Flughafen London-Heathrow (Foto: Jan Gruber).
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Zwischenfall in Heathrow: DHL-Frachter erleidet Heckkollision bei Landeversuch

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Ein Airbus A300-600F der DHL hat am Sonntagabend auf dem Londoner Flughafen Heathrow (LHR) bei einem turbulenten Landeversuch einen sogenannten „Tail Strike“ erlitten. Die Maschine mit dem Kennzeichen D-AEAG, die als Flug QY2212 aus Leipzig kommend ankam, schlug auf der Landebahn 09L mit dem Heck auf. Die britische Flugunfalluntersuchungsbehörde AAIB hat eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet.

Videoaufnahmen des Vorfalls zeigen, wie der Frachter, der von der DHL-Tochter European Air Transport Leipzig betrieben wird, kurz vor dem Durchstarten mehrmals hart auf der Piste aufsetzte. Während dieses Manövers berührte das Heck des Flugzeugs die Landebahn, und das Fahrwerk schlug kurzzeitig auf, bevor die Piloten die Kontrolle zurückgewannen und einen Go-Around einleiteten. Rund 20 Minuten später gelang der Crew eine sichere Landung auf der parallelen Landebahn 09R. Es gab keine Verletzten, die betroffene Piste 09L musste jedoch zwischenzeitlich für eine Inspektion gesperrt werden.

Erste Analysen deuten darauf hin, dass eine plötzliche Seitenwindböe das Flugzeug in etwa zwölf Metern Höhe destabilisiert haben könnte. Augenzeugen und Experten vermuten, dass die Piloten nach der Reduzierung des Schubs und dem Ausfahren der Spoiler das Cockpit ungewöhnlich stark nach oben zogen, um einen zu harten Aufprall des Bugfahrwerks zu vermeiden. Dieses Gegensteuern resultierte Berichten zufolge in der Kollision des hinteren Rumpfteils mit der Piste. Das Wetter am Flughafen Heathrow wurde zu diesem Zeitpunkt mit guter Sicht und variablen Windverhältnissen angegeben.

Der Airbus A300, der vor 34 Jahren als Passagierflugzeug gebaut und später zum Frachter umgerüstet wurde, ist Teil einer Flotte, die in der Vergangenheit bereits ähnliche Vorfälle verzeichnete. Nach Tail Strikes in Leipzig und Warschau im Jahr 2024 wurden bei der DHL-Tochter EAT Leipzig Maßnahmen zur Nachschulung von Flugpersonal eingeleitet. Der aktuelle Vorfall in London steht nun im Fokus der Ermittlungen zur Klärung der genauen Ursache und der Pilotenvorgehensweise.

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