Juli 27, 2020

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Juli 27, 2020

Wien weitet PCR-Öffnungszeiten aus

Aufgrund der seit Montag für die Ankunft aus insgesamt 32 Staaten verschärften Einreisebedingungen weitet der Flughafen Wien die Betriebszeiten der kostenpflichtigen PCR-Teststation ab 1. August 2020 aus. Die Republik Österreich verlangt, dass Personen, die aus den Ländern Ägypten, Albanien, Bangladesch, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, Bulgarien, Chile, Ecuador, Indien, Indonesien, Iran, Kosovo, Mexiko, Moldawien, Montenegro, Nigeria, Nordmazedonien, Pakistan, Peru, Philippinen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Senegal, Serbien, Südafrika, Türkei, Ukraine, Vereinigte Staaten von Amerika, Weißrussland sowie die Provinz Hubei (China) einreisen wollen, einen negativen PCR-Test vorlegen. Alternativ kann dieser innerhalb von 48 Stunden auf eigene Kosten nachgeholt werden. Zum Preis von 190 Euro kann die Testung im Office Park 3 des Wiener Flughafens durchgeführt werden. Die Öffnungszeiten werden ab 1. August 2020 auf täglich von 7 Uhr 00 bis 20 Uhr 00 ausgeweitet. Das Ergebnis soll binnen sechs Stunden per E-Mail an den Kunden übermittelt werden. Allerdings entbindet dies nicht mehr von der Quarantänepflicht, denn nun ist bei Einreise aus den zuvor genannten Ländern zusätzlich zur Isolation der PCR-Test vorzulegen oder innerhalb von 48 Stunden zu absolvieren. Flughafenchef Günther Ofner hofft, dass durch diese Regelung auch Flugverbote aufgehoben werden können. Ob die Behörden allerdings darauf verzichten werden, ist noch unklar. Die momentane Regelung läuft am 31. Juli 2020 aus. Wahrscheinlich gilt derzeit, dass aus dem Vereinigten Königreich kommend wieder in Österreich gelandet werden darf, da UK von der roten Liste gestrichen wurde und daher keine Quarantäne mehr notwendig ist.

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Schwere Vorwürfe gegen Samrtwings-Kapitän

Knapp über ein Jahr ist es her da sorgte die tschechische Fluggesellschaft mit einem äußerst ungewöhnlichen Flug für aussehen. Nach einem Triebwerksausfall setzten die Piloten den Flug fort und das durch „halb Europa“ ehe auf der Homebase Prag gelandet wurde. Nun erheben die staatlichen Unfallermittler schwere Vorwürfe gegen den Kapitän. Grundsätzlich müssen Verkehrsflugzeuge beim Ausfall eines oder mehrerer Triebwerke auf dem nächstmöglichen Flughafen landen. Genau das wurde auf besagtem Smartwings-Flug im August 2019 allerdings nicht gemacht. Man flog noch rund zwei Stunden mit nur einem Triebwerk und landete auf dem Zielflughafen, Prag. Der Bericht der tschechischen Ermittlungsbehörde UZPLN übt heftige Kritik am verantwortlichen Kapitän, denn dieser habe den Zwischenfall nicht der Flugsicherung gemeldet und entgegen der Vorschriften den Flug bis Prag fortgesetzt. Betroffen war Flug QS2115, der am 22. August 2019 auf Samos mit dem Ziel Prag gestartet ist. Gemäß den Unfallermittlern fiel das linke Triebwerk der Boeing 737-800 etwa 180 Kilometer von Athen entfernt aus. Anschließend sank das Flugzeug auf eine niedrigere Höhe. Nun versuchten die beiden Flugzeugführer den Neustart des Triebwerks. Dies misslang gleich zweimal. Anstatt nun die Flugsicherung über den Triebwerksausfall zu informieren und Luftnotlage zu erklären, wurde die Reise bis Prag fortgesetzt. Auf dem Weg dorthin wurde keine Meldung an das ATC erstattet. Im tschechischen Luftraum funkten die beiden Piloten „Pan Pan“, um sich Priorität bei der Landung in Prag zu verschaffen. Die Maschine war bereits fast 2,5 Stunden mit nur einem funktionierenden Triebwerk in der Luft. Dazu kommt laut den Unfallermittlern noch ein anderer Umstand:

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Malta-Air-Chef rechnet mit niedriger Nachfrage im Winter

