Triebwerk eines A321neo (Foto: Jan Gruber).
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Wizz Air erweitert polnisches Streckennetz um drei südeuropäische Ziele

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Die Fluggesellschaft Wizz Air baut ihre Präsenz auf dem polnischen Markt für die Sommerflugsaison 2026 weiter aus. Wie das Unternehmen bekannt gab, werden drei neue Direktverbindungen von Warschau-Modlin und Krakau in beliebte europäische Urlaubsregionen aufgenommen. Vom Flughafen Warschau-Modlin aus bedient der Billigflieger künftig Varna in Bulgarien sowie das italienische Rimini an der Adria. Varna wird dabei dreimal wöchentlich angeflogen, während die Strecke nach Rimini viermal pro Woche bedient wird. Zusätzlich wird ab Krakau eine neue Route auf die griechische Insel Rhodos eingerichtet, die dreimal wöchentlich im Flugplan steht. Die Betriebsaufnahme ist für Ende Mai bis Anfang Juni 2026 vorgesehen.

Die Expansion stützt sich maßgeblich auf die neue Basis am Flughafen Warschau-Modlin, die erst im Dezember 2025 offiziell eröffnet wurde. Durch die Stationierung zusätzlicher Flugzeuge festigt Wizz Air seine Position als zweitgrößte Fluggesellschaft in Polen hinter der irischen Ryanair. Für den operativen Betrieb der neuen Strecken setzt die Airline konsequent auf den Airbus A321neo. Dieses Flugzeugmodell zeichnet sich durch eine deutlich höhere Sitzplatzkapazität im Vergleich zu älteren Modellen aus, was zur Senkung der Betriebskosten pro Passagier beigetragen hat. Die Flotte von Wizz Air gehört mit einem Durchschnittsalter von etwas mehr als 4,5 Jahren zu den jüngsten in Europa, was die Zuverlässigkeit im Flugbetrieb erhöhen soll.

Zusätzliche Marktanalysen zeigen, dass Wizz Air in Polen mittlerweile 234 Routen in 32 verschiedene Länder betreibt. Seit dem Markteintritt hat das Unternehmen fast 130 Millionen Passagiere von und nach Polen befördert. Die Wahl der neuen Ziele Varna, Rimini und Rhodos unterstreicht die Strategie, verstärkt auf den touristischen Sektor sowie auf Reisende zu setzen, die Freunde und Verwandte besuchen. In Konkurrenz zu anderen Low-Cost-Carriern und Charterfluggesellschaften versucht Wizz Air, Marktanteile durch eine aggressive Preispolitik und erhöhte Flexibilität bei der Buchung zu gewinnen. In Branchenkreisen wird zudem erwartet, dass die Fluggesellschaft im Laufe des Jahres 2026 weitere Kapazitäten von Krakau aus in Richtung Südosteuropa verlagern wird.

Die wirtschaftliche Entwicklung von Wizz Air wird durch die sogenannte „Customer First Compass“-Strategie begleitet, die eine Verbesserung des Kundenerlebnisses bei gleichzeitig niedrigen Tarifen zum Ziel hat. Trotz der Herausforderungen durch Triebwerkswartungen bei einigen Flugzeugtypen der Airbus-Familie in den vergangenen Monaten, signalisiert die Ankündigung der neuen Polen-Routen eine stabile Flottenverfügbarkeit für den Sommer 2026. Der Flughafen Krakau gewinnt dabei als zweites polnisches Standbein neben dem Hauptstadtflughafen weiter an Bedeutung für den internationalen Ferienverkehr. Mit den neuen Verbindungen reagiert die Airline auf die Prognosen eines steigenden Reiseaufkommens aus Osteuropa in Richtung Mittelmeerraum und Schwarzmeerküste.

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