Wizz Air hat gemeinsam mit Airbus, dem Flughafen Charleroi und Moeve den erfolgreichen Abschluss eines Betriebsversuchs mit nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF) bekannt gegeben. Der Test, der über 50 Flüge mit einer Mischung aus SAF und herkömmlichem Kerosin umfasste, ist ein bedeutender Schritt in Richtung der Dekarbonisierung des Luftverkehrs. Im Einklang mit der neuen EU-Gesetzgebung, die seit Januar 2025 einen Mindestanteil von SAF vorschreibt, zeigt der Versuch, dass SAF eine praktikable Alternative zu herkömmlichen Treibstoffen darstellt und CO2-Emissionen um bis zu 90 Prozent reduzieren kann.
Neben der praktischen Umsetzung des Tests befasste sich eine Umfrage mit den Fluggästen und deren Einstellungen zu nachhaltigem Flugverkehr. Die Umfrage ergab, dass 58 Prozent der Befragten bereit wären, ihre Reisegewohnheiten aus Umweltgründen anzupassen. Gleichzeitig fordern 72 Prozent eine stärkere staatliche Unterstützung zur Förderung der SAF-Produktion. Es wurde jedoch auch deutlich, dass noch ein großes Informationsdefizit hinsichtlich der SAF-Initiativen besteht, da 74 Prozent der Befragten nicht wussten, dass das SAF-Mandat bereits 2025 in Kraft tritt. Die Ergebnisse der Umfrage verdeutlichen die Notwendigkeit einer verstärkten Aufklärung und einer klaren Kommunikation zwischen der Luftfahrtindustrie und den Passagieren.
Der Flughafen Charleroi betont seine Vorreiterrolle bei der Entwicklung der notwendigen Infrastruktur für SAF und arbeitet mit verschiedenen Partnern zusammen, um eine lokale Produktionseinheit in Wallonien zu etablieren. So soll die Verfügbarkeit von SAF erhöht und die künftige Nachfrage gedeckt werden. In Zusammenarbeit mit Airbus und Wizz Air soll die Produktion und Integration von SAF weiter vorangetrieben werden, um die europäischen Klimaziele im Luftverkehr zu erreichen.