
Gastkommentar: Leidtragende sind das fliegende Personal
Liebe Community, … seit Beginn der Fliegerei wurde mit dem Piloten- & Flugbegleiter Beruf ein gewisser Charm wie im Film “Catch me if you can” versprüht. Flugkapitäne und Stewardessen in Designer Uniformen, welche um die Welt jetten und dabei einen etwas höheren Lebensstandard genießen können. Heute New York, Morgen Tokio und die nächsten 5 Tage auf Barbados verbringen … Viele junge Schulabsolventen glauben noch an dieses veraltete Image, und denken, Sie könnten vor ihrem eigentlichen Berufswunsch erstmal die Welt entdecken. Dabei wird einigen erst nach einiger Zeit bewusst, dass das “Jetset”-Leben auch seine Kehrseite hat. Hatte man in den 80er Jahren nach jedem Flug noch 2 Tage frei, so erlauben es die EASA Richtlinien heute bis zu 7 Tage am Stück zu fliegen. Gerade gesellige Menschen, die im Familien oder Freundeskreis an Wochenenden etwas unternehmen konnten, haben es zunehmend schwer. Neben Alkoholverbot und Standby, Check-In / Check-out Zeiten an 7 Tagen rund um die Uhr verteilt ist es nicht gerade einfach, noch Termine mit Freunden/Familie zu finden, an denen man sich trifft. Auch kann man das Niveau der Vergütung mit dem Verfall der Ticket-preise gleichsetzen. Kostete ein Ticket von Zürich nach Hamburg vor 5 Jahren noch um die 150eur, so kann man heute bereits für unter 100eur ein Ticket bekommen. Im gleichen Zeitraum sind die Löhne um ca. 20% gesunken. Dies vor Allem, weil sich die Airlines gegenseitig unterbieten, um die preis-sensitive Kundschaft auf die eigene Maschine zu locken. Leidtragende hierbei sind wiederum das fliegende Personal. Neben der Verantwortung für


