August 21, 2020

Weitere Artikel aus der Rubrik

August 21, 2020

AK: KLM zahlt erst nach Klage zurück

Besonders in diesen Krisenzeiten muss sich die Kundschaft der Fluggesellschaften in Geduld üben, wenn es um Ticketrückerstattungen geht. Denn aufgrund der zahlreichen Anfragen kann es zu längeren Verzögerungen kommen. So auch bei einem österreichischen Ehepaar: Die Steirer hatten direkt bei der niederländischen KLM einen Flug von Graz nach Amsterdam und retour für Anfang April gebucht. Aufgrund der Corona-Pandemie hob die Maschine aber nie ab.   Zwei Monate versuchten die Steirer selbst, die 687 Euro für die beiden Flugtickets zurückzuerhalten – ohne Aussicht auf einen Erfolg. Als der Geduldsfaden endgültig riss, wandten sie sich an den AK-Konsumentenschutz. „Wir haben sofort an die KLM geschrieben, bekamen aber auch nur Standardantworten“, so Bettina Schrittwieser, Leiterin des AK-Konsumentenschutzes. Ende Juli reichte man schließlich Klage auf Rückzahlung der Flugkosten ein. „Nach Klagseinbringung teilte die Airline mit, dass sie zahlen werde. Mitte August war das Geld da“, so die Konsumentenschützerin: „Unsere Gerichtskosten zahlten sie aber nicht. Diese klagen wir nun ein.“ Die KLM ist aber nicht die einzige Fluggesellschaft, die zurzeit geklagt wird: „Wir bereiten Klagen unter anderem gegen die Lufthansa, Ryanair, Eurowings, Emirates oder Turkish Airlines vor“, berichtet Schrittwieser. Sie alle sollen Flüge annulliert haben und würden nun die Ticketkosten nicht zurückzahlen, wie die Arbeiterkammer Steiermark mitteilt.

weiterlesen »

FACC rechnet mit Millionenverlust

Auch Flugzeugzulieferer FACC bekommt die Corona-Krise zu spüren. Vor allem im zweiten Quartal kam es zu deutlichen Rückgängen: Weil zu dieser Zeit 80 Prozent der weltweiten Flugzeugflotten über Monate am Boden blieben und Übernahmen von Neuflugzeugen verschoben wurden, blieben Flugzeugneubestellungen fast gänzlich aus. Dies wirkte sich negativ auf die Umsatzerlöse des Unternehmens aus: Im ersten Halbjahr 2020 beliefen sich auf 292,1 Millionen Euro. 26 Prozent weniger, verglichen mit den Zahlen im Vorjahr (394,9 Millionen Euro).  Darunter gelitten hat auch das Betriebsergebnis. Dieser Wert ging auf -36,9 Millionen Euro zurück (2019: -5,2 Millionen Euro). Nach Steuern lag der Verlust nach sechs Monaten bei 41 Millionen Euro. Obwohl die Lage aktuell schwierig einzuschätzen sei, traut sich das Management zu, eine Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr zu machen. So würde die Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr 2020 zwischen 500 und 520 Millionen Euro liegen. Der Verlust soll zwischen 55 und 65 Millionen Euro liegen. Generell gilt: Die nächsten Geschäftsjahre werden „fordernd“. Das Niveau, das wir vor der Corona-Krise hatten, werden wir aus heutiger Einschätzung wieder in 4 – 5 Jahren erreichen“, so Vorstand Robert Machtlinger. Deswegen droht ein massiver Stellenabbau. Im schlimmsten Fall müssten fast 700 Mitarbeiter – mehrheitlich aus Österreich –  dran glauben. Die Kurzarbeit läuft im September aus.

weiterlesen »

EU-Kommission: Grünes Licht für Brussels-Rettung

Die EU-Kommission gibt grünes Licht und genehmigt die Staatshilfe der  Lufthansa-Tochter Brussels Airlines. Die belgische Regierung darf somit dem angeschlagenen Carrier unter die Flügel greifen.  Und das tut sie auch: Bereits Ende Juli einigte man sich auf eine staatliche Unterstützung in Höhe von 290 Millionen Euro. Die restlichen 170 Millionen Euro des Hilfspakets fließen von der Muttergesellschaft. Bereits zu Wochenbeginn sei das Paket vom deutschen Rettungsschirm für Unternehmen – dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) – genehmigt worden.  „Wir sind erleichtert, dass die Staatshilfe genehmigt wurde und werden uns jetzt ganz auf die rechtzeitige Umsetzung unseres Turnaround-Plans konzentrieren. Dank der Unterstützung und des Vertrauens, das wir von unserem Aktionär Lufthansa, der belgischen Regierung und all unseren Mitarbeitern erhalten, können wir eine starke und wettbewerbsfähige Brussels Airlines mit langfristigen Perspektiven schaffen. Dafür danke ich allen Beteiligten aufrichtig“, so Dieter Vranckx, CEO von Brussels.

weiterlesen »

