August 19, 2020

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August 19, 2020

AUA: Blümel verlangt sofortige Boni-Rückzahlung

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) erhöht nun den Druck auf Austrian Airlines in Sachen der Ausschüttung von Boni in der Höhe von rund 2,9 Millionen Euro an den Vorstand und etwa 200 Manager. Nun fordert er den AUA-Vorstand um Alexis von Hoensbroech zur Rückzahlung der Ende Juli 2020 für das Jahr 2019 ausbezahlten Prämien auf. Gegenüber dem Kurier meinte das Regierungsmitglied, dass der AUA-Vorstand die Ansicht vertrete, dass die Auszahlung juristisch korrekt wäre, jedoch Blümel: “Moralisch ist die Aktion ein Schlag in die Magengrube”. Nun fordert er die sofortige Rückzahlung. „Staatshilfen für das Unternehmen in Anspruch nehmen, Mitarbeiter in Kurzarbeit zu haben und als Vorstand gleichzeitig Boni auszubezahlen, ist völlig inakzeptabel. Ich erwarte, dass der Vorstand den Bonus umgehend zurückbezahlt“, so Blümel gegenüber der Tageszeitung Österreich. 

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Staatshilfe für Lufthansa wird reduziert

Die von den Regierungen Belgiens, Österreichs und der Schweiz gewährten Staatshilfen und Kreditgarantien für Brussels Airlines, Austrian Airlines und Swiss sowie Edelweiss werden in Deutschland in Abzug gebracht. Dies hat zur Folge, dass das Volumen der deutschen Staatshilfe für Lufthansa von neun auf sieben Milliarden Euro sinkt. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds gab am Montag grünes Licht für die Rettungspakete für die Kranich-Töchter in Österreich, Belgien und der Schweiz. Die Konditionen, die seitens der drei Staaten für die Rettungspakete der jeweiligen Airlines gewährt werden, sind stark unterschiedlich.

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Finanzminister Blümel über AUA-Boni erbost

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) bezeichnet die Boni-Auszahlungen, die Austrian Airlines Ende Juli 2020 an das Management für Leistungen aus dem Geschäftsjahr 2019, das mit einem kleinen Gewinn in der Höhe von 19 Millionen Euro abgeschlossen wurde, ausbezahlt hat als “unsensibel”. Gegenüber diversen Medien und der Austria Presseagentur sagte das Regierungsmitglied, dass das Verhalten des Unternehmens “jede Sensibilität vermissen” lasse. Die Vorgehensweise, die die AUA gewählt hat, ist für ihn unverständlich. „Wir haben ein sehr gutes Paket geschnürt, um Arbeitsplätze zu sichern und dem Standort eine Perspektive zu geben. Ich erwarte, dass der AUA-Vorstand seiner Verantwortung gerecht wird, eine Lösung dafür findet und darüber hinaus, dass die ausständigen Erstattungen der Ticketpreise durch die AUA umgehend erledigt werden”, so Blümel. Doch der Minister erhält von der Opposition auch erhebliche Kritik an seinen Aussagen. So fordern die SPÖ, die FPÖ und die Gewerkschaft ein Auszahlungsverbot für Boni. Nationalratsabgeordneter Peter Wurm (FPÖ) dazu: „Während sich die Vorstände einer staatlich gestützten Airline und trotz hoher Verluste ihre Taschen mit Boni-Zahlungen vollstopfen, müssen heimische Konsumenten monatelang auf ihre Flugticketrückerstattung warten. Dies ist ein neuer Skandal den einzig und alleine die schwarz-grüne Regierung zu verantworten hat. Doch der grüne Konsumentenschutzminister Anschober hat sich bisher noch mit keinem einzigen Satz dazu zu Wort gemeldet oder sich für die Interessen der Konsumenten stark gemacht. Aufgrund der fehlenden Konsumentenschutzpolitik aus dem Ministerium zieht man als kleiner Konsument in diesem Land scheinbar den Kürzeren, doch nicht jeder kann AUA-Vorstand sein, Herr Minister! Diese Angelegenheit wurde längst zu einer Geduldsprobe für die

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Vida kritisiert AUA-Boni heftig

