Boeing 787 (Foto: Granit Pireci).
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Vorläufige Einigung zwischen Air Canada und der Gewerkschaft IAMAW

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Die kanadische Fluggesellschaft Air Canada hat in den Tarifverhandlungen für ein wichtiges Segment ihrer Belegschaft eine vorläufige Einigung erzielt.

Der Kompromiss wurde mit der Gewerkschaft International Association of Machinists and Aerospace Workers (IAMAW) ausgearbeitet, die rund 11.000 Angestellte aus den operativen Schlüsselbereichen vertritt. Betroffen von der neuen Vereinbarung sind Angestellte aus den Abteilungen Technik, Wartung, Bodenabfertigung, Frachtabwicklung, Logistik und administrative Unterstützung. Der neue Kollektivvertrag soll eine Laufzeit von vier Jahren haben und rückwirkend vom 1. April 2026 bis zum 31. März 2030 gelten. Um rechtlich bindend zu werden, steht in den kommenden Tagen noch die Ratifizierung durch die Gewerkschaftsmitglieder aus.

Der geplante Abschluss ist für das Management von Air Canada Teil einer Reihe von Tarifvereinbarungen. Sollten die IAMAW-Mitglieder dem Entwurf zustimmen, wäre dies bereits der sechste erfolgreiche Tarifabschluss der Fluggesellschaft im laufenden Kalenderjahr. Zuvor hatte das Unternehmen bereits langwierige Verhandlungen mit anderen Berufsgruppen, darunter dem Kabinenpersonal und den Piloten, führen müssen, um drohende Streiks im dichten Sommerreiseverkehr abzuwenden. Die hohe Schlagzahl an Tarifabschlüssen verdeutlicht den Druck auf die Konzernleitung, stabile Arbeitsbeziehungen zu sichern und die operationelle Zuverlässigkeit an den kanadischen Drehkreuzen wie Toronto-Pearson und Montreal-Trudeau aufrechtzuerhalten.

Branchenanalysten bewerten die Einigung zwar als stabilisierenden Faktor für den laufenden Betrieb, weisen jedoch auf die wirtschaftlichen Konsequenzen hin. Die Anpassung der Bezüge und Arbeitsbedingungen für das Boden- und Wartungspersonal erhöht die operativen Fixkosten der Fluggesellschaft in einer Phase, in der die Ticketpreise im nordamerikanischen Markt unter Druck geraten und die Konkurrenz durch Billigflieger wächst. Zudem ist die Zustimmung der Basis bei der IAMAW kein Selbstläufer. In der Vergangenheit haben gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte im kanadischen Transportsektor vorläufige Vermittlungsergebnisse bei den Urabstimmungen wiederholt abgelehnt, was zu kurzfristigen Nachverhandlungen oder Streiks führte.

Die finanzielle Belastung durch die kumulierten Tarifabschlüsse dieses Jahres zwingt Air Canada zu einer strikten Kostenkontrolle in anderen Unternehmensbereichen. Da das Wartungs- und Bodenpersonal direkt für die Pünktlichkeit und die technische Zuverlässigkeit der Flugzeugflotte verantwortlich ist, waren Zugeständnisse seitens des Arbeitgebers unvermeidbar, um kostspielige Verzögerungen im Flugbetrieb zu verhindern. Ob die Ratifizierung reibungslos verläuft und wie stark die neuen Verträge die Bilanz des Luftfahrtkonzerns im kommenden Quartal belasten werden, bleibt abzuwarten.

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