Volksoper Wien: Blick von Bühne in den Zuschauerraum (Foto: Barbara Pálffy/Volksoper Wien).
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Volksoper Wien nimmt Luc Bondys Inszenierung von Richard Strauss’ „Salome“ erneut in den Spielplan auf

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Die Volksoper Wien nimmt ab dem 8. November 2026 die Inszenierung der Oper „Salome“ von Richard Strauss in der Regie des verstorbenen Theatermachers Luc Bondy wieder auf.

Die szenische Einstudierung der Produktion, die ursprünglich für die Salzburger Festspiele erarbeitet wurde, obliegt Marie-Louise Bischofberger-Bondy. Das Werk weist eine historische Bindung an die Volksoper auf, da dort im Jahr 1910 nach Zensurverboten an der Wiener Hofoper die Wiener Erstaufführung stattfand. Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme übernimmt der Dirigent Mikhail Agrest.

Im Mittelpunkt der Besetzung steht das Rollendebüt der Sopranistin Hedwig Ritter in der Titelpartie der Salome, nachdem sie an demselben Haus zuvor als Feldmarschallin in Richard Strauss’ „Der Rosenkavalier“ aufgetreten war. Die weiteren Hauptrollen sind mit Josef Wagner als Prophet Jochanaan, Wolfgang Ablinger-Sperrhacke als König Herodes und Ursula Pfitzner als Herodias besetzt. Das Libretto, das auf dem gleichnamigen Schauspiel von Oscar Wilde basiert, thematisiert Machtstrukturen, religiösen Fanatismus und Dekadenz am antik-orientalischen Hof.

Die Wiederaufnahme knüpft an die Spielplantradition der Volksoper an, historische Regiearbeiten des 20. Jahrhunderts im laufenden Repertoire zu halten. Das Werk verlangt dem Orchester und den Gesangssolisten durch seine komplexe Tonalität und dichte Instrumentierung hohe technische Präzision ab. Mit der Besetzung der Titelrolle aus dem eigenen Ensemble setzt die Hausleitung auf Kontinuität in der stimmlichen Entwicklung der Mitwirkenden.

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