Die skandinavische Fluggesellschaft SAS Scandinavian Airlines nimmt ab dem 1. Oktober 2026 erstmals seit 17 Jahren wieder Direktflüge nach Indien auf.
Der Carrier wird die Strecke von Kopenhagen in die indische Finanzmetropole Mumbai ganzjährig fünfmal pro Woche bedienen. Zum Einsatz kommt ein Airbus A330 mit einer Kapazität von 266 Sitzplätzen. Die Abflüge ab Kopenhagen erfolgen jeweils dienstags, donnerstags, freitags, samstags und sonntags. Der Rückflug ab Mumbai startet jeweils am darauffolgenden Morgen.
Mit der neuen Strecke zielt SAS darauf ab, den Direktreiseverkehr zwischen Skandinavien und Indien für Geschäftsreisende, Touristen sowie für den Besuch von Angehörigen zu bedienen. Zudem soll die Verbindung den Drehkreuzflughafen Kopenhagen stärken, indem Umsteigeverbindungen für Passagiere aus Indien zu Zielen in Nordeuropa und Nordamerika – etwa New York, Boston und Toronto – angeboten werden. Die Aufnahme des Flugbetriebs fällt zeitlich mit dem 80-jährigen Bestehen der Fluggesellschaft zusammen, die ihr Langstreckennetz ab der dänischen Hauptstadt schrittweise ausbaut.
Die Wiederaufnahme der Indien-Verbindung erfolgt vor dem Hintergrund der tiefgreifenden Restrukturierung des Unternehmens. Im Zuge des Ausstiegs aus dem Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts und dem Vollzug des Eigentümerwechsels – bei dem ein Konsortium um Air France-KLM, Castlelake und Lind Invest die Mehrheit übernahm – vollzog SAS im September 2024 den Wechsel von der Star Alliance zum Luftfahrtbündnis SkyTeam. Der Ausbau der Langstrecke ab Kopenhagen ist zentraler Bestandteil des neuen Netzwerkkonzepts, das auf eine engere Abstimmung mit den Drehkreuzen der neuen Allianzpartner in Paris und Amsterdam setzt.
Branchenbeobachter verweisen darauf, dass der indische Markt als hochkompetitiv gilt und von etablierten Golf-Airlines sowie indischen Carriern wie Air India dominiert wird, die erhebliche Kapazitäten zwischen Europa und Asien bereitstellen. Der Erfolg der Verbindung wird davon abhängen, ob SAS auf den nordamerikanischen Umsteigerouten ausreichend rentable Durchschnittserlöse erzielen kann, um die Betriebskosten der Langstreckenflotte auf der Route dauerhaft zu decken.