Das Wiener Theatermuseum im historischen Palais Lobkowitz wird ab dem 17. August 2025 für umfangreiche Umbau- und Modernisierungsarbeiten geschlossen. Die Maßnahmen, die bis Herbst 2026 andauern sollen, zielen auf eine Verbesserung der Infrastruktur und der Barrierefreiheit ab. Zuvor verzeichnete das Museum mit der Sonderausstellung über Johann Strauß mit über 40.000 Besuchern einen der größten Erfolge der letzten Jahre.
Der Umbau wird durch die Übernahme der Räumlichkeiten der ehemaligen Galerie Wolfrum ermöglicht, die im vergangenen Jahr stattfand. Die baulichen Maßnahmen sehen eine Neugestaltung des gesamten Erdgeschosses vor. Hier soll ein neuer musealer Rundgang als Erlebnis- und Veranstaltungsraum entstehen. Zu den weiteren geplanten Neuerungen gehören eine modernere Infrastruktur bei Garderoben und Shop, ein zweiter Eingang über die Augustinerstraße sowie die barrierefreie Erschließung aller wichtigen Bereiche. Auch das Kinderatelier und die Infrastruktur für den Wissenschaftsbereich werden modernisiert.
Der Generaldirektor des KHM-Museumsverbands, Jonathan Fine, zu dem das Theatermuseum gehört, betonte, daß der Umbau die Funktionalität und den Schutz der Sammlungen verbessern werde. Die Investitionssumme von 5,5 Millionen Euro wird aus Eigenmitteln finanziert und wurde vom Kuratorium freigegeben. Während der reguläre Ausstellungsbetrieb pausiert, ist ein vielfältiges Kulturvermittlungsprogramm geplant, das unter anderem eine Gesprächsreihe mit Theatergrößen und eine Ausstellungskooperation mit dem Burgtheater beinhaltet.
Franz Pichorner, der Direktor des Theatermuseums, sieht in dieser Investition eine Chance, das Haus als „lebendigen, inklusiven und zukunftsorientierten Kulturort“ zu positionieren. Die Modernisierung des Palais Lobkowitz markiert einen wichtigen Schritt, um das Museum den heutigen Anforderungen an Besucherservice und Zugänglichkeit anzupassen.