September 16, 2020

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September 16, 2020

Robert-Koch-Institut: Wien ist ein Risikogebiet

Bereits seit einigen Tagen war darüber spekuliert worden, nun ist es amtlich: Das deutsche Robert-Koch-Institut erklärte am Mittwochabend die österreichische Bundeshauptstadt Wien zur Corona-Risikoregion. Das hat nun weitreichende Folgen, denn Personen, die sich in Wien aufgehalten haben, müssen nun in Deutschland 14 Tage in Quarantäne. Diese kann derzeit durch die Vorlage eines negativen PCR-Tests, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, umgangen werden. In Österreich werden für private Coronatests allerdings fürstliche Preise verlangt, so dass davon auszugehen ist, dass sich die Maßnahme der Deutschen negativ auf die Nachfrage im Flugverkehr auswirken wird. Derzeit bieten Lufthansa, Easyjet, Austrian Airlines, Ryanair, Eurowings und Wizzair Verbindungen ab Wien zu diversen deutschen Airports an. Die Auslastung war bereits in den letzten Wochen, besonders bei der AUA, eher mau. Fast alle Fluggesellschaften in Europa beklagen sich über schwache Vorausbuchungszahlen. Carsten Spohr sagte vor Mitarbeitern, dass die Lufthansa Group für Oktober 2020 weniger als 10 Prozent jener Reservierungen hat, die man im Vorjahr hatte. Die nunmehrige Einreise-Schikane der Deutschen dürfte sich nochmals nachteilig auf die Nachfrage auswirken. Deutsche Staatsbürger haben zwar die Möglichkeit die Testung nachzuholen, doch ab Oktober 2020 müssen diese auch dann fünf Tage in Quarantäne, wenn ihre binnen 72 Stunden nachgeholte Testung negativ ausgefallen ist. Die Auswirkungen auf den Flugverkehr zwischen Wien und Deutschland sind derzeit noch nicht abschätzbar. Viele Entscheidungen werden wohl stark von den Entwicklungen und Buchungen der nächsten Tage abhängen. Tipp: Unter diesem Link hat das Robert-Koch-Institut alle Regionen, die derzeit aus Sicht der Bundesrepublik Deutschland Risikogebiete sind, aufgelistet.

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Frankfurt: Lufthansa baut Touristik-Angebot aus

Lufthansa setzt ab dem Hauptdrehkreuz Frankfurt am Main im Sommer 2021 verstärkt auf touristische Ziele. Die Airline wird insgesamt 15 zusätzliche Verbindungen aufnehmen. Insgesamt wird man pro Woche etwa 70 Rotationen zu 29 Warmwasserzielen anbieten. Der Kranich setzt damit wieder verstärkt auf das Geschäft mit Urlaubern, aus dem man sich einige Jahre lang herausgehalten hat. „Noch nie haben wir so viele Urlaubsziele neu in unser Programm aufgenommen. Damit reagieren wir auf die Wünsche unserer Kunden. Die Nachfrage nach Urlaubsreisen erholt sich deutlich schneller als die nach Geschäftsreisen. Mit Lufthansa haben wir bereits eine große und langjährige Kompetenz bei touristischen Angeboten und diese bauen wir als Teil unserer Strategie nun entschlossen aus”, so Lufthansa-Vorstandsmitglied Harry Hohmeister in einer Aussendung. Der Kranich wird ab Frankfurt am Main die nachstehenden Ziele neu aufnehmen: Varna, Djerba, Lamezia Terme, Rijeka, Paphos, Hurghada, Teneriffa, Gran Canaria, Jerez de la Frontera, Preveza, Kavala, Kos, Mykonos, Chania und Korfu. Für die Operation sollen bis zu fünf zusätzliche Jets abgestellt werden.

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Berlin: Erste Rundflüge mit E-Lufttaxis

