Juli 14, 2020

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Juli 14, 2020

Virgin Atlantic ohne Staatshilfe gerettet

Die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic konnte ein 2,3 Milliarden Euro schweres Rettungspaket mit Aktionären, Investoren und Gläubigern vereinbaren. Dieser soll zum Erhalt des Carriers und zur Neuaufstellung für die Zukunft beitragen. Der Löwenanteil der Finanzmittel wird von den Teilhabern Virgin Group und Delta Air Lines aufgebracht. Viele Gläubiger sollen einem Zahlungsaufschub von Krediten und sonstigen Verbindlichkeiten zugestimmt haben. Gleichzeitig spart Virgin Atlantic sowohl beim Personal als auch bei der Flotte. Etwa 3.500 Beschäftigte werden abgebaut und die Übernahme bestellter Neuflugzeuge wird verschoben.

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737-Max: Boeing kassiert viele Stornos

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing kassierte allein im ersten Halbjahr 2020 355 Stornierungen für Maschinen der 737-Max-Reihe. Dies geht aus der zuletzt durch den Hersteller veröffentlichten Pipeline-Liste hervor. Aufgrund des weltweiten Flugverbots der 737-Max und den damit verbundenen Verzögerungen bei den Auslieferungen kassiert Boeing schon seit längerer Zeit Stornierungen. Durch die Corona-Krise steigerte sich dieser Trend weiter. Gleichzeitig ist ein Termin für eine mögliche Wiederzulassung nicht absehbar, da sowohl die FAA als auch die EASA weitere Nachbesserungen zur Grundbedingung gemacht haben. Grob deuteten die U.S.-Amerikaner an, dass eine positive Abnahme eventuell Anfang 2021 erfolgen könnte. Die Anzahl der ausgelieferten Flugzeuge war bereits im Vorjahr wegen der Miesere rund um die 737-Max rückläufig. Die Corona-Krise führte jedoch dazu, dass im zweiten Quartal 2020 lediglich 20 Flugzeuge an Kunden übergeben werden konnten.

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Verhaftungen nach Drohung gegen Buzz-Flug

Die Ryanair-Tochter Buzz auf am 13. Juli 2020 auf der Strecke Krakau-Dublin mit einer Bombendrohung konfrontiert. Eingesetzt wurde die SP-RSQ, die von der polnischen Airline im Auftrag der irischen Konzernschwester als FR1902 im Einsatz war. Ryanair bestätigte, dass an Bord in einem Waschraum ein Blatt Papier mit einer Bombendrohung angebracht war. Die Piloten entschieden sich daraufhin zur Landung in London-Stansted. Dieser Airport ist standardmäßig mit Spezialkräften ausgerüstet und das britische Kompetenzzentrum im Falle von Entführungen und Bombendrohungen. Wenn möglich soll in dieser Region bei derartigen Notfällen aufgrund der vorhanden Infrastruktur und der Fachkräfte in Stansted gelandet werden. In Stansted konnten alle Passagiere und Besatzungsmitglieder die Boeing 737-800 unverletzt verlassen. Die Exekutive untersuchte den Mittelstreckenjet anschließend und konnte Entwarnung geben. Es wurden jedoch zwei Personen, die unter akutem Verdacht stehen, dass diese die Urheber der Drohung sein könnten, durch die britische Polizei verhaftet.

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Icelandair und Air Baltic vereinbaren Codeshares

Umfangreiches Abkommen unterschreiben. Allerdings: Unter Umständen müssen Passagiere zwei Umstiege in Kauf nehmen. Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hält sich von Luftfahrtallianzen fern, kooperiert jedoch im Rahmen von Codeshare- und Interline-Abkommen mit zahlreichen Fluggesellschaften. Selbst fliegt man schon lange nicht mehr auf der Langstrecke, doch bietet man in Zusammenarbeit mit Partnern diverse Ziele an. Dies wird nun vertieft, denn mit Icelandair wurde ein umfangreicher Codeshare-Vertrag abgeschlossen. Für die beiden Carrier ist dies eine Win-Win-Situation, denn Air Baltic bekommt Zugang zu weiteren Langstrecken-Zielen via Keflavik und umgekehrt kann Icelandair weitere Ziele in Osteuropa und den baltischen Ländern anbieten. Einen Haken hat die Sache allerdings für die Passagiere: Unter Umständen können zwei Umstiege (in Riga und Keflavik) notwendig werden.

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Wien verzeichnet fettes Corona-Minus

Im Juni 2020 konnte der Flughafen Wien wieder einen leichten Aufwind verzeichnen, doch liegt man auch weiterhin um 95,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Insgesamt zählte man 138.124 Fluggäste. Im ersten Halbjahr 2020 nutzten 5,1 Millionen Reisende den größten Flughafen Österreichs – ein Minus um 65,3 Prozent. Die Zahl der Lokalpassagiere nahm im Juni 2020 um 94,7% ab, die Zahl der Transferpassagiere ging um 97,5% zurück. Die Flugbewegungen verzeichneten im Juni 2020 ein Minus von 89,9%. Beim Frachtaufkommen gab es ein Minus von 34,9% im Vergleich zum Juni des Vorjahres. Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien nach Westeuropa sank im Juni 2020 um 94,7%, nach Osteuropa um 94,8%. Das Passagieraufkommen nach Nordamerika ging um 100% zurück und Afrika verzeichnete ein Minus von 99,0%. In den Nahen und Mittleren Osten sank das Passagieraufkommen um 98,7%. Das Passagieraufkommen in den Fernen Osten ging im Juni 2020 um 98,3% zurück. Am Flughafen Malta ging das Passagieraufkommen im Juni 2020 um 99,5% zurück und der Flughafen Kosice verzeichnete einen Passagierrückgang um 99,0%.

