Ein Boeing 787-9 Dreamliner der British Airways mußte am 8. September 2025 kurz nach dem Start vom internationalen Flughafen Sydney Kingsford Smith (SYD) umkehren. Wie aus einem Bericht des Aviation Herald hervorgeht, erklärte die Flugbesatzung einen „Mayday“-Notfall, nachdem sie Treibstoffgeruch im Cockpit bemerkt hatte.
Das Großraumflugzeug landete ohne weitere Zwischenfälle sicher in Sydney. Der Vorfall führte zur Annullierung des Fluges und unterstreicht die strikten Sicherheitsmaßnahmen in der Luftfahrt, die auch bei einem Verdacht auf eine Störung zum Einsatz kommen. Die Maschine, die planmäßig nach Singapur und von dort weiter nach London fliegen sollte, wurde daraufhin aus dem Betrieb genommen.
Flugverlauf und Notfallprotokoll
Der betroffene Flug, die British Airways-Verbindung BA16, sollte von Sydney nach Singapur (SIN) fliegen und von dort aus die Reise unter derselben Flugnummer zum Flughafen London Heathrow (LHR) fortsetzen. Die Maschine, registriert unter G-ZBKL, befand sich bereits in der Luft, als die Besatzung den Treibstoffgeruch im Cockpit bemerkte. Nach der Entdeckung des Geruchs legte die Besatzung ihre Sauerstoffmasken an und erklärte einen Mayday-Notfall, ein international standardisiertes Notsignal, das eine sofortige und unbedingte Hilfe signalisiert.
Die Piloten leiteten daraufhin die Rückkehr zum Startflughafen in Sydney ein. Die Landung erfolgte sicher, und das Flugzeug verließ die Landebahn nur fünf Minuten nach dem Aufsetzen. Daten von Flightradar24.com bestätigten den Flugverlauf und zeigten, daß das Flugzeug nach der Rückkehr am Flughafen Sydney blieb. Augenzeugenberichten von Passagieren zufolge informierte die Besatzung über Treibstoffgeruch im Cockpit als Grund für die Umkehr. Der betroffene Flug BA16 wurde anschließend annulliert. Ein anderer Boeing 787-9 mit der Registrierung G-ZBKS übernahm am 9. September 2025 den selben Flugplan.
Der Vorfall ist ein Beispiel für die strikten Sicherheitsprotokolle in der zivilen Luftfahrt. Obwohl der Geruch möglicherweise nicht auf ein unmittelbares Risiko hindeutete, haben die Piloten aus reiner Vorsicht und in Übereinstimmung mit den Notfallverfahren die Rückkehr beschlossen. Das Protokoll sieht vor, bei derartigen Unregelmäßigkeiten nicht weiterzufliegen, um die Sicherheit der Passagiere und der Besatzung zu gewährleisten.
Die Flotte von British Airways: Der Boeing 787 Dreamliner
Das betroffene Flugzeug, ein Boeing 787-9, ist Teil der Langstreckenflotte von British Airways. Die Maschine mit dem Kennzeichen G-ZBKL ist 9,2 Jahre alt und wird von Rolls-Royce Trent 1000-Triebwerken angetrieben. Laut Daten von ch-aviation hat das Großraumflugzeug bis zum 31. Januar 2025 insgesamt 37.877 Flugstunden und 4.167 Flugzyklen absolviert. Die 787-9 ist bei British Airways in einer Vier-Klassen-Konfiguration bestuhlt, die acht Sitze in der First Class, 42 in der Business Class, 39 in der Premium Economy und 127 in der Economy Class umfaßt.
Die Flotte von British Airways umfaßt insgesamt 18 Boeing 787-9s mit einem Durchschnittsalter von 9,3 Jahren. Darüber hinaus betreibt die Fluggesellschaft 12 kleinere 787-8s und 12 größere 787-10s. British Airways hat noch 38 weitere 787-10s bestellt, was das Vertrauen der Fluggesellschaft in den Dreamliner-Flugzeugtyp unterstreicht. Die 787-9 wird typischerweise auf Langstrecken von ihrem Drehkreuz in London Heathrow (LHR) zu Zielen im asiatisch-pazifischen Raum eingesetzt, darunter Singapur, Kuala Lumpur, Shanghai und Tokio.
Die Fluggesellschaft setzt ihre 787-9s auch auf einigen kürzeren Routen ein, wie zum Beispiel nach Dubai (DXB). Für stark nachgefragte Strecken oder in der Hochsaison, wie zum Beispiel während der australischen Sommermonate, greift British Airways jedoch auch auf ihre Boeing 777-300ER-Maschinen zurück, die mit 254 Sitzen mehr Passagiere befördern können als der 787-9.
Die Sydney-Verbindung: Ein strategisch wichtiger Flug
Der Flug BA16 ist die einzige Verbindung, die British Airways nach Sydney anbietet. Die Route ist strategisch wichtig, da sie London mit der australischen Metropole über einen Zwischenstop in Singapur verbindet. Die Gesamtreise ist eine der längsten im Streckennetz der British Airways, mit einer Gesamtstrecke von 16.655 Kilometern (8.992 Seemeilen). Daten von Cirium zeigen, daß die Flugverbindung nach Sydney nach der Corona-Pandemie im April 2022 wieder aufgenommen wurde. Die Dauer des Fluges von Sydney nach Singapur beträgt etwas über sieben Stunden, bevor die Passagiere nach einem kurzen Aufenthalt in Singapur die Reise nach London fortsetzen.
Die Rückkehr des Flugzeugs nach Sydney aufgrund des Treibstoffgeruchs unterstreicht, wie wichtig die kontinuierliche Wartung und die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards in der Luftfahrt sind. Die rasche Reaktion der Besatzung und die reibungslose Landung in Sydney demonstrieren die Wirksamkeit der Schulung und die Effizienz der Notfallprotokolle, die in der zivilen Luftfahrt zur Anwendung kommen. Der Vorfall, obwohl ohne weitere Konsequenzen, ist eine Erinnerung daran, daß die Sicherheit in der Luftfahrt immer oberste Priorität hat.