Zum Preis von 300 Euro bietet Volocopter Rundflüge mit so genannten elektrischen Lufttaxis an. Eigenen Angaben nach handelt es sich dabei um die weltweit ersten kommerziellen Flüge. Diese werden während dem Greentech-Festival in Berlin durchgeführt. Erhältlich sind zunächst 1.000 Flugscheine. Volocopter kündigt die Reservierungen nach einer Reihe erfolgreicher Flüge in Stuttgart, am internationalen Flughafen Helsinki und über Singapurs Marina Bay an. „Der Traum vom elektrischen Fliegen in Innenstädten wird in nur wenigen Jahren Alltag sein. Unsere öffentlichen Testflüge mit internationalen Zulassungen sind Beweis dafür. Wir laden nun unsere Fans ein, Pioniere zu werden und zu den Ersten zu gehören, die bald diese neue Form der Mobilität erleben dürfen“, sagt Volocopter-CEO Florian Reuter. Tickets für die ersten VoloCity-Flüge sind weltweit über die Volocopter-Reservierungsplattform für begrenzte Zeit erhältlich. „Während die endgültige Zulassung für Flugtaxis noch aussteht, setzen wir bereits unseren realistischen Zeitplan für die Aufnahme kommerzieller VoloCity-Flüge in den nächsten 2-3 Jahren um. Darüber hinaus können diejenigen, die jetzt reservieren, die neuesten Updates über unsere Fortschritte und den kommerziellen Startplan erhalten,“ sagte Christian Bauer, Chief Commercial Officer von Volocopter. Volocopter hat 2011 mit seinem „Yogaball-Flug“ erstmals Luftfahrtgeschichte geschrieben. Seitdem stellte Volocopter seine technologische Kompetenz wiederholt bei pilotierten und ferngesteuerten Flügen auf der ganzen Welt unter Beweis. Es ist das einzige Luft- und Raumfahrtunternehmen, welches elektrisch angetriebene VTOL (= Vertical Take-Off and Landing, zu Deutsch Senkrechtstarter) entwickelt und gleichzeitig eine Genehmigung als Entwicklungsbetrieb der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) innehat. Volocopter arbeitet weltweit eng mit Aufsichtsbehörden, Städten, Infrastrukturentwicklern und Anbietern von Flugverkehrsmanagementsystemen zusammen,

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Level-Marketingleiterin Milene Platzer nun beim Steffl

Bei Lauda Air und Niki galt sie als fixer Bestandteil des Inventars, ehe sie die Lauda nach der Teilübernahme durch Ryanair verlassen hatte und zu Level Europe wechselte: Milene Platzer, langjährige Marketing- und Pressechefin der von Niki Lauda gegründeten Fluggesellschaften ist nun für das Wiener Kaufhaus Steffl als Head of Marketing & Communication tätig. Wie es sich anfühlt als Angestellte einer Airline eine Insolvenz zu erleben, musste Platzer gleich zwei mal binnen kurzer Zeit mitmachen. Erst ging die Air-Berlin-Tochter Niki pleite und erst vor wenigen Wochen traf es Level Europe. Nun scheint die langjährige Luftfahrtmitarbeiterin regelrecht die Schauze voll zu haben und ist nun “am Boden” für das Steffl tätig. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung bei Steffl. Mode ist für mich persönlich ein Herzensthema und auf gesellschaftlicher Ebene stehen wir mitten in einem Veränderungsprozess. Bessere, qualitativ hochwertige und nachhaltig produzierte Mode gepaart mit einem Einkaufserlebnis, das unseren Kunden Spaß macht – darum wird es in Zukunft gehen“, so die Marketing Expertin Milene Platzer. Ihr Verantwortungsbereich bei Steffl umfasst sämtliche Marketing & Kommunikations-Agenden, sowie die Weiterentwicklung des strategischen Markenaufbaus des österreichischen Mode-Unternehmens.

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Iberia: Schnäppchentickets mit großem Haken

Das IAG-Konzernmitglied Iberia bietet noch bis zum 20. September 2020 besonders billige Flugtickets an. Der Reisezeitraum erstreckt sich bis zum 30. Juni 2020. Sowohl die Destination als auch das Datum können ohne Umbuchungsgebühr geändert werden. Allerdings kann eine etwaige Tarifdifferenz nachverrechnet werden. Die von Iberia derzeit angebotenen Preise erinnern stark an Lowcoster, denn innerhalb von Spanien wird ab 22 Euro oneway verkauft. Nach Portugal geht es ab 25 Euro, Spanien und Italien sind ab 35 Euro pro Richtung zu haben, die  USA ab 99 Euro pro Strecke und Mexiko und Puerto Rico ab 250 Euro oneway. Inselbewohner, die über eine entsprechende Residence-Card verfügen, erhalten den üblichen Rabatt zusätzlich. Die spanische Fluggesellschaft erklärt, dass bei Buchung bis zum 20. September 2020 Umbuchungen ohne Gebühr möglich sind. Es fällt allerdings gegebenenfalls die Tarifdifferenz an. Das Angebot hat allerdings einen großen Haken, der in der momentanen Situation für Reisende nicht gerade kundenfreundlich ist: Auf die Erhebung der Umbuchungsspesen wird nur dann verzichtet, wenn die Änderung mindestens 15 Tage vor dem geplanten Abflug vorgenommen wird. Wer also wenige Tage vor Abflug von neuen Einreisebeschränkungen überrascht wird, schaut mit diesem Spezialangebot von Iberia regelrecht durch die Röhre. Die günstigen Preise scheinen eher kurzfristigen Einnahmen zu diesen.

