Juni 25, 2020

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Juni 25, 2020

Lauda will Mütter und Schwangere kündigen

In der Lauda-Zentrale werden nun die ersten Kündigungen verteilt. Selbst Schwangere, die eigentlich geschützt sind, trifft es. Vor dem Landesgericht Korneuburg klagt das Unternehmen auf Zustimmung. Die Konzernmutter feiert zeitgleich die Aufnahme von 64 zusätzlichen Routen. Während Ryanair in einer Medienmitteilung die Aufnahme von 64 „neuen“ Strecken ab Wien feiert, werden in der Zentrale der österreichischen Tochter Lauda Kündigungen ausgeteilt. Das Bodenpersonal wird dem Vernehmen nach auf einen geringen Mitarbeiterstand reduziert, der für die Erbringung von ACMI-Dienstleistungen für Ryanair notwendig ist. Lauda-Geschäftsführer Andreas Gruber bezog zu den Kündigungen, die nun tatsächlich ausgesprochen werden, wiederholt keine Stellung und verwies stets auf die vor einigen Wochen getätigte Frühanmeldung beim Arbeitsmarktservice sowie die Medienmitteilung von vergangener Woche. Am Donnerstag soll sich in der Lauda-Zentrale auch ein fragwürdiger Vorfall ereignet haben, denn einer schwangeren Mitarbeiterin wurde das Kündigungsschreiben überreicht und anschließend soll diese zum Verlassen des Büros aufgefordert worden sein. Eigentlich wäre diese Beschäftigte durch das Mutterschutzgesetz vor Kündigung geschützt, doch dem Vernehmen nach scheint man dies nicht so genau genommen zu haben. Vor dem Landesgericht Korneuburg klagt Lauda auch auf die Zustimmung zur Kündigung in mindestens 25 weiteren Fällen, die unter das Mutterschutzgesetz fallen. Dabei handelt es sich um Schwangere und Damen in Mutterschutz, die dem fliegenden Personal angehören. In der „ersten Kündigungswelle“ soll es mindestens 15 Lauda-Beschäftigte der Hauptverwaltung in Schwechat „getroffen“ haben. Diese wurden per sofort vom Dienst freigestellt. Betroffen sind verschiedene Berufsgruppen, gar von der Pressestelle trennte sich die österreichische Ryanair-Tochter.  Schwangere und Damen in Mutterschutz sollen gekündigt werden Die

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Michael O’Leary: „Ryanair klagt gegen Lufthansa-Staatshilfe“

Michael O’Leary, Generaldirektor der Ryanair Holdings PLC, der die operativen Fluggesellschaften Lauda, Malta Air, Buzz, Ryanair DAC und Ryanair UK angehören, kündigte am Donnerstag eine Klage gegen das von der EU-Kommission bewilligte Rettungspaket für den Mitbewerber Lufthansa an. Der Konzern will vor den Europäischen Gerichtshof ziehen. „Dies ist ein spektakulärer Fall, in dem ein reicher EU-Mitgliedstaat die EU-Verträge zum Nutzen seiner nationalen Industrie und zum Nachteil ärmerer Länder ignoriert. Unter dem Vorwand von Covid-19 gewährt die Bundesregierung der Lufthansa ein Rettungspaket in Höhe von neun Milliarden Euro, das laut Aussagen des CEOs gar nicht benötigt wird. In klarem Verstoß gegen die europäischen Wettbewerbsregeln verschwendet Berlin riesige Mengen an Steuergeldern, um eine nicht wettbewerbsfähige Fluggesellschaft zu stützen, die ihr eigenes Haus in Ordnung bringen sollte, anstatt erneut zur Regierung zu laufen, um Hilfe zu erhalten. Diese und andere Rettungsaktionen werden sich auf lange Sicht verheerender auf die Zukunft der europäischen Luftfahrt auswirken als die Pandemie selbst. Dieses Rettungsgeld wird verwendet, um kleinere Konkurrenten vom Markt zu verdrängen, eben dem erschreckenden Rekord von Wettbewerbsverstößen seitens Lufthansa. Erst letzte Woche berichtete die italienische Presse, dass sich die Air Dolomiti der Lufthansa mit drei anderen Fluggesellschaften „gegen Billigfluggesellschaften zusammengetan“ habe, um Mindestpreise einzuführen. Dies folgt Berichten, dass Austrian Airlines, ebenfalls im Besitz von Lufthansa, sich darauf vorbereitet, einen Mindestflugpreis von 40 Euro festzulegen. Neben der Koordinierung eines staatlich geförderten Preissetzungskartells droht Lufthansa damit, kleinere nationale Fluggesellschaften innerhalb der Lufthansa-Gruppe zu schließen, als wären sie ihre belgischen, österreichischen und schweizerischen Geiseln, es sei denn, die

