September 14, 2020

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September 14, 2020

Wizzair-Chef kritisiert AUA-Staatshilfe heftig

József Váradi, Chef der Wizzair Group, geht davon aus, dass die Branche vor einem knallharten Winter steht. Dieser wird auch an der von ihm geleiteten Firmengruppe nicht spurlos vorbei gehen, doch gleichzeitig kritisierte er milliardenschwere Staatshilfen, die in Europa ausgeschüttet wurden. Besonders kritisch sieht er den Fall Austrian Airlines, denn seiner Meinung nach werde diese aufgrund der veralteten Flotte nie in der Lage sein das Geld zurückzuzahlen. Der österreichische Steuerzahler würde bei der AUA viel Geld vernichten. Auch in Sachen Umweltfreundlichkeit behauptet Váradi, dass Wizzair besser aufgestellt wäre und die Ökobilanz aufgrund der jüngeren Flotte besser ausfallen würde. In Wien hat der Carrier derzeit neun Airbus A320 stationiert. Weitere Maschinen fliegen von anderen Bases, beispielsweise Warschau-Chopin, aus ein. Die Coronakrise mischte die Karten am Flughafen Wien neu, denn der ungarische Billigflieger konnte seinen Marktanteil eigenen Angaben nach stark ausbauen. Im Jänner 2020 lag dieser bei acht Prozent und im August bei 15 Prozent. Zum Vergleich: Lauda und Ryanair kamen im ersten Monat dieses Jahres auf 11 Prozent und lagen zuletzt bei 25 Prozent. Marktführer war im Jänner 2020 Austrian Airlines mit 40 Prozent. Im August 2020 sank dieser auf 34 Prozent ab. Wizzair rechnet die Marktanteile an Hand der angebotenen Kapazität vor. Diese lässt aber keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Auslastung der Flüge zu. Genau dieser Wert ist momentan wesentlich interessanter als das Angebot, denn europaweit kürzen Airlines ihre Kapazitäten, da die Nachfrage äußerst schwach ist. Die Konsequenz daraus ist, dass in den Flugzeugen äußerst viele Sitze leer bleiben. Das

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Zürich baut 120 Mitarbeiter ab

Am Flughafen Zürich müssen rund 120 Mitarbeiter aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie gehen. Die bisherigen Maßnahmen wären nicht ausreichend gewesen. Der Airport beschäftigt in etwa 1.700 Menschen. Das Unternehmen bestätigte eine entsprechende Meldung des Tagesanzeigers, dass bereits 26 Kündigungen ausgesprochen wurden. Die Fluggastzahlen brachen aufgrund der Pandemie deutlich ein. Die Folge daraus ist, dass auch der Umsatz stark rückläufig ist. Der Personalabbau in Zürich ist kein Einzelfall. Es ist damit zu rechnen, dass weltweit viele Menschen, die an Flughäfen beschäftigt sind, um ihre Jobs bangen müssen.

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IAG kürzt die Kapazität erneut

Die meisten Airlines in Europa beklagen derzeit, dass die Vorausbuchungen äußerst gering sind. Nun reagiert auch die International Airlines Group und reduziert ihre Kapazitäten neuerlich. Hintergrund sind Reisebeschränkungen und Flugverbote, die angesichts steigender Infektionszahlen wieder zunehmen. Laut dem Portal FVW ist das Angebot gegenüber dem Vorjahr nun um 78 Prozent reduziert. Bei allen IAG-Konzernairlines wurden weitere Kürzungen vorgenommen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass nochmals nach unten nachjustiert werden könnte.

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Lufthansa stellt Friedrichshafen-Flüge ein

Der Flughafen Friedrichshafen erleidet einen neuerlichen Rückschlag in der Coronakrise, denn Lufthansa wird die Anbindung an das Drehkreuz Frankfurt am Main neuerlich aussetzen. Ab 1. Oktober 2020 wird diese Strecke nicht mehr bedient. Ein Kranich-Sprecher bestätigte dies gegenüber Airliners.de. Die Buchungszahlen sollen deutlich unter den Erwartungen liegen. Die Folge daraus ist, dass die Aussicht auf ein wirtschaftlich tragfähiges Ergebnis auf längere Sicht nicht in Aussicht ist. Der Bodensee-Airport verliert damit seine einzige Anbindung an ein Lufthansa-Drehkreuz.

