November 4, 2025

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November 4, 2025

Norwegian beginnt Flottenerneuerung: Erste Boeing 737 MAX 8 übernommen

Die skandinavische Billigfluggesellschaft Norwegian Air Shuttle hat die erste von insgesamt 80 bestellten Boeing 737 MAX 8 Flugzeugen in Empfang genommen. Mit dieser Auslieferung, die auf dem Boeing Field in Seattle erfolgte, beginnt ein groß angelegtes Programm zur Flottenerneuerung, das bis ins Jahr 2031 fortgesetzt werden soll. Dieser Schritt unterstreicht die langfristige Strategie der Airline, ihre Flotte zu modernisieren und die betriebliche Effizienz zu steigern. Das Flugzeug mit der Registrierung SE-NAD wurde von Kapitän Johnny Silberg und Andreas Langlo vom Herstellerwerk zum Drehkreuz der Airline am Osloer Flughafen Gardermoen überführt. Die neue Boeing 737 MAX 8 soll maßgeblich dazu beitragen, die alternden Modelle der Vorgängergeneration 737-800 schrittweise zu ersetzen. Norwegian war bereits 2017 die erste europäische Fluggesellschaft, die die 737 MAX in Dienst stellte und setzte sie zeitweise auch auf Transatlantikstrecken ein. Im September 2025 stockte Norwegian ihre Festbestellung bei Boeing durch die Ausübung von Kaufoptionen auf die aktuellen 80 Flugzeuge auf. Die Boeing 737 MAX 8 zeichnet sich im Vergleich zur 737-800 durch einen niedrigeren Treibstoffverbrauch aus. Zudem bietet der neue Flugzeugtyp dank größerer Fenster, verbesserter Kabinenbeleuchtung und neu gestalteter Sitze einen höheren Passagierkomfort. Die erweiterte Reichweite der MAX 8 eröffnet der Fluggesellschaft darüber hinaus die Möglichkeit, neue Strecken zu erschließen und das Streckennetz weiter auszubauen. Geir Karlsen, der CEO von Norwegian, betonte die Bedeutung der neuen Flugzeuge für die Strategie des Unternehmens. Nach Abschluss des gesamten Auslieferungsprogramms wird Norwegian über eine der modernsten und treibstoffeffizientesten Flotten Europas verfügen. Damit festigt die Airline, die seit 2024 auch die Regionalfluggesellschaft

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Volotea erweitert Basis in Florenz: Vier neue Routen ab September 2026

Die spanische Billigfluggesellschaft Volotea baut ihre Präsenz am Flughafen Amerigo Vespucci in Florenz (FLR) deutlich aus. Ab September 2026 werden vier neue internationale Strecken in den Flugplan aufgenommen, und die Airline stationiert ein zweites Flugzeug an ihrer Basis in der toskanischen Hauptstadt. Diese Expansion stärkt die europäische Anbindung Florenz‘ erheblich. Die neuen Verbindungen starten gestaffelt zwischen dem 21. und 23. September 2026. Volotea wird dann Sevilla (Montag, Mittwoch, Freitag), Valencia (Dienstag, Samstag), Straßburg (Mittwoch, Sonntag) und Berlin (Mittwoch, Sonntag) direkt mit Florenz verbinden. Mit der Erweiterung der Basis erhöht sich die Gesamtzahl der von Volotea ab Florenz angebotenen Destinationen auf 16, welche Ziele in Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland und der Tschechischen Republik umfassen. Die Stationierung eines zweiten Flugzeugs ist zudem mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze für Flughafen- und Betriebspersonal verbunden. Die Entscheidung von Volotea, die Basis zu verstärken, folgt auf solide Geschäftszahlen. Im Jahr 2025 verzeichnete die Fluggesellschaft ab Florenz rund 2000 Flüge und beförderte über 275.000 Passagiere. Dabei wurde eine hohe durchschnittliche Sitzplatzauslastung von 94 Prozent und eine Pünktlichkeit von 85 Prozent erzielt. Diese Leistung festigt die Position von Volotea als wichtiger Partner für den Flughafenbetreiber Toscana Aeroporti. Parallel zu dieser operativen Expansion richtet sich die Aufmerksamkeit weiterhin auf das seit Langem geplante und umfassende Ausbauprojekt des Flughafens Florenz. Der Betreiber Toscana Aeroporti erwartet das endgültige Umweltgenehmigungsdekret (VIA-Dekret), um das Vorhaben voranzutreiben. Das Ausbauprojekt, das neben einem neuen Terminal auch eine geplante Verlängerung und Neuausrichtung der Start- und Landebahn auf bis zu 2400 Meter vorsieht, soll die Kapazität des

