Wizz Air Holdings hat in ihrem Jahresbericht bekannt gegeben, dass sie eine „signifikante Entschädigung“ von Pratt & Whitney für Triebwerksprobleme erhalten haben, aber auch vor einer weiteren Zunahme der am Boden stehenden Flugzeuge warnte. Die Muttergesellschaft von Wizz Air verbuchte im letzten Geschäftsjahr einen Nettoerlös von 198,6 Millionen Euro aus Gutschriften und Entschädigungen, die auch den Vergleich mit Pratt & Whitney einschließen.
Die durchschnittliche Ausfallzeit der Triebwerke beträgt nun 300 Tage, doch die Auslieferung neuer Ersatztriebwerke soll die Wartezeit verkürzen. Es werden weitere Lieferungen erwartet, von denen die meisten bis Ende Juni 2024 eintreffen sollen, was die Gesamtzahl der Ersatztriebwerke bis zum Ende des Sommers auf über 50 erhöhen würde.
Um die Auswirkungen der Triebwerksprobleme zu mildern, hat Wizz Air die Kapazität durch Wet-Lease-Verträge erhöht und die Effizienz der A320neo und A321neo-Flotte gesteigert. Zudem wurden Leasingverträge verlängert und die Einführung neuer Flugzeuge geplant. Trotzdem bleiben derzeit 47 A320-200N und A321-200NX von Wizz Air am Boden, und bis Ende September wird erwartet, dass diese Zahl auf etwa 50 steigt. Die Airline plant vorerst keine Kapazitätserweiterung für das Geschäftsjahr 2025 und wird das gleiche Niveau wie im Vorjahr beibehalten.