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Wien: Office Park 4 offiziell eröffnet

Am Flughafen Wien-Schwechat wurden am Montag an die ersten Mieter des neuen Office Park 4 die Schlüssel übergeben. Der Büro- und Konferenzkomplex verfügt über insgesamt 26.000 Quadratmeter Fläche und ergänzt die schon zuvor vorhandenen Businesscenter. Entworfen wurde das neue Gebäude, das sich in der Nähe der Einfahrt befindet, vom Wiener Architekten Heinz Neumann. Die offizielle Eröffnung erfolgte am Montag in Anwesenheit von Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Wiens Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke. Für die Flughafen Wien AG waren die Vorstände Günther Ofner und Julian Jäger dabei. „Ich freue mich, dass wir in dieser herausfordernden Zeit mit dem Office Park 4 in der Airport City ein so wichtiges Signal für Wachstum, Wirtschaft und Arbeitsmarkt setzen. Der Office-Park 4 bietet Kapazitäten für weitere 2.500 Arbeitsplätze und schafft damit wichtige Impulse für die gesamte Region“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. „Der Office Park 4 ist ein beeindruckendes Zeichen dafür, dass der Flughafenbetrieb nie wirklich stillgestanden ist und hier Ideen für die Zukunft weitergeführt worden sind. Der Neubau setzt neue Maßstäbe in Hinblick auf Büroinfrastruktur und bringt Wachstumsimpulse für die Region rund um Wien. Der Flughafen Wien ist für Wien das Tor zur Welt, wichtiger Arbeitgeber und eine Lebensader für die Wiener Wirtschaft sowie für den Tourismus. Genau solche Initiativen braucht es jetzt, um die Region zu fördern und die Wertschöpfung weiter auszubauen“, sagt der Wiener Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke. „Mit dem Office Park 4 schaffen wir eine neue Arbeitswelt auf höchstem Qualitätsniveau inmitten der Airport City Vienna. Rund 2.500 Arbeitnehmer sollen hier arbeiten. Damit setzt der

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Luftfahrt: Kreditversicherer rechnet mit langem Leiden

Der Kreditversicherer Coface rechnet damit, dass sich die gesamte Transportbranche inklusive Luftfahrt nicht vor dem Jahr 2022 von den Folgen der Corona-Pandemie erholen wird. „Wir rechnen mit einem ‚langen Leiden‘ für die gesamte Luftfahrtbranche. Derzeit gibt es keinerlei Anhaltspunkte für eine rasche Erholung des Transportsektors“, erläutert Declan Daly, Regional CEO für Zentral- und Osteuropa bei Coface. „Sollte es zu einer zweiten Pandemiewelle in diesem Jahr kommen, wäre der Umsatz im 4. Quartal 2020 sogar um 57 Prozent und im 4. Quartal 2021 um 27 Prozent niedriger als Ende 2019“. Von den 13 Sektoren, für die Coface sektorale Risikobewertungen veröffentlicht, ist der Luftverkehr am stärksten betroffen: Der Umsatz dürfte im Basisszenario um 51 Prozent und im Falle einer zweiten COVID-19-Welle bis Ende 2020 um 57 Prozent zurückgehen. Der Einbruch des Reiseverkehrs führte auch zu einem starken Rückgang der Luftfrachtkapazität, da der Großteil der Fracht von Passagierflugzeugen mitbefördert wird. Der Schlüssel für eine positive Entwicklung könnte, so die Coface-Experten, in Innovationen liegen. „Auf lange Sicht werden Nachhaltigkeit und Umweltschutz die bestimmenden Herausforderungen für den Verkehrssektor und hier insbesonders für die Luftfahrt bleiben. Es wird Innovationen brauchen, die einen weniger umweltbelastenden Verkehr ermöglichen“, so Daly mit einem Ausblick.

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Boeing 737 Max: Auch EASA durchläuft Testflüge

Der Krisenflieger des US-Flugzeugbauers kommt der Wiederzulassung wieder einen Schritt näher. Nach der US-Luftfahrtbehörde FAA hat nun auch die europäische Aufsicht EASA ihre Testflüge mit der überarbeiteten Maschine abgeschlossen.  Aufgrund von Reiseeinschränkungen wegen der Covid-19-Pandemie seien die Flüge im kanadischen Vancouver durchgeführt worden, wie aero.de berichtet. In die Karten lässt man sich nicht schauen. Die Behörde gibt lediglich Informationen über die nächsten Schritte. So folgt auf die Testflüge nun die Auswertung der Flugdaten und anderer Werte. Ziel sei es, die 737 Max so schnell wie nur möglich wieder zum Fliegen zu bringen – dafür müsse die Behörde aber fest von der Sicherheit des Flugzeugs überzeugt sein.

