Airbus A330-200 (Foto: byeangel).
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Zwischenfall durch entzündete Powerbank auf Flug der China Eastern Airlines am Flughafen Guiyang

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Ein Brand einer externen Lithium-Ionen-Batterie in einem Handgepäckfach hat an Bord eines Verkehrsflugzeugs der China Eastern Airlines einen Rettungseinsatz ausgelöst. Der Vorfall ereignete sich am 24. Juli 2026 auf dem Flug MU2421 kurz nach der Landung auf dem internationalen Flughafen Guiyang Longdongbao in Südwestchina.

Während das Flugzeug vom Typ Airbus A320 nach dem Flug aus Lanzhou in Richtung des Terminalgebäudes rollte, geriet eine Powerbank im Handgepäck eines Passagiers in Brand. Die Kabinenbesatzung konnte das Feuer noch vor dem Aussteigen der Passagiere löschen, woraufhin die eingetroffenen Flughafenfeuerwehren die Maschine sicherten. Es wurden keine Personen verletzt, an der Kabine entstand ein leichter Rauchschaden. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Sicherheitsrisiken, die von tragbaren Energiespeichern im Luftverkehr ausgehen, und rückt die behördlichen Sicherheitsvorschriften für Lithium-Akkumulatoren erneut in den Mittelpunkt.

Verlauf des Vorfalls an Bord des Airbus A320

Nach dem Aufsetzen des Flugzeugs auf dem Flughafen Guiyang Longdongbao befand sich die Maschine auf dem Weg zur zugewiesenen Parkposition, als im vorderen Teil der Passagierkabine Rauch aus einem der Überkopfgepäckfächer austrat. Augenzeugenberichten zufolge entstand unter den Passagieren kurzzeitig Unruhe, woraufhin sich einige Personen im Gang nach hinten bewegten. Videoaufnahmen aus dem Innenraum dokumentieren das Ausbrechen von Flammen aus dem geöffneten Gepäckfach, während Mitglieder des Kabinenpersonals umgehend mit Löschmaßnahmen begannen.

Das Flugbegleitpersonal setzte Handfeuerlöscher ein und brachte den Brand unter Kontrolle, bevor die Passagiere das Flugzeug über die regulären Ausstiege verlassen konnten. Ergänzend eilten Einsatzkräfte der Flughafenfeuerwehr zur Landebahn und begleiteten das Flugzeug bis zur Standposition. Nach Angaben des Aviation Safety Network beschränkten sich die Sachschäden am Flugzeug auf leichte Verrußungen im Bereich der Gepäckablage. Die Aufsichtsbehörden leiteten eine Untersuchung ein, um den genauen Zustand des betroffenen Geräts und die Ursache der Selbstentzündung zu klären.

Gefahrenpotenzial von Lithium-Ionen-Akkumulatoren im Luftverkehr

Der Vorfall in Guiyang reiht sich in eine Serie von Zwischenfällen ein, die auf das thermische Durchgehen von Lithium-Ionen-Batterien zurückzuführen sind. Dieses chemisch-physikalische Phänomen kann durch interne Kurzschlüsse, mechanische Beschädigungen, Fertigungsfehler oder extreme Erwärmung ausgelöst werden. Bei einem thermischen Durchgehen kommt es zu einer unkontrollierten Überhitzung der Batteriezelle, bei der brennbare Gase freigesetzt werden. Diese können sich schlagartig entzünden und Temperaturen von mehreren hundert Grad Celsius erreichen. Das Löschen solcher Brände erfordert spezifische Vorgehensweisen, da die chemische Reaktion innerhalb der Zelle auch nach dem Ersticken der sichtbaren Flammen erneut aufflammen kann.

Aufgrund dieser Gefahrenlage schreiben internationale Luftfahrtorganisationen und nationale Zivilluftfahrtbehörden vor, dass Ersatzbatterien und Powerbanks ausschließlich im Handgepäck mitgeführt werden dürfen. Im Passagierraum ist eine Brandentwicklung für die Besatzung schneller erkennbar und bekämpfbar als im unzugänglichen Frachtraum. Gleichwohl zeigen Vorfälle in Gepäckfächern, dass die Unterbringung oberhalb der Sitzreihen die Entdeckung im Anfangsstadium erschweren kann.

Sicherheitsbestimmungen der China Eastern Airlines und Regulierung in China

Die Bestimmungen von China Eastern Airlines sehen vor, dass Powerbanks zwar in der Kabine transportiert, jedoch nicht in den Überkopfgepäckfächern verstaut werden dürfen. Sie sind stattdessen unter dem Vordersitz aufzubewahren, um eine ständige Beobachtung zu gewährleisten. Zudem untersagt die Fluggesellschaft das Aufladen elektronischer Geräte über externe Akkus während des gesamten Fluges. Im aktuellen Fall befand sich das Gerät entgegen dieser Vorschrift in einer Tasche im oberen Gepäckfach.

Die Zivilluftfahrtbehörde Chinas (CAAC) hatte bereits im Juni 2025 die Regeln für die Mitnahme von Powerbanks auf Inlandsflügen verschärft. Seitdem ist die Mitnahme von Geräten ohne die nationale Zertifizierung China Compulsory Certification (3C) sowie von zurückgerufenen oder unzureichend gekennzeichneten Modellen untersagt. Diese Verschärfung war die Reaktion auf vorausgegangene Brände an Bord chinesischer Verkehrsflugzeuge. So musste im März 2025 ein Airbus A320 der Hong Kong Airlines auf dem Flug von Hangzhou nach Hongkong wegen eines Aufbrandes im Gepäckfach nach Fuzhou ausweichen. Im Januar 2025 wurde ein Airbus A321 der Air Busan auf dem Flughafen Gimhae in Südkorea vor dem Start durch einen Kabinenbrand schwer beschädigt, wobei Ermittler eine Powerbank im Handgepäck als wahrscheinliche Ursache identifizierten.

Herausforderungen für Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber

Die Durchsetzung der Regelungen stellt die Luftfahrtbranche vor organisatorische Aufgaben. Das Sicherheitspersonal an den Flughäfen ist angehalten, bei den Personenkontrollen die Konformität der mitgeführten Akkumulatoren zu überprüfen. Angesichts der hohen Anzahl von Passagieren und Geräten bleibt die Vollständigkeit dieser Kontrollen jedoch eine Herausforderung. Fluggesellschaften setzen daher verstärkt auf Sensibilisierungskampagnen beim Check-in und bei den Sicherheitsunterweisungen vor dem Start, um Passagiere über die korrekte Handhabung und Verwahrung von Lithium-Batterien aufzuklären. Der Zwischenfall in Guiyang wird voraussichtlich zu erneuten Diskussionen über die Kontrollintensität und die Verstauungsvorschriften im Passagierraum führen.

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