Flughafen Eilat-Ramon (Foto: Jan Gruber).
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Wizz Air peilt Eilat-Comeback für März 2026 an

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Die ungarische Fluggesellschaft Wizz Air bereitet eine signifikante Expansion auf dem israelischen Markt vor. Nach Verhandlungen mit dem israelischen Verkehrsministerium wurde eine Vereinbarung getroffen, die dem Unternehmen den Aufbau von Stützpunkten sowohl am internationalen Drehkreuz Ben Gurion in Tel Aviv als auch am südlich gelegenen Flughafen Ramon bei Eilat ermöglicht.

Bereits im März 2026 soll die erste Verbindung zwischen Eilat und Budapest den Betrieb aufnehmen. In der ersten Phase sieht das Konzept die Stationierung je eines Flugzeugs an beiden Standorten vor. Während der Flugbetrieb zunächst mit ausländischem Personal startet, hat die Fluggesellschaft bereits angekündigt, mittelfristig lokales Personal in Israel zu rekrutieren.

Neben dem Ausbau der internationalen Routen plant Wizz Air den Einstieg in den israelischen Inlandsmarkt. Vorgesehen sind regelmäßige Flugverbindungen zwischen Tel Aviv und dem Flughafen Ramon, was eine direkte Konkurrenz zu den etablierten Anbietern darstellt. Das langfristige Ziel der Fluggesellschaft ist der Aufbau eines dichten Streckennetzes mit bis zu 60 täglichen Flügen. Für den Sommerflugplan 2026 ist zudem die Inbetriebnahme von zwei weiteren Flugzeugen am Standort Tel Aviv geplant, um die ganzjährige Präsenz zu festigen. Zusätzliche Branchenrecherchen ergeben, dass Wizz Air bei den Verhandlungen insbesondere auf attraktive Zeitnischen für Starts und Landungen, sogenannte Slots, gedrängt hat, um die Wirtschaftlichkeit der Routen zu optimieren.

Die Expansionspläne stoßen bei der lokalen Konkurrenz auf massiven Widerstand. Die israelischen Fluggesellschaften Arkia und Israir lehnen die Ansiedlung einer Wizz Air-Basis entschieden ab. Sie befürchten eine Marktverzerrung durch den Billigflieger und weisen auf die schwierigen Wettbewerbsbedingungen hin. Analysten der Luftfahrtbranche betonen, dass der Flughafen Ramon seit seiner Eröffnung im Jahr 2019 Schwierigkeiten hatte, ein konstantes internationales Passagieraufkommen zu generieren. Die Stationierung von Wizz Air-Maschinen im Süden des Landes wird daher vom Ministerium als strategischer Schritt gesehen, um den Tourismus in der Region Eilat zu beleben und die Auslastung der Infrastruktur zu erhöhen.

Die Umsetzung des Vorhabens hängt maßgeblich von der weiteren Sicherheitslage und den regulatorischen Rahmenbedingungen ab. Wizz Air setzt bei seinem Expansionskurs verstärkt auf moderne Flugzeuge des Typs Airbus A321neo, die eine hohe Sitzplatzkapazität bieten. Die Einigung mit der israelischen Regierung sieht zudem vor, dass Ramon als Alternative zu Tel Aviv gestärkt wird, um die Kapazitätsgrenzen von Ben Gurion zu entlasten. Experten beobachten gespannt, ob die israelische Wettbewerbsbehörde angesichts der Proteste von Arkia und Israir weitere Auflagen für den Markteintritt des Low-Cost-Carriers erteilen wird.

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