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Rückschlag für Chinas Regionaljet: VietJet Air stoppt Betrieb der COMAC ARJ21

Die chinesischen Ambitionen, den im Inland gebauten Regionaljet COMAC ARJ21 (auch als C909 vermarktet) auf dem Weltmarkt zu etablieren, haben einen Dämpfer erlitten. Die vietnamesische Billigfluggesellschaft VietJet Air, der bislang einzige größere nicht-chinesische Betreiber des Musters, hat den Flugbetrieb mit dem Jet nach nur sechs Monaten beendet. Das Ende des Versuchs gilt als Rückschlag für den chinesischen Flugzeughersteller COMAC im Bestreben, seine Produkte international zu positionieren. Die Vereinbarung umfasste ein sogenanntes Wet-Lease mit Chengdu Airlines, wobei VietJet zwei ARJ21-Flugzeuge inklusive chinesischer Flugbesatzungen einsetzte. Der Vertrag lief am 18. Oktober 2025 aus und wurde nicht verlängert. VietJet nutzte die Jets für kurze Inlandsstrecken wie Hanoi-Con Dao. Dieses Pilotprojekt in Südostasien wurde in der internationalen Luftfahrtindustrie aufmerksam verfolgt, da es als wichtiger Testfall für die Exportfähigkeit des chinesischen Regionalflugzeugprogramms galt. Die ARJ21, deren Entwicklung auf das Jahr 2002 zurückgeht und die 2016 in den kommerziellen Dienst gestellt wurde, wird in China hauptsächlich von staatlichen Fluggesellschaften wie Air China, China Eastern und China Southern Airlines betrieben, die Großbestellungen für den Jet aufgegeben haben. Als Gründe für die vorzeitige Beendigung des Leasingvertrags nannte VietJet hohe Betriebskosten, die Abhängigkeit von ausländischen Besatzungen und den eingeschränkten Wartungs-Support. Quellen zufolge gab es keine Berichte über Sicherheits- oder Leistungsprobleme mit den Flugzeugen selbst, was darauf hindeutet, dass die Entscheidung hauptsächlich auf logistischen und wirtschaftlichen Faktoren beruhte. Die Beendigung des Einsatzes des in China entwickelten Jets, der stark auf westliche Komponenten wie GE CF34-10A-Triebwerke setzt, unterstreicht die Herausforderungen, mit denen COMAC bei der Etablierung einer globalen Support-Infrastruktur konfrontiert ist.

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Zweite Bodenkollision in LaGuardia im Oktober: United-Flugzeuge stoßen auf dem Rollfeld zusammen

