August 25, 2020

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August 25, 2020

Deutschland könnte kostenlose PCR-Tests abschaffen

Nachdem viele Länder Kapazitätsengpässe vermeldeten, rudert der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn nun zurück: Reiserückkehrer werden sich wohl nicht mehr kostenlos auf den neuartigen Covid-19-Erreger testen lassen können.  Darüber hinaus soll auch die erst seit kurzem geltende Testpflicht bei der Einreise aus Risikogebieten abgeschafft werden. Derartige Vorschläge legten die Minister während einer Schaltkonferenz vor. Man bereue nach wie vor nicht, dass im Sommer die Tests für Reisende ausgeweitet worden seien, so Spahn nach dem Gespräch. Es herrsche gleichzeitig aber auch Konsens, dass mit Ende der Rückreisewelle die Kapazitäten wieder stärker im Bereich Pflege und Krankenhäuser genutzt werden sollten. An der 14-tägigen Quarantänepflicht bei der Einreise aus einem Risikogebiet soll dies aber nichts ändern, wie es in der „Tagesschau“ heißt. Diese kann erst vorzeitig beendet werden, wenn man einen negativen Covid-19-Test vorweisen kann. Akzeptiert werden nur jene, die frühestens fünf Tage nach der Einreise gemacht wurden.

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Qantas-A380 fliegt mit neuer Kabine in die Wüste

Wie die ganze Luftfahrtbranche muss auch Qantas zuvor aufgestellte Strategien von Bord werfen und umdenken. Die nationale Fluggesellschaft Australiens schickt nun frisch modernisierte Airbus A380-Maschinen in die Wüste Kaliforniens. Das hat sich Qantas wohl ganz anders vorgestellt: Mit neuen Kabinen ausgestattet wollte man die A380-Flotte bei den Elbe Flugzeugwerken in Dresden fit für die Zukunft machen. Dieses Modernisierungs-Programm sollte Ende 2020 abgeschlossen werden. Doch dann kam Corona. Und mit ihr die Ungewissheit, ob die A380 überhaupt noch einmal abhebt. Bis dato seien 11 Super-Jumbos auf dem „Flugzeugfriedhof“ von Victorville begraben worden, wie flugrevue.de berichtet. Auch die letzte Maschine der A380-Flotte soll bald dazu stoßen. Wann die Flieger wieder Passagiere an Bord begrüßen dürfen, steht derweil noch in den Sternen. Qantas hofft auf eine Rückkehr der A380-Flotte im Jahr 2023.

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BER: Aus Schönefeld wird Terminal 5

Der Flughafen Schönefeld wird mit der Inbetriebnahme des Flughafens Berlin Brandenburg als Terminal 5 ein Teil des BER. Bereits am 25. Oktober mit dem Wechsel vom Sommer- zum Winterflugplan erhält SXF den IATA-Code BER. Damit der Flughafen Berlin Brandenburg als Standort mit mehreren Terminals den Anforderungen gerecht wird, seien am Flughafen Schönefeld umfangreiche Um- und Ausbauten vorgenommen worden. Unter anderem eine neue Sicherheitskontrolltechnik, die Anpassung des Wegeleitsystems und die Errichtung von Flugbetriebsflächen.  „Der Flughafen Schönefeld wird als Terminal 5 fester Bestandteil des BER. Durch die Baumaßnahmen können am T5 noch einige Jahre Fluggäste gut abgefertigt werden. So kann der Flugbetrieb unter Coronabedingungen verlässlich entzerrt werden“, so Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.

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Spanien: Iberostar gründet Langstrecken-Airline

Man muss schon sehr mutig sein mitten in der Corona-Krise eine neue Fluggesellschaft zu gründen und mit dieser auch noch auf die Langstrecke gehen zu wollen. Der spanische Reiseveranstalter Iberostar, der bereits heute mehr als 30.000 Mitarbeiter hat, will eine eigene Airline in die Luft bringen. Unter dem Namen „World 2 Fly“ soll der Carrier mit Airbus A350 Langstreckenziele bedienen. Der Konzern mit Sitz auf Mallorca betreibt eigenen Angaben nach 120 Hotels in 19 Staaten und sieht durchaus Potential darin sich unabhängiger von externen Airlines zu machen. Gegenüber der lokalen Tageszeitung „Diario de Mallorca“ sagte man, dass die Dominikanische Republik, Kuba und Mexiko zu den ersten Zielen zählen werden. Gesichert habe man sich bereits einen Airbus A350 und befindet sich in den Verhandlungen über einen zweiten, baugleichen Langstreckenjet. Derzeit strebt Iberostar an, dass die Neugründung im März 2021 abheben soll. Gerade der Fokus auf die Long Haul ist ein mutiger Schritt, denn aufgrund internationaler Einreise- und Quarantänerichtlinien ist gerade dieses Segment besonders hart von der Coronakrise getroffen. Einst hochprofitable Routen können zum Teil überhaupt nicht mehr bedient werden oder haben eine so geringe Nachfrage, dass das Fliegen wirtschaftlich keinen Sinn macht.

