zu erwerben.
Für Virgin Atlantic stellt die Verpfändung von Slots keine Premiere dar. Bereits im Jahr 2015 hatte die Fluggesellschaft Slotpaare in Heathrow als Sicherheit für eine Finanzierung eingesetzt. Die aktuelle Investition in die Airbus A330-900 ist strategisch bedeutend, da die Fluggesellschaft damit ihre Langstreckenflotte weiter standardisiert und modernisiert. Die A330-900 (Teil der A330neo-Familie) wird zur Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung auf Routen mittlerer bis langer Distanz eingesetzt (Recherche). Durch die Investition in die Kabinenausstattung der 787-9 wird zudem das Produktangebot im Premium-Segment gestärkt.