Diarmuid O’Conghaile, Geschäftsführer von Malta Air, geht von einem äußerst nachfrageschwachen Winter aus. Das von ihm geleitete Unternehmen befindet sich mehrheitlich im Eigentum der Republik Malta, wobei die tatsächliche Kontrolle offensichtlich der Minderheitsaktionär Ryanair ausübt, denn man fliegt nahezu ausschließlich für diesen. Im Gespräch mit Times of Malta beschreibt O’Conghaile die momentane Nachfrage als schwierig, jedoch steigt die Nachfrage kontinuierlich. Dennoch müsse man Schadensbegrenzung betreiben, denn das Lock-Down-Quartal wirkte sich verheerend auf die Einnahmen aus. Das Angebot an der Homebase Luqa wurde mittlerweile auf etwa 70 Prozent hochgefahren, jedoch ist mit einer weiteren Steigerung vorläufig nicht zu rechnen. Im Winter rechnet der Malta-Air-Manager allerdings mit einer sehr niedrigen Nachfrage. Ryanair versucht hier mit besonders billigen Ticketpreisen gegenzusteuern. Derzeit befördert Malta Air im Auftrag der irischen Konzernschwester etwa 17.000 Passagiere pro Woche ab Luqa.  Er betont, dass es bei Malta Air keine Entlassungen gegeben habe. Stattdessen hat es die Bezahlung seiner 1.200 Piloten um 20 Prozent gesenkt, ein ähnlicher Schritt, den Ryanair auf Gruppenebene für Mitarbeiter in Frankreich, Irland und Großbritannien unternommen hat. In Deutschland hingegen soll es zur Schließung von Bases und Abbau von Mitarbeitern kommen. „Wir konnten unsere 2.500 Mitarbeiter in Jobs halten. Wir sind der Meinung, dass dies sehr positiv ist, da die Luftfahrtindustrie insgesamt voraussichtlich bis zum Ende der Pandemie zwischen 80.000 und 100.000 Arbeitnehmer abbauen wird“, so Diarmuid O’Conghaile gegenüber Times of Malta.

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UK überrascht mit neuer Quarantäne

Durchaus eiskalt erwischt hat es britische Urlauber, die sich momentan in Spanien aufhalten. Die Regierung des Vereinigten Königreichs führte mit sofortiger Wirkung eine 14-tägige Quarantäne ein. Dies hat auch Folgen für die Luftfahrt. Ryanair rechnet mit einem Einbruch der Nachfrage zwischen den beiden Staaten. Die Tui Group stricht bereits alle Verbindungen vom Vereinigten Königreich aufs spanische Festland. Lediglich die Balearen und Hannover werden weiterhin angeflogen. Nach Angaben des Unternehmens soll es allerdings nicht dazu kommen, dass britische Urlauber standen, denn bis etwa 9. August 2020 will man sieben bis acht Rückflüge pro Woche durchführen. Anschließend hofft man, dass auch wieder Urlauber nach Spanien gebracht werden können. Die Regierung des Vereinigten Königreichs führte am Wochenende überraschend eine 14-tägige Quarantäne für Reisende, die sich zuletzt in Spanien aufgehalten haben, ein. Da es keinerlei „Schutzfrist“ gab, sind nun alle betroffen. Österreich hingegen stufte Großbritannien hinsichtlich der Reisewarnung von sechs auf vier herab.

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Lufthansa: Brussels fliegt für Ocean

Ab Ende September 2020 wird Brussels Airlines ab Frankfurt am Main in Richtung Namibia abheben. Die Durchführung erfolgt im Auftrag des neuen Lufthansa-Projekts „Ocean“, das zahlreiche bisherige Marken zusammenführen soll. Auch eigenes AOC und eigene OL sind bereits beim Luftfahrtbundesamt beantragt. Die touristische Langstrecke soll künftig gebündelt werden und durch die neue Plattform Ocean betrieben werden. Diese soll sich am Vorbild Edelweiss Air orientieren und im Full-Service-Segment angesiedelt werden. Derzeit hat man einen regelrechten Flickenteppich, denn unter dem Eurowings-Brand flogen SunExpress Deutschland und Brussels Airlines und Lufthansa setzte auch auf CityLine und SunExpress Deutschland. Der lokale Ableger des Joint-Ventures mit Turkish Airlines wurde bereits in die Liquidation geschickt. Das Portal Aero.de berichtet, dass der Einsatz von Brussels-Airlines-Langstreckenflugzeugen nur eine Übergangslösung sein soll. Mittelfristig soll Ocean als Wetlease-Plattform dienen und somit die Maschinen selbst betreiben. Mit der Vereinigung Cockpit soll hierzu bereits vereinbart worden sein, dass Piloten von SunExpress Deutschland und Brussels Airlines zu Ocean übertreten können. Unter welchem Brand das Projekt auftreten wird, ist noch offen. Jedenfalls wird man sich auf München und Frankfurt am Main konzentrieren. Damit erhöht die Lufthansa Group auch den Druck auf die einstige Tochtergesellschaft Condor. Mit der Neugründung umgeht der Kranich auch eine ganz andere Angelegenheit, denn im Zuge der milliardenschweren Staatshilfe sind Zukäufe derzeit tabu. Neugründungen sind in den Verträgen allerdings nicht ausgeschlossen.