Am späten Freitagabend ereignete sich am LaGuardia Airport (LGA) in New York ein erneuter Zwischenfall auf dem Rollfeld. Zwei Flugzeuge der United Airlines kollidierten beim Manövrieren. Dies ist bereits der zweite Vorfall dieser Art auf dem Flughafen im laufenden Monat. Glücklicherweise wurden bei dem Zusammenstoß keine Personen verletzt. Der Vorfall betraf United Flug UA580, eine Boeing 737-800, die aus Chicago O’Hare (ORD) ankam. Beim Einbiegen zur zugewiesenen Parkposition touchierte die Maschine das Heck der United Flug UA434 (ebenfalls eine Boeing 737-800), die gerade für den Abflug nach Houston (IAH) vorbereitet wurde. United bestätigte, dass beide Flugzeuge anschließend sicher zu ihren Gates zurückkehrten und alle Passagiere normal aussteigen konnten. Flug UA580 beförderte 166 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder, während sich in der nach Houston bestimmten Maschine 162 Passagiere und sieben Crewmitglieder befanden. Der Abflug nach Houston musste infolge des Schadens annulliert werden, um eingehende Inspektionen an beiden Flugzeugen zu ermöglichen. Die Fluggesellschaft versprach, sich umgehend um die Weiterbeförderung der betroffenen Kunden zu kümmern. Der Unfall ereignete sich inmitten einer kritischen Betriebslage in der Region New York. Die Federal Aviation Administration (FAA) bestätigte, dass die anhaltende Government Shutdown in den USA zu erheblichen personellen Engpässen in der Flugverkehrskontrolle führt. In der Region seien fast 80 Prozent der Fluglotsen nicht im Dienst. Dieser Mangel verschärfte die Betriebsschwierigkeiten erheblich und führte zu weit verbreiteten Flugverspätungen und -ausfällen. Allein am Freitag verzeichnete der LaGuardia Airport über 560 Verspätungen und 130 Annullierungen, zusätzlich verstärkt durch starke Winde. Die Situation am Boden, wo Piloten oft ohne aktive Einweisung

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Sonderflug für Erstflieger: Cathay Pacific stärkt Jugendprogramm in Hongkong

Die Fluggesellschaft Cathay Pacific hat im Rahmen ihrer Jugendinitiative „I Can Fly“ den „Discovery Flight 2025“ durchgeführt. An Bord eines neu umgebauten Boeing 777-300ER erlebten 180 Jugendliche, die noch nie zuvor geflogen waren, einen 90-minütigen Rundflug über Hongkong. Die Teilnehmer stammten aus dem staatlichen „Strive and Rise Programme“ sowie vom Kwun Tong Methodist Social Service. Die Aktion unterstreicht das Engagement der Airline für die Nachwuchsförderung und die Stärkung des Luftfahrtstandorts Hongkong. Als Ehrengast nahm der Chefsekretär der Verwaltung Hongkongs, Eric Chan Kwok-ki, an dem Sonderflug teil. Er lobte die Fluggesellschaft für die „entschlossene Unterstützung“ des „Strive and Rise Programme“ der Regierung. Cathay hat in diesem Rahmen bereits über 40 Aktivitäten organisiert, von denen mehr als 3600 Schüler und Mentoren in drei Kohorten profitierten. Cathay’s Chief Customer and Commercial Officer, Lavinia Lau, betonte, dass die Luftfahrt nicht nur Orte verbinde, sondern Menschen im Leben voranbringe. Der „Discovery Flight“ soll das Potenzial der jungen Menschen feiern und ihnen, die teilweise zum ersten Mal flogen, einen Einblick in die Luftfahrtwelt geben. Der Flug, der von über 100 Freiwilligen der Cathay unterstützt wurde, bildet einen wichtigen Baustein des neu gestalteten „I Can Fly“-Programms. Das 2003 ins Leben gerufene Programm zielt darauf ab, junge Menschen durch die Säulen Bildung, Entdeckung und Erkundung zu inspirieren und für Karrieren in der Luftfahrt zu gewinnen. Allein in diesem Jahr hat die Initiative bereits etwa 1400 lokale Jugendliche erreicht. Experten sehen in solchen Programmen einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung von Fachkräften für die Luftfahrtindustrie in Hongkong. Das „I

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Georgiens Aufstieg zur Wintersport-Destination: Kaukasus-Republik fordert die Alpen heraus

