Wien: Statt Iran-Air-Flug nach Teheran gab es Übernachtungen im A300

Airbus A300 (Foto: V1Images.com/Severin Hackenberger).
Airbus A300 (Foto: V1Images.com/Severin Hackenberger).

Wien: Statt Iran-Air-Flug nach Teheran gab es Übernachtungen im A300

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Am vergangenen Samstag wollten 170 Personen mit einem Airbus A300 von Iran Air von Wien nach Teheran fliegen. Doch die Reise gestaltete sich schon auf dem Vorfeld chaotisch und obendrein mussten die Passagiere sogar im Flugzeug übernachten.

Eigentlich sollte die Maschine gegen 11 Uhr 50 in Richtung der Hauptstadt des Irans abheben, jedoch war dies aus technischen Gründen nicht möglich. Der Kapitän sagte den Flug aus Sicherheitsgründen ab. Laut einem Medienbericht der Gratis-Zeitung Heute, der sich auf einen Fluggast bezieht, sollen sich die Reisenden zu diesem Zeitpunkt schon zwei Stunden an Bord des Jets befunden haben.

Iran Air flog zwar eine Ersatzmaschine ein, jedoch traf diese erst um 0 Uhr 30 des Folgetages ein. Die Odyssee war damit aber nicht beendet, denn auch in diesem Flugzeug mussten die Passagiere rund zwei Stunden warten. Angeblich wurde seitens der Crew erklärt, dass man auf die Startgenehmigung wartet. Das entpuppte sich schon bald als Hinhaltetaktik, denn dann wurde die Katze aus dem Sack gelassen: Das Flugzeug ist nicht startklar und Hilfe kann nicht vor 5 Uhr 00 kommen.

Konkret wurde den Fluggästen erklärt, dass eine Enteisung notwendig ist. Diese stand aufgrund der Jahreszeit aber nicht sofort zur Verfügung, sondern musste vom Flughafen Wien erst aufgebaut werden. Laut dem Medienbericht war es den Passagieren nicht möglich den Airbus zu verlassen.

Airport und Iran Air schieben sich gegenseitig den “Schwarzen Peter” zu. So behauptet Iran Air, dass der Flughafen keine Busse zur Verfügung gestellt habe. Das will ein Sprecher des größten Airports Österreichs so nicht gelten lassen und verweist darauf, dass der Kapitän die Enteisung vorab nicht angemeldet habe. Die Techniker und die Ausrüstung mussten erst bereitgestellt werden, was einiges an Zeit in Anspruch genommen hat. Da absehbar war wann die Maschine startklar sein wird, verzichtete die Airline auf ein De-Boarding.

Am Sonntag, kurz vor 6 Uhr 00, war der Iran-Air-Jet dann tatsächlich startklar und konnte den Flughafen Wien samt 170 Passagieren in Richtung Teheran verlassen. Die Reisenden werden ihre Nacht auf dem Vorfeld in einem A300 so schnell wohl nicht vergessen.

Betroffen war die Flugverbindung IR716. Diese sollte mit der IR-IBB durchgeführt werden. Aufgrund eines AOGs wurde die die IR-IBC ferry nach Wien überstellt. Beide genannten Flugzeuge sind Airbus A300B4-605R.

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