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Boeing 737 mit Rostproblemen

Die US-Luftfahrtbehörde und Boeing werden wohl keine guten Freunde mehr. Denn jetzt stellt die FAA fest, dass ältere 737-Maschinen, die länger als eine Woche nicht geflogen wurden, zu einer Sonderinspektion müssen. Grund dafür sei ein Ventil im Triebwerk, welches schon nach kurzer Zeit anfangen kann zu rosten. Dies könne im schlimmsten Falle zu Triebwerksversagen führen. Im Zuge der Corona-Zwangspause und der Stilllegung etlicher Flugzeuge seien rund 2000 Maschinen dieser Baureihe davon betroffen, wie handelsblatt.com berichtet. Der US-Flugzeugbauer habe die Fluggesellschaften auch schon darüber in Kenntnis gesetzt und dazu geraten, die Ventile vorsichtshalber noch einmal zu checken.    Bei Bedarf könne man auch beim Austausch der Teile auf den Airbus-Rivalen zählen.

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Virgin fährt den Flugbetrieb wieder hoch

Während der Corona-Zeit ging es bei Virgin Atlantic drunter und drüber. Nun gibt es wieder erfreuliche Nachrichten: Der Carrier nahm am 20. Juli den Flugbetrieb wieder auf. Die britische Fluggesellschaft fliegt aber nur sehr wenige Flughäfen an – dies soll sich schon sehr bald ändern.  So sei man zuversichtlich, die Flugverbindungen nach Bridgetown, Shanghai-Pudong, San Francisco, Kalifornien und Tel Aviv-Ben Gurion Anfang August wieder anbieten zu können. Danach sollen schrittweise weitere Strecken hinzugefügt werden, wie ch-aviation.com berichtet. Die zweite Augusthälfte habe man sich auch schon im Kalender vermerkt. Da wolle man die  Transatlantikdienste vom Flughafen in Manchester wieder aufnehmen.

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DHL erweitert die Frachter-Flotte

Vier umgebaute Boeing 767-300 werden künftig für DHL Express im Einsatz sein. Damit wolle der Konzern den hohen Anforderungen gerecht werden und die Modernisierung der Interkontinentalflotte weiter vorantreiben, um künftig umweltfreundlicher zu fliegen. „Wir freuen uns sehr, weitere B767-Frachter in unserer Flotte in Betrieb zu nehmen. Das Modell 767-300F ist bereits seit vielen Jahren fester Bestandteil unseres globalen Netzwerks. Daher freuen wir uns, mit dem Kauf zusätzlicher 767-300BCF weiterhin in Boeing zu investieren. Dieses vielseitig einsetzbare Frachtflugzeug bietet uns die Möglichkeit, unsere Effizienz zu steigern und gleichzeitig unsere Umweltbilanz zu verbessern. So kommen wir den Zielen unserer Strategie 2025 Schritt für Schritt näher und stellen sicher, dass wir unseren Kunden die bestmögliche Qualität unserer Dienstleistungen bieten können“, so Geoff Kehr, SVP Global Air Fleet Management bei DHL Express.

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Bremen fordert Gehalt von Mitarbeitern zurück

Die Mitarbeiter des Bremer Flughafen haben während der Corona-Krise ihr volles Gehalt ausgezahlt bekommen – trotz Kurzarbeit. Grund dafür seien noch nicht behobene Abrechnungsprobleme beim Flughafen-Dienstleister. Nun fordert man von diesen Beschäftigten den zu viel gezahlten Teil der Vergütung zurück. Für knapp 300 Arbeitnehmer heißt es in den Sommermonaten dann wohl: einen Gang zurückschalten. Denn die zukünftigen Gehälter werden um den Rückstand schrumpfen, wie butenunbinnen.de berichtet. Dass das manche auch in finanzielle Schwierigkeiten bringen könnte, weiß auch der Airport. Deswegen könne man in solchen Fällen ein zinsloses Darlehen beantragen.  

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