Boeing 737-Max (Foto: Daniel Shapiro/Unsplash).
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Wachsender Druck auf Southwest Airlines: Internationale Expansion als neuer Wachstumspfad?

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Die größte US-amerikanische Billigfluggesellschaft Southwest Airlines sieht sich mit einem fulminanten Investor konfrontiert, der das Management dazu drängt, neue Einnahmequellen zu erschließen.

Dabei rücken offenbar auch verstärkt internationale Flugverbindungen in den Fokus. Nachdem sich Southwest erst rund 50 Jahre nach ihrer Gründung mit Zielen in der Karibik über die US-Grenzen hinauswagte, spekulieren Beobachter nun über eine mögliche Ausdehnung des Streckennetzes auf Interkontinentalflüge, möglicherweise sogar bis nach Europa.

Antrag auf Flugrechte in zahlreiche Staaten deutet auf mögliche Expansion hin

Wie zunächst das Wirtschaftsnachrichtenportal „Bloomberg“ berichtete, hat Southwest Airlines beim US-Verkehrsministerium Genehmigungen für Flüge in alle Staaten beantragt, mit denen die Vereinigten Staaten sogenannte Open-Skies-Abkommen unterhalten. Diese Liste umfaßt die Europäische Union, Großbritannien, Länder in Südamerika sowie Teile Südostasiens. Southwest Airlines selbst bemühte sich in einer Mitteilung, diesen Antrag nicht als zwingendes Signal für die tatsächliche Aufnahme neuer internationaler Strecken zu interpretieren.

Allerdings steht die Fluggesellschaft gehörig unter Erfolgsdruck. Seit dem Jahr 2024 mischt der New Yorker Hedgefonds Elliott Management die Airline auf. Der Investor hatte zunächst zehn Prozent der Aktien erworben und könnte seinen Anteil auf bis zu 19,9 Prozent aufstocken. Elliott wirft dem Management Versäumnisse in Bezug auf Netzstrategie, Stückkosten und Technologie-Investitionen vor und könnte im Hintergrund auf eine stärkere Expansion im internationalen Geschäft drängen.

Transatlantik-Flüge für Wettbewerber JetBlue erfolgreich

Daß eine solche Strategie durchaus aufgehen kann, zeigt das Beispiel des Konkurrenten JetBlue Airways. Die New Yorker Fluggesellschaft ergänzt ihre Netzstrategie seit 2021 zumindest saisonal um Transatlantikflüge. Im Sommer 2025 bietet JetBlue Verbindungen von New York nach Paris, Dublin, Amsterdam, London-Gatwick, London-Heathrow und Edinburgh an. Diese transatlantischen Kalkulationen scheinen für JetBlue positiv zu verlaufen und könnten Southwest Airlines als Vorbild dienen.

Die von Elliott Management geäußerte Kritik am Geschäftsmodell von Southwest Airlines ist nicht neu. Analysten sehen Verbesserungspotenzial in verschiedenen Bereichen, darunter die Margenentwicklung im Vergleich zu Wettbewerbern und die Notwendigkeit, neue Umsatzstrategien zu entwickeln.

Eine stärkere internationale Präsenz könnte hierbei ein wichtiger Baustein sein, um neue Märkte zu erschließen und das Wachstum anzukurbeln. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich Southwest Airlines dem Druck des Investors beugt und tatsächlich den Schritt auf den interkontinentalen Markt wagt. Der Antrag auf die entsprechenden Flugrechte deutet jedoch zumindest an, daß diese Option intern ernsthaft erwogen wird.

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