Rund 2,9 Millionen Euro soll die Fluggesellschaft Austrian Airlines, die von der Republik Österreich eine staatliche Unterstützung in dreistelliger Millionenhöhe sowie Kredithaftungen in Anspruch nimmt, mitten in der Coronakrise an das Management ausgeschüttet haben. Zwar betont das Unternehmen, dass es sich um Nachzahlungen für das Jahr 2019 gehandelt habe, doch die Gewerkschaft Vida kritisiert den Vorgang heftigt.  „Es kommt mir so vor, als weint Finanzminister Blümel hier über verschüttete Milch. Schließlich passiert so etwas nicht erst seit heute. Appelle an Unternehmen und Lippenbekenntnisse sind daher zu wenig. Was es endlich braucht, sind klare gesetzliche Spielregeln, dass wenn Konzerne mit Steuergeld unterstützt werden und bei den Beschäftigten gespart wird, keine zusätzlichen Boni mehr an ohnedies gut bezahlte Manager fließen dürfen“, so Vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit. „Und das gilt nicht nur für den aktuellen Anlassfall der AUA, sondern muss für die Manager aller Konzerne gelten. Die hart arbeitenden und steuerzahlenden Menschen müssen durch Finanz- und Wirtschaftskrisen oder wie jetzt durch die Corona-Krise immer an erster Stelle Einschnitte durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit hinnehmen. Als Steuerzahler müssen sie auch noch die Verluste von Unternehmen auffangen. Ihr Verständnis für Prämienausschüttungen an Manager dürfte sich somit in Grenzen halten“. Der Gewerkschafter betont, dass die Boni-Regelung zwar an Leistungen aus dem Vorjahr anknüpft und zu diesem Zeitpunkt die Corona-Krise noch nicht absehbar war, jedoch bleibe zu hinterfragen, ob solche Managementzahlungen gerechtfertigt seien, zumal auch KonsumentInnen auf die Rückerstattung ihre Ticketkosten warten und die MitarbeiterInnen reduzierte Gehälter in Kauf nehmen müssen, so Hebenstreit. „Die hart arbeitenden Steuerzahler können ihrem

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Boeing bietet Golden-Handshakes an

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing soll den Abbau von Mitarbeitern weiter vorantreiben. So versucht man in zwei Sparten Abfindungen anbieten, um die Beschäftigten zum Verlassen des Unternehmens zu bewegen. Laut Bloomberg sind die Bereiche Service und Verkehrsflugzeuge primär betroffen. Der Konzern wollte den Bericht der Agentur nicht kommentieren. In einem internen Rundschreiben wird gefordert, dass die Belegschaft auf die aktuelle Nachfrage auf dem Weltmarkt Rücksicht nehmen soll und die Sparmaßnahmen unterstützen soll. Boeing kündigte bereits im April 2020 an, dass 16.000 Mitarbeiter abgebaut werden sollen. Ende Juli 2020 wurden weitere Maßnahmen angekündigt. Derzeit geht man davon aus, dass 19.000 Stellen wegfallen werden. Nach Angaben von Boeing haben bereits etwa 6.000 Beschäftigte das Unternehmen verlassen. Auch Mitbewerber Airbus muss aufgrund der Coronakrise etwa 15.000 Jobs streichen.

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British Airways: Erste Boeing 747 ausgeflottet

Das IAG-Konzernmitglied British Airways leitet die vorzeitige Ausflottung der Boeing 747-400-Teilflotte ein. Die erste Maschine wurde am Dienstag zur Verschrottung von Heathrow nach Spanien ausgeflogen.  Die Coronakrise führt dazu, dass der ursprüngliche Plan verworfen wurde. Eigentlich wollte British Airways die Vierstrahler erst im Jahr 2024 ausflotten. Nun beschleunigte man dies und setzt künftig hauptsächlich auf Boeing 787 und AIrbus A350. Auch der “Mini-Jumbo”, Airbus A318, der auf der Strecke London City-New York im Einsatz war, hat zwischenzeitlich die Flotte verlassen. Die Route wurde in reiner Business-Class-Bestuhlung bedient und wird endgültig aufgegeben.

