Der binationale Flughafen Basel-Mulhouse blickt auf ein betriebsames Geschäftsjahr 2025 zurück und festigt seine Position als wichtiger Verkehrsknotenpunkt in der Dreiländerregion. Mit einem Passagieraufkommen von rund 9,6 Millionen Reisenden nähert sich der EuroAirport damit wieder dem Rekordniveau der Vor-Pandemie-Jahre an.
Die Flugbewegungen blieben mit einem minimalen Zuwachs von 0,4 Prozent auf etwa 94.500 Starts und Landungen weitgehend stabil, was auf eine verbesserte Auslastung der Maschinen sowie den Einsatz größerer Flugzeugtypen hindeutet. Finanziell schloss der Flughafen das Jahr mit einem soliden Umsatz von 185 Millionen Euro ab, was eine stabile Grundlage für die kommenden strategischen Vorhaben bildet.
Die Geschäftsführung hat für die nähere Zukunft ein umfangreiches Investitionsprogramm angekündigt, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts langfristig zu sichern. Ein zentraler Bestandteil dieser Pläne ist die Modernisierung der Terminal-Infrastruktur sowie die Optimierung der logistischen Abläufe am Boden. Besonders im Fokus steht dabei die Verbesserung der Aufenthaltsqualität für Fluggäste und die Beschleunigung der Abfertigungsprozesse. Neben den baulichen Maßnahmen am Hauptgebäude investiert der Flughafen auch in die Digitalisierung der Betriebsabläufe, um die Effizienz der Bodenabfertigung und der Sicherheitskontrollen zu steigern.
Zusätzlich zur Passagierluftfahrt spielt der Frachtsektor eine wesentliche Rolle für die wirtschaftliche Stabilität des EuroAirports. Basel-Mulhouse dient als bedeutendes Logistikdrehkreuz für die regionale Industrie, insbesondere für die Pharmabranche, die auf schnelle und zuverlässige Transportwege angewiesen ist. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind Erweiterungen im Bereich der Frachthallen und eine Modernisierung der Kühllogistik vorgesehen. Die geplanten Infrastrukturprojekte sollen zudem die Anbindung an das Schienennetz verbessern, wobei die Realisierung des direkten Bahnanschlusses weiterhin eines der wichtigsten strategischen Großprojekte für den Standort bleibt.
Trotz der positiven wirtschaftlichen Kennzahlen bleibt die Bewältigung des Fluglärms eine operative Herausforderung. Der Flughafen steht im ständigen Dialog mit den umliegenden Gemeinden, um die Lärmbelastung, insbesondere in den Nachtstunden, durch optimierte An- und Abflugverfahren weiter zu regulieren. Zwar konnten im vergangenen Jahr bereits Fortschritte durch strengere Kontrollen der Nachtflugbeschränkungen erzielt werden, doch sieht das Management hier weiterhin kontinuierlichen Handlungsbedarf. Die Balance zwischen der wirtschaftlichen Bedeutung des Flughafens als Jobmotor für die Region und den Bedürfnissen der Anwohner bleibt somit ein zentrales Thema der Flughafenpolitik.