Lufthansa kehrt nach Friedrichshafen zurück

Ab dem 03. September geht es wieder mehrmals wöchentlich mit Lufthansa vom Flughafen Friedrichshafen nach Frankfurt. Damit verbindet die Kranich-Fluglinie den Airport wieder mit dem Drehkreuz und weltweiten Streckennetz. Zum Einsatz kommen Regionalflugzeuge des Typs Canadair Regional Jet 900 und Embraer 190.  „Der Flughafen hat sich auf die Wiederaufnahme des Flugverkehres mit diversen Hygiene-Maßnahmen vorbereitet. Der Schutz von Passagieren und Mitarbeitern hat höchste Priorität. In diesen Zeiten legt auch die Lufthansa besonders viel Wert auf das Wohlbefinden seiner Passagiere und hat daher eine Reihe von Maßnahmen getroffen, um ihre Gäste und Mitarbeiter in der aktuellen Situation zu schützen“, heißt es in der Aussendung. 

weiterlesen »

Memmingen: Ryanair nimmt Lappeenranta auf

Der Flughafen Memmingen bekommt ein neues Reiseziel – und zwar im hohen Norden. Ab Ende Oktober steht die finnische Stadt Lappeenranta auf dem Flugplan. Ryanair wird sie zwei Mal pro Woche nonstop mit Memmingen verbinden. „Das ist ein wichtiges Zeichen in dieser Zeit. Wir stemmen uns gegen den Trend und bekommen ein neues Flugziel.“ Das unterstreiche das Potential des Flughafen Memmingen, der selbst in der Corona-Krise weit geringere Einbußen als viele andere Airports hinnehmen muss. Die neue Verbindung biete zudem den Wintersportgebieten im Allgäu und in den angrenzenden Alpenregion die neue attraktive Zielgruppe finnischer Wintersportler“, so Flughafen-Geschäftsführer Ralf Schmid.

weiterlesen »

Delta: Mittelsitze bleiben nun frei

Die amerikanische Fluggesellschaft Delta Air Lines bleibt einzigartig, wenn es um Abstandsregelungen im Flugzeug geht. Denn der Carrier lässt den Mittelsitz an Bord frei. Und das auch noch länger, als bisher gedacht: Die Maßnahme wird bis mindestens 6. Jänner 2021 verlängert.  Dies würde für alle, die alleine oder zu weit reisen, gelten. „Bei Gruppen von drei oder mehr Passagieren erscheinen die Plätze in der Mitte jedoch beim Auswahlprozess, damit sie wie gewohnt gemeinsam reisen können“, heißt es in der Aussendung. Außerdem wird die Airline prinzipiell die Auslastung der Flüge begrenzen und beispielsweise nur die Hälfte der Sitze in der First Class vergeben.  Darüber hinaus hat das Unternehmen zudem den Boarding-Prozess überarbeitet. Dieser findet nun in kleinen Gruppen von je zehn Fluggästen statt. Dabei steigen zunächst die Reisenden mit Sitzplätzen im hinteren Bereich des Flugzeuges ein und anschließend diejenigen, die im vorderen Teil sitzen.  „Die Sicherheit unserer Passagiere und Mitarbeiter hat für uns oberste Priorität. Die Covid-19-Pandemie hat die Branche nachhaltig verändert. Im Rahmen unseres Delta Care Standards bleibt der Fokus auf Sauberkeit auch künftig bestehen. Wir schaffen für unsere Kunden zudem noch mehr Platz und Abstand und halten nach wie vor alle Mittelsitze frei, sodass sie auch in Zukunft beruhigt mit uns unterwegs sind”, so Thomas Brandt, Regional Manager Sales – Central and Eastern Europe bei Delta.

weiterlesen »

Halbjahr: Corona verhagelt Zürich-Zahlen

Der Flughafen Zürich zieht Bilanz: Die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres waren größtenteils geprägt von der Corona-Krise. Während im ersten Halbjahr des Vorjahres noch ein Gewinn von 143,4 Millionen Franken verzeichnet wurde, resultierte im diesjährigen Ergebnis ein Verlust von 27,5 Millionen Franken. Die Gesamterträge brachen gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 um beinahe 50 Prozent auf 310,4 Millionen Franken ein. Die Erträge im Fluggeschäft sanken dabei um 58,6 Prozent auf 130,4 Millionen Franken. „Dass die aviatischen Erträge im Vergleich zum Passagierrückgang weniger stark zurückgegangen sind, liegt daran, dass nicht alle Gebühren vom Passagiervolumen abhängig sind. So bestimmt beispielsweise die Anzahl Flugbewegungen die Landegebühren“, heißt es in der Mitteilung. Im Vergleich dazu nahmen die Betriebskosten Vorjahresvergleich um 27,7 Prozent auf 205,5 Millionen Franken ab.  Von Januar bis Juni 2020 nutzten 5,3 Millionen Passagiere den Flughafen Zürich als Ausgangs-, Umsteige- oder Zielort ihrer Flugreise, was einem Rückgang von 64,3 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht. Währenddessen verringerte sich die Anzahl Flugbewegungen im ersten Halbjahr 2020 um 55,5 Prozent auf 60.417 Starts oder Landungen. „Die Coronakrise hat die gesamte Luftfahrt und die Flughafen Zürich AG wirtschaftlich stark getroffen. Die Umsätze sind zeitweise fast vollständig eingebrochen, was sich im Geschäftsverlauf des ersten Halbjahrs widerspiegelt“, so Flughafen Zürich-CEO Stephan Widrig. Ein zuverlässiger Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr sei aufgrund der unklaren Weiteren Entwicklung schwierig und mit großen Unsicherheiten verbunden. Dennoch: Erwartet wird ein Verlust.