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AUA flottet OE-LGB aus

Nach rund 20 Jahren Einsatzzeit wird am Mittwoch eine DHC Dash 8-400 ihre Heimreise nach Kanada antreten. Am Mittwoch verlässt die OE-LGB als nächstes Flugzeug die aktive DHC Dash 8 Flotte der Austrian Airlines in Richtung Kanada. Hierbei wird die „Tirol“ über zwei Tage lang als OS1481 von Wien aus (Start 09:00 Uhr) mit Zwischenstopp in Glasgow International, Reykjavik und Narsarsuaq nach St. John’s überstellt. Mit der Auslieferung im Mai 2000 an Tyrolean war die „Golf Bravo“ nicht nur die erste DHC Dash 8-400 Österreichs, sondern auch das bis heute nach 20 Jahren am längsten operierende Flugzeug dieses Typs in Europa. Dieser Beitrag wurde von Maximilian Gruber für Aviation.Direct verfasst.

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Emirates stockt Wien auf

Emirates macht einen Schritt in Richtung Vor-Corona-Niveau – zumindest was die Anzahl der Flugverbindungen angeht. Der Golf-Carrier wird den Flugbetrieb zu sechs weiteren Destinationen wiederaufnehmen. Dazu zählen Genf (ab 15. Juli), Los Angeles (ab 22. Juli), Dar Es Salaam (ab 1. August), Prag und Sao Paolo (jeweils ab 2. August) und Boston (ab 15. August).  Doch auch für den Standort Wien gibt es gute Nachrichten: Neben den bestehenden Flugverbindungen von Wien nach Dubai (EK128) und retour (EK127) an den Tagen Donnerstag, Samstag und Sonntag, kündigt Emirates ab dem 17. Juli einen zusätzlichen wöchentlichen Flug an, welcher jeweils am Freitag durchgeführt werden soll. „Seit der Ankündigung der Wiedereröffnung Dubais und durch die gesteigerten Flugmöglichkeiten, die wir im Zuge der schrittweisen Wiederaufnahme unseres Streckennetzes bieten, haben das Interesse und die Nachfrage unserer Kunden zugenommen. Wir arbeiten weiterhin eng mit allen Beteiligten zusammen, um den Flugbetrieb sukzessive wieder aufzunehmen und gleichzeitig sicherzustellen, dass alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit unserer Kunden und Mitarbeiter ergriffen werden“, so Adnan Kazim, Chief Commercial Officer von Emirates.

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Lufthansa Cargo vor Stellenabbau

Obwohl das Geschäft in den letzten Wochen und Monaten boomte, bleibt die Krise auch für Lufthansa Cargo nicht ohne Konsequenzen: Die Frachtfluggesellschaft mit Sitz in Frankfurt plane einen Stellenabbau, rund jeder zehnte Job sei in Gefahr. Allem Anschein nach werde in Zukunft weniger Personal als zuletzt benötigt.  „Wir gehen davon aus, dass bis 2023 weltweit rund 500 Arbeitsplätze abgebaut werden müssen, insbesondere durch das veränderte Angebot an Belly-Fracht-Routen im Zuge der Corona-Pandemie“, bestätigte ein Sprecher gegenüber dem Portal „The Loadstar“ die Meldung. Dabei waren Frachtflieger in dieser Zeit gefragter denn je. Alleine Lufthansa Cargo soll in diesem Jahr laut Insidern einen dreistelligen Millionengewinn einfahren, wie aero.de berichtet.

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Rüstung: Milliardenauftrag für Boeing

Boeing hat wieder Grund zur Freude: Nachdem die 737 Max vor wenigen Wochen den ersten Zulassungsflug absolviert hat, fährt der US-Flugzeugbauer einen milliardenschweren Deal ein. Konkret einigte man sich mit der US-Luftwaffe auf den Bau von acht F-15EX-Kampfflugzeuge um 1,2 Milliarden Dollar.   Schon im nächsten Jahr sollen die ersten beiden Exemplare übergeben werden, wie handelsblatt.com berichtet. Dabei soll es nicht bei diesem Auftrag bleiben: Über fünf Jahre hinweg wolle die US-Luftwaffe ihre schon in die Jahre gekommene Flotte austauschen. „Das digitale Rückgrat, die offenen Missionssysteme und die großzügige Nutzlastkapazität der F-15EX passen gut zu unserer Vision einer künftigen netzfähigen Kriegsführung“, so Will Roper, stellvertretender Sekretär der US-Luftwaffe für Akquisition, Technologie und Logistik.

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United kehrt nach Bayern zurück

Von München über den großen Teich: Ab sofort nimmt die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines ihre Flugverbindung nach Washington wieder auf. United Airlines ist damit die erste Airline aus den Vereinigten Staaten, die den Flughafen München wieder anfliegt. Damit setzt man einen weiteren, kleinen Schritt in Richtung Normalität. Dabei startet dreimal in der Woche – freitags, sonntags und montags – eine Boeing 787-9 in die amerikanische Hauptstadt. Geplant sei überdies auch, ab August wieder dreimal wöchentlich Fluggäste von München aus nach Newark zu befördern, wie der Airport mitteilt. „Wir freuen uns sehr darüber, dass United Airlines wieder bei uns startet. Der Neustart unserer amerikanischen Partner erweitert das transatlantische Flugangebot und stärkt damit die Drehkreuzqualität unseres Flughafens“, so Flughafenchef Jost Lammers.

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