Die Kaukasus-Republik Georgien entwickelt sich mit ihren vier Kernregionen Gudauri, Bakuriani, Swanetien und Goderdzi zunehmend zu einer ernsthaften Alternative für Wintersportler, die eine Kombination aus alpinem Erlebnis, kultureller Tiefe und attraktiven Preisen suchen. Das Land, das traditionell für seine Gastfreundschaft und seine reiche Kulinarik bekannt ist, wirbt gezielt mit seiner langen Saison von Dezember bis April und einem vielfältigen Angebot, das sowohl Extremsportler als auch Familien anzieht. Angesichts der hohen Preise und der zunehmenden Überfüllung vieler etablierter Alpenregionen positioniert sich Georgien als spannender neuer Akteur auf dem internationalen Wintersportmarkt. Die strategische Lage Georgiens, eingebettet in das majestätische Kaukasusgebirge, bietet ideale topografische Voraussetzungen für den Wintersport. Die kontinuierlichen Investitionen in die Infrastruktur der Skigebiete, insbesondere in moderne Liftanlagen und die Erschließung neuer Pisten, sind Teil einer umfassenden nationalen Strategie zur Förderung des Wintertourismus. Diese Bemühungen zahlen sich aus: Die Gästezahlen steigen stetig, und Georgien wird zunehmend als Destination für ein Abenteuer jenseits der bekannten Pfade wahrgenommen. Gudauri: Das alpine Zentrum des Kaukasus Das Skigebiet Gudauri, das größte und höchstgelegene des Landes, gilt als das Aushängeschild des georgischen Wintersports. Mit Pisten, die bis auf 3.276 Meter Höhe reichen, bietet es eine beeindruckende alpine Kulisse und eine hohe Schneesicherheit über die gesamte Saison hinweg. Wintersportler finden hier eine Mischung aus bestens präparierten Pisten für Anfänger und Fortgeschrittene sowie weite Flächen, die sich ideal für Freeriding und Heliskiing eignen – ein Angebot, das Adrenalinjunkies gezielt anzieht. Die zentrale Attraktivität Gudauris liegt jedoch nicht nur in seiner Topografie, sondern auch in seinem außergewöhnlichen Preis-Leistungs-Verhältnis. Im

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Beinahe-Kollision in Boston: Flugzeuge kommen sich auf der Landebahn gefährlich nahe

Am Boston Logan International Airport hat sich am Donnerstag ein gravierender Beinahe-Zusammenstoß zwischen einer anfliegenden Maschine der Delta Air Lines und einem startenden Flugzeug der Regionalfluggesellschaft Cape Air ereignet. Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat umgehend eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. Die knappe Situation, bei der sich die Flugzeuge auf kreuzenden Pisten befanden, verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen für die Flugsicherheit in den USA. Der Zwischenfall ereignete sich gegen 16:15 Uhr Ortszeit. Der Delta-Flug DL263, ein Airbus A330-900neo, der von Paris (CDG) kam und wegen schlechten Wetters in New York nach Boston umgeleitet worden war, musste seinen Landeanflug auf der Piste 04R abbrechen und durchstarten. Dies war notwendig, da die Cessna 402C der Cape Air mit der Flugnummer KAP548 zum Start auf der kreuzenden Piste 15R freigegeben worden war. Als die kleinere Cessna die Landebahn 04R überquerte, betrug der horizontale Abstand zum Delta-Großraumflugzeug nur noch rund 1000 Meter. Audioaufzeichnungen des Flugfunkverkehrs auf LiveATC.net belegen die angespannte Lage, wobei die Piloten beider Maschinen die Situation als „sehr knapp“ und „nicht cool“ kommentierten. Trotz der gefährlichen Annäherung konnte die Delta-Besatzung das vorgeschriebene Durchstartmanöver (Go-around) erfolgreich durchführen und landete im zweiten Anflug sicher. Es wurden keine Verletzungen oder Schäden gemeldet. Die FAA untersucht nun, wie es zur Freigabe des Starts der Cape Air-Maschine kommen konnte, während der Airbus bereits im Endanflug war. Dieser Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf die kritische Personalsituation bei der amerikanischen Flugsicherung. Verkehrsminister Sean Duffy hatte in den letzten Tagen erklärt, dass die anhaltende Government Shutdown in den USA,