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Weeze erhält sechs Millionen Euro von Landkreis und Gemeinde

Mit sechs Millionen Euro werden der Landkreis und die Gemeinde Weeze dem Flughafen Niederrhein aus der Corona-Krise heraushelfen. Die öffentliche Hand greift dem Regionalflughafen Weeze aufgrund der Corona-Krise finanziell unter die Arme. Der Kreistag beschloss am Mittwoch die Bereitstellung der notwendigen Finanzmittel in nichtöffentlicher Abstimmung, berichtet die Rheinische Post. Nach Informationen der Tageszeitung wurden die ursprünglich vorgesehenen 3,12 Millionen um 2,22 Millionen Euro auf 5,34 Millionen Euro erhöht. Die Gemeinde Weeze steuert rund 700.000 Euro bei, so dass das Gesamtvolumen sechs Millionen Euro beträgt. Die öffentliche Hand finanziert die Beihilfen für den Airport über Kredite, die aufgenommen werden.

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Easyjet kündigt Kapitalerhöhung an

Durch die Ausgabe neuer Aktien und Sale-and-Leaseback-Geschäfte will Easyjet die Liquidität von etwa 2,4 Milliarden Pfund-Sterling auf drei Milliarden Pfund-Sterling verbessern. Der britische Billigflieger Easyjet erzielte im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust in der Höhe von 353 Millionen Pfund-Sterling. Stichtag ist der 31. März 2020, was zur Folge hat, dass die berichteten Zahlen vor den erheblichen Auswirkungen der Corona-Pandemie erzielt wurden. Der Umsatz konnte bis Ende März 2020 um 1,6 Prozent auf 2,382 Milliarden Pfund-Sterling gesteigert werden. Eine Prognose für das Gesamtjahr gab der Vorstand unter Hinweis auf die unklare Lage bezüglich der Corona-Pandemie nicht ab. Weiters wird eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Dazu gibt Easyjet neue Stammaktien von je 27 2/7 Pence heraus. Insgesamt werden knapp unter 15 Prozent des bestehenden Kapitals angeboten. Mit dieser Maßnahme will sich der orangefarbene Billigflieger rund 400 bis 500 Millionen Pfund-Sterling auf dem Finanzmarkt beschaffen. Die Mittel sollen zur Stützung des Konzerns verwendet werden. Am 14. Juli 2020 soll die Hauptversammlung über diesen Schritt entscheiden. Weiters will Easyjet die Finanzlage durch Sale-and-Leaseback-Geschäfte verbessern. Insgesamt will Easyjet 15 Maschinen mittels Sale-and-Leaseback zu Geld machen. Dabei handelt es sich um zwei A321neo, drei A320neo, drei A320ceo und sieben A319ceo. Hierfür wurden bereits verbindliche Verträge mit SMBC Aviation, JP Lease und Aero Capital Solutions abgeschlossen. Das Volumen wird seitens des Carriers mit 301 Millionen Pfund-Sterling beziffert. Insgesamt sollen die Deals bis zu 560 Millionen Pfund-Sterling in die Kasse spülen. Für weitere acht Airbus A320neo werden derzeit Verhandlungen geführt, die ebenfalls zu einem Verkauf oder Sale-and-Leaseback führen

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Brüssel genehmigt Lufthansa-Rettungspaket

Brüssel gibt grünes Licht unter Auflagen für das staatliche Rettungspaket für Lufthansa. Nun steht nur noch die Zustimmung der Aktionäre aus. Am Donnerstagvormittag erteilten die Wettbewerbshüter der EU-Kommission grünes Licht für das Rettungspaket, das Deutschland für Lufthansa geschnürt hat. Nun steht lediglich noch die Annahme durch die Aktionäre aus, wobei dies dem aktuellen Informationsstand nur mehr Formsache sein dürfte. Das Hilfspaket für Lufthansa ist nach Angaben der EU-Kommission an diverse Bedingungen geknüpft. Unter anderem dürften bis auf weiteres keine Mitbewerber aufgekauft werden und auch keine Dividenden an die Aktionäre ausbezahlt werden. In Frankfurt am Main und München müssen Slots an Wettbewerber abgegeben werden.

