Die mexikanische Low-Cost-Fluggesellschaft Volaris hat für den Monat Juli 2026 ein Passagieraufkommen von insgesamt 3,3 Millionen Personen ausgewiesen.
Im Zuge der Sommerreisesaison erhöhte die Fluggesellschaft das angebotene Sitzmeilenkontingent (ASM) im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14,4 Prozent. Die tatsächlich erbrachten Passagierkilometer (RPM) stiegen im selben Zeitraum um 18,5 Prozent, womit der Nachfragezuwachs die Kapazitätsausweitung übertraf. Als Folge verbesserte sich der Sitzladefaktor um 3,0 Prozentpunkte auf durchschnittlich 87,9 Prozent.
Die Steigerungsraten fielen auf den internationalen Flugrouten höher aus als im mexikanischen Inlandsnetz. Während die internationalen Passagierkilometer ein Plus von 22,4 Prozent verzeichneten, wuchs der Binnenverkehr um 16,0 Prozent. Enrique Beltranena, Präsident und Vorstandsvorsitzender von Volaris, begründete die Kapazitätserhöhung mit der zeitweisen Spitzennachfrage in den Sommermonaten. Nach der Sommerperiode beabsichtigt die Fluggesellschaft, das Wachstumstempo im Herbst anzupassen, um das Angebot an das veränderte Nachfrageniveau im Vorfeld des Jahresendes anzugleichen.
Die positive Verkehrsentwicklung von Volaris fügt sich in die Erholung des lateinamerikanischen Luftverkehrsmarktes ein, in dem Billigfluggesellschaften Marktanteile halten. Neben Volaris verzeichnen auch regionale Mitbewerber wie Viva Aerobus oder Aeroméxico Auslastungssteigerungen auf Strecken zwischen Mexiko und den USA. Die Marktstellung auf grenzüberschreitenden Strecken wird zudem durch bilaterale Verkehrsrechte und das Wiedererlangen von Flugsicherheitsratings durch die mexikanischen Luftfahrtbehörden gestützt.
Branchenanalysten weisen jedoch darauf hin, dass das starke Kapazitätswachstum im Billigflugsegment mittelfristig zu Preiskonzessionen führen kann, um die hohe Auslastung abseits der Hauptreisezeiten zu halten. Zudem belasten schwankende Treibstoffkosten und veränderte Währungskurse zwischen dem Mexikanischen Peso und dem US-Dollar die Ertragslage. Das Vorhaben, das Angebot im Herbst zu drosseln, verdeutlicht das Erfordernis, einer Überkapazität auf dem Binnenmarkt vorzubeugen.