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Rettungsplan abgelehnt: Auch LATAM blitzt vor Gericht ab

Die größte Fluggesellschaft Lateinamerikas muss einen Rückschlag vor dem Richter hinnehmen. Ein US-Gericht hat den Restrukturierungsplan abgelehnt, mit dem das LATAM-Management den angeschlagenen Carrier durch die Krise manövrieren wollte. LATAM geht das Geld aus. Die Corona-Krise liegt dem Unternehmen besonders schwer im Magen. Um den Sinkflug zu stoppen und doch noch aus der Krise zu fliegen, legten die Verantwortlichen einen Rettungsplan vor. Insgesamt 2,4 Milliarden US-Dollar sollen dem Konzern zufließen. Und zwar vom Unternehmen Oaktree Capital Management – in Form eines Kredits. Darüber hinaus sollen sich auch die Großaktionäre der Airline daran beteiligen, wie aero.de berichtet. An letzteren schieden sich die Geister: nach der Vorstellung des Airline-Managements sollte nämlich die Kapitalzufuhr in Aktien umgewandelt werden können und damit den Anteil der Großaktionäre – wie beispielsweise Qatar Airways – erhöhen. Das hätte zu einer Ungleichbehandlung der anderen Aktieninhaber geführt, befand nun der Richter. Dennoch ließ er die Möglichkeit offen, weitere Vorschläge vorzulegen, die auch regelkonform sind. Bleibt nur noch die Frage offen, ob LATAM nicht nur das Geld, sondern auch die Ideen langsam ausgehen.

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Avianca: Gericht genehmigt Rettungsdarelehen nicht

Ein Gericht schiebt dem geplanten Rettungsdarlehen der angeschlagenen Avianca einen Riegel vor und stellt sich dazwischen. Die Transaktion von umgerechnet bis zu 310 Millionen Euro für die insolvente Fluggesellschaft wurde gestoppt.  Grund dafür sei mangelnde Transparenz. Aus den vorgelegten Dokumenten sei nicht ersichtlich, unter welchen Bedingungen das Darlehen gewährt werde. Darüber hinaus würde man auch die Garantien hinter dem geplanten Darlehen geheim halten, wie das Nachrichtenportal „Aero“ berichtet. Unter diesen Umständen habe das zuständige Gericht die Notwendigkeit zum Handeln gesehen. Avianca hatte wegen des massiven Umsatzrückgangs infolge der Corona-Krise im Mai Insolvenz angemeldet. Die Holding und mehrere Tochterunternehmen beantragten eigenen Angaben zufolge Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts. Wegen der Reisebeschränkungen in der Pandemie musste die finanziell belastete Fluglinie Mitte März auch seinen regulären Betrieb weitgehend einstellen. 

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Flughafen Wien: Minus 74,7 Prozent bei Passagieren

1,1 Millionen Passagiere in der Flughafen-Wien-Gruppe und 797.716 am Standort Flughafen Wien – Rund ein Viertel des Passagieraufkommens im Vergleich zum August des Vorjahres. Die Passagierzahlen erholen sich im letzten Ferienmonat zaghaft: Das Passagieraufkommen der Flughafen-Wien-Gruppe (Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Kosice) lag im August 2020 mit 1.065.818 Reisenden um 73,8 Prozent unter den Zahlen von August 2019. Der Standort Flughafen Wien verzeichnete dabei einen Rückgang um 74,7 Prozent auf 797.716 Reisende. Das entspricht rund einem Viertel der Reisenden im Vergleich zum Vorjahr.  Kumuliert von Jänner bis August 2020 ging das Passagieraufkommen am Standort Flughafen Wien um 69,2 Prozent auf 6.464.632 Reisende zurück. Ein paar Zahlen und Fakten: Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien nach Westeuropa sank im August 2020 um 68,9 Prozent, nach Osteuropa um 81,3 Prozent. Das Passagieraufkommen nach Nordamerika ging um 91 Prozent zurück und Afrika verzeichnete ein Minus von 87,9 Prozent. In den Nahen und Mittleren Osten sank das Passagieraufkommen um 95,8 Prozent. Das Passagieraufkommen in den Fernen Osten ging im August 2020 um 98,3 Prozent zurück. Währenddessen ging das Passagieraufkommen am Flughafen Malta im August 2020 um 69,4 Prozent zurück. Außerdem verzeichnete der Flughafen Kosice einen Passagierrückgang von 82,8 Prozent – verglichen mit dem Vorjahres-Niveau.

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