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Reichlich spät: BER denkt über Shuttlebus nach

Weltweit gesehen gibt es an fast allen Flughäfen, deren Terminals sehr weit voneinander entfernt sind, kostenfreie Beförderungsmöglichkeiten. Beispielsweise Busse, an manchen Airports gibt es bahnähnliche Angebote. Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel, doch am Flughafen BER zeigt sich nun eine absurde Diskussion. Die Abfertigungsgebäude des heutigen Schönefeld-Airports werden nach der Inbetriebnahme der BER-Gebäude als Terminal 5 geführt. Dazu passte die Betreibergesellschaft bereits die Bezeichnungen der Gates an. Die Krux an der Sache ist aber, dass die Terminals 1+2 sowie 5 äußerst weit voneinander entfernt liegen. Vereinfacht gesagt am jeweils anderen Ende vom Gelände. Daher ist es notwendig diese mit einem Verkehrsmittel miteinander zu verbinden, um Umsteigern den Wechsel der Abfertigungshalle zu ermöglichen. Oder noch viel simpler: Es kommt immer wieder vor, dass Reisende versehentlich oder in Unwissenheit zum falschen Terminal fahren. Laut einem Bericht der lokalen Zeitung MOZ war seitens des BER bislang geplant, dass der Transport zwischen den beiden Terminals mit den normalen Verbindungen des Nahverkehrs, also Bus und Schnellbahn, bewerkstelligt werden sollen. Hierfür sollten die normalen Fahrscheinpreise zu bezahlen sein. Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisierte dies heftig, denn die unterschiedlichen Tarifsysteme der beiden lokalen Verbände dürften wohl für Nicht-Berliner oder Nicht-Brandenburger, die lediglich vom einen zum anderen Terminal wollen, fast undurchblickbar sein. Die Interessensvertretung fordert daher unmissverständlich, dass die Flughafengesellschaft einen kostenlosen Shuttlebus, wie an den meisten Großflughäfen üblich, einrichten soll. Hierbei verweist man auch darauf, dass dies international Standard ist und machte damit einen Seitenhieb darauf, dass sich der BER stets als Großflughafen in der Öffentlichkeit vermarktet. Nun reagierte auch

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Umbuchungen: Die Tarifdifferenz wird immer fällig

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa und ihre Töchter Swiss, Brussels Airlines und Austrian Airlines erheben bis Ende Dezember 2020 in allen Tarifklassen keine Umbuchungsgebühr. Das betrifft auch Economy Light. Allerdings kann – je nach gebuchtem Tarif – dennoch eine Aufzahlung anfallen, wenn der neue Flug teurer ist. Die Airlines der Lufthansa Group und viele Mitbewerber könnten sich bei vielen potentiellen Kunden das Vertrauen durch die laut Bundesverband Verbraucherzentrale absichtliche Missachtung der gesetzlichen Frist für die Rückerstattung von Tickets, die aufgrund der Coronakrise nicht genutzt werden konnten, verspielt haben. Noch immer warten tausende Kunden auf die Rückzahlung ihrer Ticketgelder. Die Tarife, die nun als „flexibel“ beworben werden, bedeuten lediglich, dass bei einer Umbuchung die pauschale Gebühr, die sonst für diesen Vorgang erhoben wird, nicht anfällt. Eine eventuelle Tarifdifferenz ist weiterhin aufzuzahlen und wenn der neue Flug günstiger ist gibt es kein Geld zurück. Davon ausgenommen sind erstattbare Flexi-Tarife, die in den Bestimmungen explizit vorsehen, dass keine Aufzahlung anfällt. Insofern ist die „neue Flexibilität“, die von der Lufthansa Group nun erneut beworben wird, nur sehr beschränkt zutreffend. Lediglich die Pauschalgebühr, sie sonst zusätzlich zur Tarifdifferenz verrechnet wird, ist zumindest bis Ende Dezember 2020 nicht zu entrichten. 