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Österreich erlässt Reisewarnung für NRW

Nach dem Tönnies-Skandal und dem damit verbundenen „Lock down“, den zwei deutsche Landkreise angeordnet haben, erlässt das österreichische Außenministerium nun eine Reisewarnung der Stufe 5 für das Bundesland Nordrhein-Westfalen. In der Folge dessen, dass unter den Beschäftigten des Fleischwarenfabrikanten Tönnies mehr als 1.500 positive Corona-Fälle festgestellt wurden und bereits zwei Landkreise den „Lock down“ verhängt haben, sprach Österreichs Außenministerium am Donnerstag eine partielle Reisewarnung der Stufe 5 für das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen aus. Österreich warnt damit vor Reisen in die betroffene Region Deutschlands und fordert Österreicher, die sich dort aufhalten, zur Rückreise in ihr Heimatland auf. An den Einreisebestimmungen haben derweil weder die Republik Österreich noch die Bundesrepublik Deutschland Veränderungen vorgenommen. Auch wurde von österreichischer Seite bislang kein Landeverbot für Passagierflüge, die in Nordrhein-Westfalen starten, ausgesprochen. Die heimischen Behörden beobachten derzeit die Lage im Nachbarland.

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Qantas flottet Boeing 747-400 aus

Der Wiedereinsatz der 12 Airbus A380 könnte frühestens in drei Jahren erfolgen. Indes muss das Unternehmen 6.000 Mitarbeiter abbauen. Das Oneworld-Mitglied Qantas teilte am Donnerstag mit, dass aufgrund der Corona-Krise rund 6.000 Stellen abgebaut werden müssen. Firmenchef Alan Joyce wird in einer Medienmitteilung mit den Worten zitiert, dass der Carrier kurzfristig eine kleinere Fluggesellschaft wird. Australien legte erst vor wenigen Tagen fest, dass die Grenzen zumindest bis Jahresende weitgehend geschlossen bleiben. Auch internationale Flüge werden noch für einige Monate weitgehend untersagt. Hoffnung besteht lediglich, dass mit Neuseeland ein Abkommen, das freies Reisen ermöglicht, abgeschlossen werden kann. Für Qantas und andere Fluggesellschaften des Kontinents hat dies dramatische Folgen. So muss das Oneworld-Mitglied mindestens 100 Flugzeuge für etwa ein Jahr auf dem Boden halten. Die Maschinen des Typs Boeing 747-400 werden vorzeitig die Flotte verlassen und sollen nicht mehr in den Liniendienst zurückkehren. Die 12 Airbus A380 hat man bereits in der Wüste abgestellt und eine Reaktivierung ist unklar. Laut Medienmitteilung könnte dies frühestens in drei Jahren erfolgen.

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Gutscheine: Eurowings erleidet Schlappe vor Gericht

Passagiere müssen sich nicht mit „Zwangsgutscheinen“ abspeisen lassen. Gegen einen „Aufpreis“ von 175 Euro wurde Eurowings darauf rechtskräftig vom Amtsgericht Nürtingen „aufmerksam“ gemacht. Die Fluggesellschaft Eurowings wurde vom Amtsgericht Nürtingen rechtskräftig zur Rückzahlung eines Tickets verurteilt. Zuvor hatte der Carrier dem betroffenen Reisenden lediglich einen Gutschein angeboten, den dieser allerdings nicht akzeptierte, sondern mit Hilfe von EU Flight vor Gericht zog. Eurowings spekulierte wie viele andere Airlines auch darauf, dass auf EU-Ebene eine verbindliche „Gutscheinlösung“ für Flugtickets geschaffen wird. Die deutsche Bundesregierung setzte sich dafür ein, jedoch lehnte die EU-Kommission den Vorschlag ab und stellte wiederholt klar, dass die Reisenden auch in Zeiten von Corona den Anspruch auf vollständige Rückzahlung des Tickets im Sinne des Art. 8 EU-VO 261/2004 haben. Gutscheine müssen von den Reisenden ausdrücklich nicht akzeptiert werden. Laut Berichterstattung des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ war im Fall, der vor dem Amtsgericht Nürtingen landete, eine Streichung vom 6. April 2020 auf der Strecke Stuttgart-Budapest betroffen. Der Passagier erzielt die Erstattung von der Höhe von etwa 75 Euro nicht, sondern Eurowings bot lediglich einen Gutschein an. Auch nach ausdrücklicher Ablehnung zahlte die Lufthansa-Tochter den Flugpreis nicht aus. Der Betroffene zog mit Hilfe von EU Flight vor Gericht. Das Amtsgericht Nürtingen verurteilte ohne mündliche Verhandlung die beklagte Partei, Eurowings, zur Zahlung des Ticketpreises von 75,99 Euro zuzüglich der Verfahrenskosten in der Höhe von 175 Euro. Das Urteil ist mittlerweile rechtskräftig.  Gegenüber dem „Spiegel“ erklärte ein Sprecher der Fluggesellschaft, dass der Erstattungsantrag ursprünglich abgelehnt wurde und dem Passagier Umbuchung oder ein Gutschein angeboten

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