Das Avita Resort im burgenländischen Bad Tatzmannsdorf hat am Freitag, den 19. Dezember 2025, den regulären Betrieb wieder aufgenommen. Die vorübergehende Schließung seit dem 6. Dezember 2025 war erfolgt, nachdem bei einem Gast aus Niederösterreich eine Erkrankung gemeldet worden war, die im Zusammenhang mit Legionellen stand.
Umfangreiche Untersuchungen der Behörden und unabhängiger Experten bestätigten nun, dass die Bädertechnik nach dem umfassenden Umbau im Vorjahr alle gesetzlichen Auflagen erfüllt. Während der Schließphase wurde eine thermische und chemische Reinigung des gesamten Leitungssystems durchgeführt. Ein technisches Gutachten belegt die Wirksamkeit dieser Maßnahmen, sodass die Sicherheit der Wasserqualität für den Hotel- und Thermenbetrieb wieder vollständig gewährleistet ist.
Die Reinigungsarbeiten wurden durch ein Team aus Technikern und rund 60 freiwilligen Mitarbeitern des Hauses unterstützt, um eine rasche Wiedereröffnung vor den Weihnachtsfeiertagen zu ermöglichen. Geschäftsführer Peter Prisching verwies auf die wirtschaftliche Belastung durch den Betriebsausfall, der nicht durch Versicherungen abgedeckt sei, und betonte die Bedeutung des Resorts als einer der größten Arbeitgeber der Region. Ein Becken im Saunabereich bleibt vorsorglich noch gesperrt, bis ein letzter technischer Prüfbericht vorliegt. Die Hotelleitung stellte klar, dass in diesem spezifischen Bereich zu keinem Zeitpunkt eine Belastung nachgewiesen wurde, die Schließung erfolge rein formal bis zum Abschluss des Protokolls.
Zusätzliche Recherchen zur regionalen Tourismusstatistik zeigen, dass Bad Tatzmannsdorf durch die Kombination aus Heilmoor, Thermalwasser und kohlensäurehaltigen Quellen eine Schlüsselrolle im österreichischen Gesundheitstourismus einnimmt. Das Avita Resort verzeichnete trotz der zweiwöchigen Zwangspause eine hohe Buchungstreue bei den Festtagsreservierungen. Um den Zuspruch der Kunden zu honorieren, hat das Management ein Bonusprogramm aufgelegt, das Preisnachlässe auf Eintrittskarten und Online-Gutscheine bis zum Weihnachtsabend vorsieht. Die betroffene Person, deren Erkrankung die Überprüfung auslöste, ist laut offiziellen Angaben inzwischen vollständig genesen und in den Berufsalltag zurückgekehrt.
Der Vorfall unterstreicht die strengen Kontrollmechanismen in österreichischen Kurbetrieben. Die lückenlose Dokumentation der Wasserwerte und die Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden des Landes Burgenland ermöglichten eine transparente Aufarbeitung. Für das Resort, das über 139 Miteigentümer verfügt, bedeutet die Freigabe des Betriebs eine finanzielle Stabilisierung für das wichtige vierte Quartal. Das Unternehmen setzt für die Zukunft auf die modernisierte Anlagentechnik, die nach den aktuellen Testungen als Referenz für hohe technische Standards in der Branche gilt.