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Lufthansa: Loungezutritt gegen Bezahlung

Ab sofort können Lufthansa-Passagiere mit einem Economy-Class-Ticket die Lounges in Frankfurt am Main und München gegen Bezahlung einer Eintrittsgebühr in der Höhe von 39 Euro nutzen. Die Bezahlung erfolgt vor Ort mit Kreditkarte. Der Carrier weist darauf hin, dass „Buy-in“ derzeit nur in Frankfurt und München möglich ist, wenn in der jeweiligen Kranich-Lounge ausreichende Kapazitäten verfügbar sind. Vom „Einkaufen“ ausgenommen sind die First Class Lounges, die laut Lufthansa weiterhin Reisenden der Ersten Klasse und HON-Circle-Mitgliedern vorbehalten ist. Die österreichische Tochtergesellschaft Austrian Airlines hält ihre Lounges am Flughafen Wien-Schwechat weiterhin geschlossen. Passagiere mit Status oder Business-Ticket können den momentan einzigen exklusiven Wartebereich, Sky Lounge Schengen, nutzen. Ein Sprecher sagte dazu: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unsere eigenen Lounges wieder öffnen zu können.“

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Ryanair: Buchungslage in Irland „furchtbar“

Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat offenbar ausgerechnet im Heimatmarkt Irland ein Absatzproblem. Konzernchef Michael O’Leary erklärte in einem Interview, dass die Buchungszahlen im Inselstaat furchtbar wären. Dies führt er auch auf die durchaus sehr strengen Quarantänebestimmungen zurück. In Deutschland und Italien hingegen verzeichnet Ryanair eine wachsende Nachfrage, die er auf die kostenfreien Testungen nach der Rückkunft zurückführt. Die verschiedensten Reiseeinschränkungen und komplizierten Einreisebestimmungen vieler europäischer Staaten hält Michael O’Leary würden die gesamte Airline-Branche schwer treffen. Indes erklärte Betriebsleiter Neal McMahon in einem Gespräch mit Reuters, dass der ursprünglich vorgesehene Personalabbau kleiner ausfallen wird. Grund dafür ist, dass man sich in zahlreichen Ländern auf Sparpakete einigen konnte. Mit Stand vom 21. August 2020 hätten konzernwert 97 Prozent der Piloten und 90 Prozent des Kabinenpersonals die so genannten Paycuts und Änderungen an ihren Arbeitsverträgen akzeptiert. Im Mai 2020 sagte Michael O’Leary, dass Ryanair höchstwahrscheinlich rund 3.000 Mitarbeiter des fliegenden Personals abbauen muss. Konkret sagte er auch, dass es jene treffen werde, die den Änderungen und den damit verbundenen Lohnkürzungen, die durchaus 20 Prozent ausmachen, nicht zustimmen. So geschehen auch bei der Tochtergesellschaft Lauda: Sämtliche fliegenden Mitarbeiter, die in Österreich ihre Zustimmung zum neuen Kollektivvertrag nicht erteilt haben, wurden gekündigt. Bei dieser Gelegenheit fuhr man auch gleich mit dem „Eisenbesen“ durch die Verwaltung und trennte sich auch in diesem Unternehmensbereich von vielen Beschäftigten. Lauda kündigte auch in Düsseldorf alle Mitarbeiter, die nicht mit „I accept“ geantwortet haben und dem Vernehmen nach auch weitere. In Stuttgart wurde allen Beschäftigten der „blaue Brief“ geschickt und absurderweise

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Deutschland: Reisewarnung für Varna aufgehoben

Die Bundesrepublik Deutschland adaptierte die für Bulgarien ausgesprochene Reisewarnung und hob diese für den Oblast Varna auf. Das bedeutet konkret, dass für die Urlaubsregion am Goldstrand seitens des deutschen Außenministeriums keine Reisewarnung mehr besteht. Österreich betrachtet weiterhin das komplette Staatsgebiet von Bulgarien als Risikogebiet und hält die ausgesprochene Reisewarnung aufrecht. Deutschland hat indes die höchste Stufe für einige Regionen Frankreichs ausgesprochen. Konkret betroffen sind Île-de-France und Provence-Alpes-Côte d’Azur. Die Alpenrepublik hingegen hat (noch) keine Reisewarnung für Frankreich bekanntgegeben.

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