Am Nürnberger Flughafen sind auch in diesem Jahr wieder Wasserbüffel im Einsatz, um die Grünflächen des Bucher Landgrabens zu pflegen. Fünf der robusten Tiere übernehmen für mehrere Wochen die Beweidung der feuchten Wiesen. Diese Methode dient der effektiven Pflege von schwer zugänglichen Arealen. Die Wasserbüffel ersetzen dabei den Einsatz von Maschinen, was in der Fachwelt als „ökologisch sinnvoll“ erachtet wird.
Das Projekt wurde von der Umweltabteilung des Flughafens ins Leben gerufen, die intern von „Alma & the Gang“ spricht, da „Alma“ der Leitbüffel ist. Die Tiere mit einem Durchschnittsgewicht von je rund 600 Kilo sind für die Beweidung sensibler Biotope besonders geeignet. Die feuchten Wiesen entlang des Bucher Landgrabens bieten den Tieren ideale Bedingungen, um Gras und Pflanzen aufzunehmen.
Solche Beweidungsprojekte mit Großtieren werden in Deutschland auch an anderen Orten eingesetzt, um Naturschutzgebiete zu erhalten oder die Pflege von Flächen zu vereinfachen, die für Maschinen unzugänglich sind. Die natürliche Lebensweise der Tiere ist dabei ein entscheidender Faktor. Besucher können die Wasserbüffel vom Rand der Weideflächen aus beobachten. Dabei wird gebeten, die Absperrungen zu respektieren und die Tiere nicht zu füttern, um ihre Gesundheit zu schützen.
Das ungewöhnliche Projekt erfreut sich großer Beliebtheit und hat bereits überregionale Aufmerksamkeit erhalten. Die Nürnberger Wasserbüffel schafften es sogar in das Fernsehquiz „Quizduell“, wo sie als eine von drei Antworten für ein Pilotprojekt an einem deutschen Flughafen zur Auswahl standen.