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Spanien kippt 206 Kündigungen bei Ryanair

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair darf in Spanien 206 Mitarbeiter vorerst nicht kündigen. Die Regierung untersagte dem Unternehmen ein entsprechendes Vorhaben unter Hinweis darauf, dass gesetzliche Bestimmungen nicht eingehalten wurden und der Carrier sich lediglich Sozialabgaben und Steuern sparen wolle. Die Angelegenheit hat eine längere Vorgeschichte, denn am 9. Jänner 2020 kündigte Ryanair insgesamt 244 spanischen Mitarbeitern auf diversen Bases. Ein Gericht kippte diese und ordnete die sofortige Wiedereinstellung an. Der Carrier habe die Gründe, die zur Schließung der Stationen und somit zu den Entlassungen geführt haben, nicht ausreichend dargelegt und weiters auch die gesetzlich vorgesehene Einbindung von Arbeitnehmervertretern missachtet. Just am Tag der Urteilsverkündung soll Ryanair neuerlich 206 Kündigungen ausgesprochen haben und neuerlich die Gewerkschaften nicht eingebunden haben. Das spanische Arbeitsministerium untersagte nun das Vorhaben. Gegen die Entscheidung kann Ryanair vor das spanische Nationalgericht ziehen. 

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Grünes Licht für SAS-Staatshilfe

Am Dienstag gab die EU-Kommission grünes Licht für das staatliche Hilfspaket für das Star-Alliance-Mitglied SAS. Schweden, Dänemark und ein Investor werden dem Unternehmen rund 1,64 Milliarden U.S.-Dollar zufließen lassen. Nun sind die Aktionäre am Zug, denn diese müssen bis zum 22. September 2020 ebenfalls ihre Zustimmung erteilen. Im Zusammenhang mit der Annahme der staatlichen Unterstützung wird SAS eine tiefgehende Restrukturierung durchführen. Auch der Abbau vieler Arbeitsplätze ist geplant.

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Kassel-Calden: Sundair streicht Palma

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Sundair streicht mit Wirksamkeit zum 19. August 2020 sämtliche Flüge nach Palma de Mallorca, die bislang ab Kassel-Calden angeboten wurden. Zwar gab es laut einem Bericht der regionalen Zeitung HNA bislang keine positive PCR-Testung, jedoch ist die Nachfrage eingebrochen. Das Unternehmen erklärte gegenüber dem Medium, dass die Flüge nach Kreta weiterhin durchgeführt werden. Auf der Palma-Strecke habe man einen starken Rückgang verzeichnet, weshalb diese nun eingestellt werden muss. Für den Flughafen Kassel-Calden, der ohnehin auch vor der Corona-Pandemie über ein nur sehr geringes Angebot verfügte, ist dies natürlich ein weiterer Rückschlag.

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Eurowings: Nachfrage eingebrochen

Aufgrund schwacher Nachfrage überarbeitet die Lufthansa-Tochter Eurowings derzeit ihre Planungen für den Herbst. Firmenchef Jens Bischof sagte in einer Videokonferenz, dass die Auslastung in den letzten Tagen um etwa ein Viertel zurückgegangen ist. Dies würde insbesondere daran liegen, dass Passagiere von Reiseveranstaltern ausbleiben. Besonders der Umstand, dass Deutschland das EU-Land Spanien zum Risikogebiet erklärt hat, wirkt sich negativ auf die Nachfrage bei Eurowings aus. So habe man unmittelbar einen Einbruch um etwa 30 Prozent verzeichnet. Noch beobachtet man die weitere Entwicklung und will noch keine Anpassungen am Flugplan vornehmen. Allerdings – so Bischof – könnten vorerst keine weiteren Maschinen reaktiviert werden. Derzeit sind 51 Flugzeuge im Einsatz und das könnte auch vorerst so bleiben, denn der Manager sieht etwa 50 Maschinen als eine realistische Flottengröße für den Winterflugplan. Für den Sommer 2021 plant Eurowings momentan mit 80 Maschinen. Auch arbeitet man an weiteren Zusatzprodukten, die Bischof als “eine Art Corona-Versicherung” bezeichnete. Nähere Details gab der Airlinechef noch nicht bekannt.

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