Flughafen Berlin-Tegel (Foto: Jan Gruber).
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Wasserschaden am ehemaligen Flughafen Tegel: Großeinsatz im Terminal A

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Ein schwerer Wasserrohrbruch hat in der Nacht zum Montag umfangreiche Rettungsarbeiten am stillgelegten Flughafen Berlin-Tegel (TXL) ausgelöst. Nach Angaben der Berliner Feuerwehr traten im Kellerbereich des ehemaligen Terminals A schätzungsweise 20.000 Kubikmeter Wasser aus.

Die Einsatzkräfte stellten fest, dass das Wasser in den Untergeschossen teilweise bis zu 50 Zentimeter hoch stand. Um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten und Kurzschlüsse zu vermeiden, musste die Stromversorgung für die Terminals A und B komplett unterbrochen werden. Die Abpumpmaßnahmen dauerten bis tief in die Nacht an, bevor die Anlage gegen 02:30 Uhr morgens wieder an den Betreiber übergeben werden konnte.

Der Vorfall ereignete sich zu einem Zeitpunkt, an dem das Gelände des ehemaligen Flughafens einen bedeutenden Übergang durchläuft. Erst zum Jahreswechsel 2025/2026 wurde die dort untergebrachte Flüchtlingsnotunterkunft, die zeitweise als eine der größten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland galt, offiziell geschlossen. Die betroffenen Terminals stehen seither weitgehend leer, während die Vorbereitungen für die langfristige Nachnutzung im Rahmen des Projekts „Urban Tech Republic“ laufen. Der Flughafen Tegel hatte seinen regulären Flugbetrieb bereits am 8. November 2020 eingestellt, doch die technische Infrastruktur der Bestandsgebäude muss aufgrund der teilweisen Weiternutzung und Sicherung weiterhin instand gehalten werden.

Zusätzliche Recherchen zur Infrastruktur des Geländes verdeutlichen die Komplexität der Schadensbehebung in den denkmalgeschützten Betonstrukturen. Da die Leitungsnetze in den Untergeschossen des hexagonalen Hauptterminals eng mit der restlichen Haustechnik verzahnt sind, werden nun umfangreiche Prüfungen der elektrischen Anlagen sowie der Bausubstanz notwendig. Experten weisen darauf hin, dass Rohrbrüche in stillgelegten oder nur teilweise genutzten Großobjekten häufig durch Materialermüdung oder mangelnde Zirkulation begünstigt werden. Der entstandene Sachschaden kann derzeit noch nicht beziffert werden, dürfte jedoch angesichts der enormen Wassermassen und der notwendigen Trocknungsmaßnahmen erheblich sein.

Die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) und die Tegel Projekt GmbH stehen nun vor der Aufgabe, die betroffenen Bereiche technisch zu bewerten, um Verzögerungen bei der geplanten Entwicklung des Areals zu verhindern. Auf dem Gelände sollen in den kommenden Jahren ein Forschungs- und Industriepark sowie das Wohnquartier „Schumacher Quartier“ entstehen. Der aktuelle Zwischenfall unterstreicht die Herausforderungen, die mit der Konservierung und dem Umbau der gealterten Flughafeninfrastruktur verbunden sind. Während die Feuerwehr den akuten Einsatz erfolgreich abschließen konnte, wird die Instandsetzung der kellerseitigen Versorgungsleitungen voraussichtlich weitere Spezialfirmen beschäftigen.

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