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Eskalierende Krise im Luftraum: Senatsentwurf soll unbezahlte Fluglotsen und Sicherheitspersonal entlasten

Angesichts eines seit fünf Wochen andauernden Regierungsstillstands in den Vereinigten Staaten, der zehntausende essenzieller Mitarbeiter im Luftverkehr ohne Bezahlung arbeiten lässt, hat der Senat einen Gesetzesentwurf zur Krisenbewältigung vorgelegt. Der als „Keep America Flying Act of 2026“ (Senats-Gesetzentwurf S.3031) bezeichnete Vorschlag zielt darauf ab, sicherzustellen, dass Fluglotsen, das Personal der Federal Aviation Administration (FAA) und die Sicherheitsmitarbeiter der Transportation Security Administration (TSA) auch während des Stillstands weiterhin ihre Gehälter erhalten und ihnen eine rückwirkende Bezahlung (back-pay) garantiert wird. Der Shutdown hat die amerikanische Luftfahrtindustrie massiv unter Druck gesetzt, insbesondere da die Personaldecke der Fluglotsen (Air Traffic Control, ATC) bereits vor der Krise kritisch war. Rund 13.000 Fluglotsen und 50.000 TSA-Mitarbeiter sind gezwungen, ihre kritischen Sicherheitsaufgaben ohne reguläre Entlohnung wahrzunehmen. Die Folge ist ein starker Anstieg der Abwesenheitsquoten, der die operative Stabilität des Luftverkehrs ernsthaft zu gefährden droht. Branchenvertreter warnen, dass der Stillstand die gesamte Luftfahrtindustrie eine Milliarde US-Dollar pro Woche kosten könnte. Personelle Engpässe verschärfen die Betriebssicherheit Der anhaltende Regierungsstillstand hat die bereits angespannten Personalsituation in der Flugsicherung deutlich verschärft. Viele Fluglotsenzentren arbeiten seit Jahren mit einer Belegschaft, die unter den angestrebten Zielvorgaben liegt. Die fehlende Bezahlung zehrt nun an den finanziellen Reserven der Mitarbeiter, was in der Folge zu einer zunehmenden Zahl von Krankmeldungen und unbezahlten Freistellungen führt. US-Verkehrsminister Sean Duffy betonte die sozialen Unterschiede innerhalb der Belegschaft: Während ältere, etablierte Fluglotsen die Situation aufgrund ihrer langfristigen Planung möglicherweise noch auffangen könnten, seien viele neue und noch in der Ausbildung befindliche Fluglotsen auf ihre regulären Gehaltszahlungen angewiesen. Diese Gruppe

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Tarifvertrag bei KLM: Bodenpersonal erhält Lohnerhöhung und verbesserte Sozialleistungen

