Flughafen Belgrad (Foto: Bestalex).
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Zukunft der Wizz-Air-Basis in Belgrad ungewiss: Verhandlungen über neue regulatorische Vorgaben in Serbien

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Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air steht vor einer Grundsatzentscheidung über die Zukunft ihrer Basis am Flughafen Belgrad.

Aufgrund geänderter regulatorischer Bestimmungen der serbischen Luftfahrtbehörde für ausländische Fluggesellschaften prüft das Unternehmen derzeit den Fortbestand seiner dortigen Infrastruktur. Eine Entscheidung muss bis Ende September 2026 fallen, da zu diesem Zeitpunkt der Flugplan für den kommenden Winterbetrieb eingereicht werden muss. Wizz Air betreibt die Basis in der serbischen Hauptstadt seit 15 Jahren und beschäftigt dort eigenes Personal.

Sollte es zu einer Schließung der Basis kommen, will die Fluggesellschaft den Standort Belgrad zwar weiterhin anfliegen, das Flugangebot jedoch spürbar reduzieren. Als operative Ausweichmöglichkeit wird die Durchführung sogenannter W-Flugmuster geprüft, bei denen Flugzeuge von anderen Basen, wie etwa Skopje, über Drittziele nach Belgrad rotieren. Wizz Air dämpft jedoch die Erwartungen an dieses Modell. Aufgrund von gesetzlichen Arbeitszeitbeschränkungen der Besatzungen und den relativ langen Flugstrecken von Belgrad in Richtung Skandinavien lässt sich dieses Verfahren nur auf sehr wenigen Routen umsetzen, wodurch insbesondere die nachfragestarken Abflüge am frühen Morgen entfallen würden.

Die Verhandlungen zwischen der Fluggesellschaft und der serbischen Zivilluftfahrtbehörde verlaufen bislang ergebnislos. Ein erstes Online-Treffen, das von den ungarischen Behörden vermittelt wurde, brachte keine Annäherung. Um den Druck auf die serbische Regierung zu erhöhen, hat die Belegschaft eine von 21.000 Menschen unterzeichnete Petition an das Büro des Premierministers sowie an das Verkehrsministerium übergeben. Die Beschäftigten fordern transparente Entscheidungen und einen Kompromiss zur Sicherung der Arbeitsplätze. Die betroffenen staatlichen Stellen sowie der Flughafenbetreiber Vinci Airports äußerten sich auf Anfrage bislang nicht zu dem Konflikt.

Der Fall verdeutlicht die zunehmenden Spannungen zwischen osteuropäischen Regierungen, die ihre nationalen Fluggesellschaften – im Falle Serbiens die staatliche Air Serbia – schützen wollen, und den expandierenden Billigfliegern. Der serbische Markt hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Wachstumsfeld entwickelt, auf dem Air Serbia und Wizz Air in direktem Wettbewerb stehen. Die Einführung restriktiverer Regeln für ausländische Anbieter wird von Branchenbeobachtern daher auch als protektionistische Maßnahme gewertet, die den freien Wettbewerb im europäischen Luftraum einschränken könnte.

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