Enteisung (Foto: Flughafen Wien AG).
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Wien: AAS meldet gesamte Belegschaft beim Frühwarnsystem an

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Beim Bodendienstleister Airline Assistance Switzerland (AAS) am Flughafen Wien-Schwechat steht die Belegschaft vor ungewissen Zukunftsaussichten.

Das Unternehmen hat die gesamte Belegschaft von mehreren hundert Mitarbeitern beim Frühwarnsystem des österreichischen Arbeitsmarktservice (AMS) zur Kündigung angemeldet. Anlass für diesen Schritt ist der bevorstehende Verlust der Betriebskonzession für Bodenabfertigungsdienste am Standort Wien mit Ablauf des Oktoberflugplans. Künftig übernimmt der Dienstleister Joint Sky Services mit Sitz in Eisenstadt die Abfertigungsaufgaben an Österreichs größtem Flughafen, berichtete zunächst Austrian Wings.

Trotz des anstehenden Betreiberwechsels liegt von Seiten des Nachfolgeunternehmens Joint Sky Services bislang keine rechtsverbindliche Zusage für eine geschlossene Übernahme der bisherigen AAS-Belegschaft vor. Vertreter von Joint Sky Services hatten im Juli erklärt, eine Beschäftigung bestehender Mitarbeiter hänge vom tatsächlichen Übernahmevolumen der Kundenverträge ab. Parallel dazu schaltete der neue Anbieter bereits eigenständige Stellenausschreibungen am Arbeitsmarkt geschaltet, was bei den betroffenen Beschäftigten und Arbeitnehmervertretern Befürchtungen hinsichtlich Verschlechterungen bei den Beschäftigungsbedingungen auslöste.

Der Vorfall hebt die anhaltende Dynamik und den harten Preiswettbewerb im Markt für Bodenabfertigungsdienste an europäischen Großflughäfen hervor. Die Vergabe von Abfertigungslizenzen und Abfertigungsverträgen durch Fluggesellschaften erfolgt in regelmäßigen Zyklen nach strengen Kostenkriterien. Ein Wechsel des Dienstleisters führt für die betroffenen Angestellten häufig zu Unsicherheiten bezüglich der Lohnfortzahlung, der Anrechnung von Dienstjahren und der Geltung bestehender Kollektivverträge, da ein automatischer Betriebsübergang rechtlich nicht in jedem Fall durchzusetzen ist.

Gewerkschaftliche Vertretungen beobachten die Situation am Flughafen Wien mit Sorge und fordern klare Garantien für die Weiterbeschäftigung des geschulten Fachpersonals. Ein überstürzter Austausch der Abfertigungsteams birgt zudem operative Risiken für den Flughafenbetrieb. Sollte der Übergang der Arbeitskräfte auf den neuen Dienstleister ins Stocken geraten, drohen zum Start des Winterflugplans Engpässe bei der Gepäckabfertigung und beim Flugzeughandling, was zu Verzögerungen im Abflugverkehr am Drehkreuz Wien führen könnte.

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