weiterlesen »

Jet2 feuert 102 Piloten

Die nächste Airline muss Corona-bedingt Personal freisetzen: Der britische Billig-Flieger Jet2 möchte 102 Piloten entlassen. Die Fluggesellschaft selbst bedauere diesen Schritt zutiefst. Doch dieser sei unumgänglich, da aufgrund der ausgebrochenen Pandemie das Flugprogramm drastisch reduziert werden musste. Diesen Personalüberhang müsse man abbauen, wie ch-aviation.com berichtet. Auch der Generalsekretär der British Airline Pilots Association (BAPA) Brian Strutton meldete sich zu Wort: Diese Ankündigung würde den verzweifelten Zustand des britischen Luftverkehrssektors widerspiegeln. „Trotz enormer Anstrengungen, mit Jet2 zusammenzuarbeiten, um diese Arbeitsplätze zu retten, besteht die Fluggesellschaft auf 102 Entlassungen“, so Strutton. Vonseiten der Regierung wird zudem mehr staatliche Unterstützungen für die Branche gefordert.

weiterlesen »

Deutschland: Reiseveranstalter streichen Spanien-Flüge

Nach den jüngst erlassenen Reisewarnungen der deutschen Bundesregierung für das spanische Festland und die Balearen haben die Reiseveranstalter TUI und DER Touristik alle Reisen in die betroffenen Gebiete vom Programm genommen. Während DER Touristik die Flüge bis zum 21. August kostenlos stornieren lässt, sei dies bei TUI mindestens bis zum 24. August möglich. Andere Tourismus-Unternehmen, darunter Alltours und FTI, würden trotz Reiseeinschränkungen weiterhin Flugtickets anbieten. Auf Anfrage verwiesen beide Anbieter auf ein Zitat des deutschen Gesundheitsministers Jens Spahn, der in einem Interview mit dem ARD-Fernsehsender betonte, dass eine „Reisewarnung kein Reiseverbot“ sei, wie ch-aviation.com berichtet.

weiterlesen »

VC und Lufthansa erzielen Einigung

Die Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) konnten sich einigen: Und zwar auf weitere Sparmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise. Diese sollen für die Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo, Lufthansa Aviation Training sowie Teile der Germanwings Piloten gelten, wie man mitteilt.   Kostenreduktion bis Ende des Jahres  Die Vereinbarung umfasst Maßnahmen zur Kostenreduktion, die bis Ende 2020 gelten sollen. So werden ab September unter anderem die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes sowie Arbeitgeberbeiträge zur Dotierung der Altersversorgung reduziert. Für 2020 vereinbarte Tariferhöhungen werden auf Januar 2021 verschoben. Betriebsbedingte Kündigungen frühestens im zweiten Quartal 2021 Dafür erhält das Cockpitpersonal aber einen Kündigungsschutz bis zum 31. März 2021. Die deutliche Überkapazität bei den Piloten wird jedoch erheblich länger als bis März 2021 bestehen. Betriebsbedingte Kündigungen können daher nur durch Abschluss einer langfristigen Krisenvereinbarung in ihrer Anzahl begrenzt werden. In einem langfristigen Krisenpaket könnten die Kosten des Personalüberhangs beispielsweise durch eine entsprechende Arbeitszeit- und Gehaltsabsenkung für den Zeitraum der Krise kompensiert werden.  Gleichzeitig hat Lufthansa angekündigt, auf konzernexterne Neueinstellungen von Piloten in allen deutschen Flugbetrieben zu verzichten, solange Personalüberhänge bestehen. Das gilt auch für den touristischen Flugbetrieb.  „Wir weisen die Drohung von Lufthansa, betriebsbedingte Kündigungen auszusprechen, klar zurück. Nach unserer Auffassung muss eine Sozialpartnerschaft gerade auch in schlechten Zeiten zeigen, wie belastbar sie ist. Die Pilotinnen und Piloten sind bereit, einen spürbaren Beitrag zu leisten, um das gesamte Cockpitpersonal an Bord zu halten. Der Erhalt der Arbeitsplätze hat weiterhin oberste Priorität. Die VC steht in diesen schwierigen Zeiten hinter der Lufthansa. Umgekehrt erwarten wir vom

weiterlesen »