Die niederländische Fluggesellschaft KLM Royal Dutch Airlines hat sich mit allen fünf Gewerkschaften – CNV, De Unie, FNV, NVLT und VKP – auf einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für das Bodenpersonal geeinigt. Die Vereinbarung deckt den Zeitraum vom 1. März 2025 bis zum 28. Februar 2027 ab. Der Abschluss ist ein wichtiger Schritt zur Sicherung der Arbeitsbeziehungen und der Betriebsstabilität bei der Airline. Der GAV sieht eine stufenweise Gehaltserhöhung von insgesamt 3,25 Prozent über die zweijährige Laufzeit vor: 1 Prozent ab dem 1. Dezember 2025, 1,25 Prozent ab dem 1. Juli 2026 und weitere 1 Prozent ab dem 1. Januar 2027. Zusätzlich sind einmalige Nettozahlungen in Höhe von 500 Euro im Dezember 2025 und 250 Euro im Januar 2026 vereinbart. Diese Regelungen sollen der Stärkung der Kaufkraft der Mitarbeiter dienen. Darüber hinaus werden Schichtzulagen ab 2026 in die Berechnung des Jahresendbonus einbezogen. Besondere Verbesserungen wurden im Bereich der Altersvorsorge und Flexibilität erzielt. Das sogenannte 80-90-100-Programm, das älteren Mitarbeitern erlaubt, 80 Prozent der Arbeitszeit für 90 Prozent des Gehalts bei voller Rentenansammlung zu arbeiten, wird dauerhaft eingeführt und auf Schichtarbeiter ausgeweitet. Die Frühverrentungsregelung (RVU) für körperlich anspruchsvolle Berufe wird ab 2026 ebenfalls entfristet. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Belastung älterer Belegschaftsmitglieder zu reduzieren und ihnen flexiblere Übergänge in den Ruhestand zu ermöglichen. Miriam Kartman, Chief HR Officer von KLM, äußerte sich zufrieden über die Vereinbarung, die tragfähige Regelungen mit Blick auf die aktuelle Finanzlage der KLM darstelle und sowohl Kaufkraft sichere als auch Flexibilität und Produktivität stärke. Der neue Tarifvertrag umfasst

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Sicherheit in Frage gestellt: Lizenzverstöße zwingen Air India zur Suspendierung von Piloten und Flugplanern

Die indische Fluggesellschaft Air India sieht sich nach der Aufdeckung gravierender Compliance-Verstöße im Cockpit zu weitreichenden personellen Konsequenzen gezwungen. Zwei Piloten, die Flüge mit Airbus A320-Maschinen ohne die vorgeschriebenen Lizenzen und Qualifikationen durchgeführt hatten, wurden umgehend vom Flugdienst suspendiert. Darüber hinaus wurde ein Dienstplaner ebenfalls aus dem Dienstplan gestrichen. Die Vorfälle, bei denen es sich um eine abgelaufene Englisch-Sprachzertifizierung (English Language Proficiency, ELP) eines Kapitäns und eine unvollständige Nachschulung eines Ersten Offiziers handelte, haben eine eingehende Untersuchung durch die indische Luftfahrtaufsichtsbehörde ausgelöst. Die Aufsichtsbehörde, das Directorate General of Civil Aviation (DGCA), hat eine Untersuchung eingeleitet, nachdem sie die Fluggesellschaft bereits in der Vergangenheit wegen systematischer Mängel in der Dienstplanerstellung und bei der Einhaltung von Vorschriften verwarnt hatte. Die Vorfälle stellen eine unmittelbare Herausforderung für Air Indias ambitionierten Umstrukturierungskurs unter neuer Eigentümerschaft dar, bei dem die Verbesserung der Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit im Mittelpunkt der Repositionierung des Unternehmens stehen. Die schnelle Reaktion der Airline, die sofortige Suspendierung und die Einleitung disziplinarischer Maßnahmen, signalisieren eine Betonung der Flugsicherheit über die bloße Pünktlichkeit. Die gravierenden Mängel bei den Pilotenqualifikationen Die bekannt gewordenen Verstöße gegen die Luftfahrtvorschriften sind von unterschiedlicher, aber jeweils kritischer Natur. Die Einhaltung dieser Vorschriften ist weltweit obligatorisch, um einen sicheren Flugbetrieb zu gewährleisten. Im ersten Fall operierte ein erfahrener Airbus A320 Kapitän als verantwortlicher Pilot, obwohl sein English Language Proficiency (ELP) Zeugnis abgelaufen war. Diese Qualifikation ist international zwingend erforderlich, da sie die Fähigkeit des Piloten sicherstellt, mit Fluglotsen weltweit klar und präzise in englischer Sprache zu kommunizieren. Eine mangelhafte Kommunikation

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