Am späten Freitagabend ereignete sich am LaGuardia Airport (LGA) in New York ein erneuter Zwischenfall auf dem Rollfeld. Zwei Flugzeuge der United Airlines kollidierten beim Manövrieren. Dies ist bereits der zweite Vorfall dieser Art auf dem Flughafen im laufenden Monat. Glücklicherweise wurden bei dem Zusammenstoß keine Personen verletzt.
Der Vorfall betraf United Flug UA580, eine Boeing 737-800, die aus Chicago O’Hare (ORD) ankam. Beim Einbiegen zur zugewiesenen Parkposition touchierte die Maschine das Heck der United Flug UA434 (ebenfalls eine Boeing 737-800), die gerade für den Abflug nach Houston (IAH) vorbereitet wurde. United bestätigte, dass beide Flugzeuge anschließend sicher zu ihren Gates zurückkehrten und alle Passagiere normal aussteigen konnten. Flug UA580 beförderte 166 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder, während sich in der nach Houston bestimmten Maschine 162 Passagiere und sieben Crewmitglieder befanden. Der Abflug nach Houston musste infolge des Schadens annulliert werden, um eingehende Inspektionen an beiden Flugzeugen zu ermöglichen. Die Fluggesellschaft versprach, sich umgehend um die Weiterbeförderung der betroffenen Kunden zu kümmern.
Der Unfall ereignete sich inmitten einer kritischen Betriebslage in der Region New York. Die Federal Aviation Administration (FAA) bestätigte, dass die anhaltende Government Shutdown in den USA zu erheblichen personellen Engpässen in der Flugverkehrskontrolle führt. In der Region seien fast 80 Prozent der Fluglotsen nicht im Dienst. Dieser Mangel verschärfte die Betriebsschwierigkeiten erheblich und führte zu weit verbreiteten Flugverspätungen und -ausfällen. Allein am Freitag verzeichnete der LaGuardia Airport über 560 Verspätungen und 130 Annullierungen, zusätzlich verstärkt durch starke Winde. Die Situation am Boden, wo Piloten oft ohne aktive Einweisung des Fluglotsen manövrieren müssen, wird durch die Personalnot und das hohe Verkehrsaufkommen zusätzlich verkompliziert.
Der aktuelle Zusammenstoß markiert den zweiten Vorfall dieser Art innerhalb kurzer Zeit am LaGuardia Airport. Bereits Anfang Oktober hatten zwei Flugzeuge der Delta Air Lines auf dem Rollfeld Kontakt, was damals zu leichten Verletzungen führte. Diese Häufung von Bodenkollisionen unterstreicht die Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und der Betriebsabläufe auf dem stark frequentierten Flughafen, insbesondere angesichts der bestätigten Personalengpässe bei der Flugsicherung. Die FAA beobachtet weiterhin die Auswirkungen der Überlastung auf den gesamten Luftraum der Region.