Die spanische Billigfluggesellschaft Volotea baut ihre Präsenz am Flughafen Amerigo Vespucci in Florenz (FLR) deutlich aus. Ab September 2026 werden vier neue internationale Strecken in den Flugplan aufgenommen, und die Airline stationiert ein zweites Flugzeug an ihrer Basis in der toskanischen Hauptstadt. Diese Expansion stärkt die europäische Anbindung Florenz‘ erheblich.
Die neuen Verbindungen starten gestaffelt zwischen dem 21. und 23. September 2026. Volotea wird dann Sevilla (Montag, Mittwoch, Freitag), Valencia (Dienstag, Samstag), Straßburg (Mittwoch, Sonntag) und Berlin (Mittwoch, Sonntag) direkt mit Florenz verbinden. Mit der Erweiterung der Basis erhöht sich die Gesamtzahl der von Volotea ab Florenz angebotenen Destinationen auf 16, welche Ziele in Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland und der Tschechischen Republik umfassen. Die Stationierung eines zweiten Flugzeugs ist zudem mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze für Flughafen- und Betriebspersonal verbunden.
Die Entscheidung von Volotea, die Basis zu verstärken, folgt auf solide Geschäftszahlen. Im Jahr 2025 verzeichnete die Fluggesellschaft ab Florenz rund 2000 Flüge und beförderte über 275.000 Passagiere. Dabei wurde eine hohe durchschnittliche Sitzplatzauslastung von 94 Prozent und eine Pünktlichkeit von 85 Prozent erzielt. Diese Leistung festigt die Position von Volotea als wichtiger Partner für den Flughafenbetreiber Toscana Aeroporti.
Parallel zu dieser operativen Expansion richtet sich die Aufmerksamkeit weiterhin auf das seit Langem geplante und umfassende Ausbauprojekt des Flughafens Florenz. Der Betreiber Toscana Aeroporti erwartet das endgültige Umweltgenehmigungsdekret (VIA-Dekret), um das Vorhaben voranzutreiben. Das Ausbauprojekt, das neben einem neuen Terminal auch eine geplante Verlängerung und Neuausrichtung der Start- und Landebahn auf bis zu 2400 Meter vorsieht, soll die Kapazität des Flughafens deutlich erhöhen – von derzeit rund 3,5 Millionen auf bis zu sechs Millionen Passagiere pro Jahr. Das Unternehmen bekräftigte durch Präsident Marco Carrai die Bereitschaft, alle Auflagen der Umweltkommission zu erfüllen, um die Weiterentwicklung des Airports zu sichern.