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VC spricht sich gegen Abkommen EU/Katar aus

Die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit spricht sich unmissverständlich gegen ein Luftverkehrsabkommen zwischen der Europäischen Union und Katar aus. Die EU-Kommission und der Golfstaat haben ein solches ausverhandelt. Die Unterschrift des Rats der Europäischen Union steht noch aus. Die VC ist der Ansicht, dass momentan die Unterfertigung der falsche Zeitpunkt ist. Ziel des Vertrags ist es, dass der Unionsmarkt schrittweise für Fluggesellschaften aus Katar geöffnet werden soll. Im Gegenzug würden EU-Carrier ebenfalls Erleichterungen erhalten. „In einer Phase in der viele EU-Mitgliedstaaten und ihre Steuerzahler versuchen, dem Luftverkehr in einer einmaligen Krise mit umfangreichen Überbrückungskrediten eine Zukunft zu ermöglichen, darf eine Erholung nicht noch politisch belastet werden. Der europäische Luftverkehrsmarkt und alle Mitarbeiter stehen unter erheblichen Druck infolge der noch lange existierenden Überkapazitäten. In einem solchen Moment darf die Politik kein Öl ins Feuer gießen. Wir fordern die politischen Entscheider daher auf, Verantwortung für ihre Wirtschaft und die europäischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wahrzunehmen. Sie dürfen das Abkommen vorerst nicht unterzeichnen”, erklärt Markus Wahl, Präsident der Vereinigung Cockpit.

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Trotz Einreiseverbot: Ukraine International baut aus

Mit 1. Oktober 2020 baut Ukraine International das Flugangebot weiter aus und beabsichtigt die Ziele Brüssel, Düsseldorf, London-Gatwick, Prag und Baku wieder anzusteuern. Auch sollen weitere Umsteigeverbindungen via Borispil ermöglicht werden. Allerdings ist die Anzahl der Frequenzen stark eingeschränkt, denn die Ukraine gestattet es Ausländern derzeit nur in wenigen Ausnahmefällen in das Land einzureisen. Die harte Maßnahme soll noch bis mindestens 24. Oktober 2020 aufrecht bleiben. Das hat zur Folge, dass Ukraine International eine Art Notflugplan bedient, der unter diesem Link eingesehen werden kann. Dieser soll – so das Unternehmen – auch bis zum 24. Oktober 2020 aufrecht bleiben. Was danach kommt ist noch nicht entschieden. Ukrainische Fluggesellschaften haben es derzeit besonders schwer, denn ukrainische Staatsbürger können derzeit nur in Ausnahmefällen in die Europäische Union einreisen. Umgekehrt gilt dies in die Ukraine für EU-Bürger. Das wirkt sich natürlich massiv nachteilig auf die Nachfrage aus. Viele Staaten der Europäischen Union, darunter Österreich, stufen die Ukraine weiterhin als Corona-Risikoregion ein und halten derzeit eine Reisewarnung der höchsten Stufe aufrecht.

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Hebenstreit: Trotz Staatshilfe keine Jobgarantie bei der AUA

Die österreichische Gewerkschaft Vida kritisiert, dass es bei der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines keine “nachhaltigen Jobgarantien” gibt, sondern “riesige Sparpakete im Raum stehen”. Arbeitnehmervertreter Roman Hebenstreit sieht aber ein generelles Problem in der Touristik- und Transportbranche und sieht die Regierung in der Pflicht. Der Gewerkschafter verweist darauf, dass Wien bis zum Corona-Lockdown eine wichtige Kongressstadt war und davon sowohl der Tourismus als auch Verkehrsunternehmen profitiert haben. Daran hängen viele Arbeitsplätze, die akut gefährdet sind. Hebenstreit dazu: “Jetzt stehen in Wien und in vielen anderen heimischen Städten zahlreiche Betriebe und Menschen vor einem Scherbenhaufen und müssen um ihre Existenzgrundlagen fürchten, wie etwa die 140 Beschäftigten, die in den Sacher-Hotels gekündigt werden“. Finanzminister Gernot Blümel solle nun handeln bevor es zu spät ist. “Abgesehen von den Einbrüchen im Tourismus seien auch in vielen anderen Branchen die durch Corona entstandenen Probleme noch immer nicht vollständig gelöst worden. So habe die Regierung etwa in der Luftfahrt trotz dreistelliger Millionen-Euro-Hilfe für die AUA keine nachhaltigen Jobgarantien für die ArbeitnehmerInnen zusammengebracht. Aber auch im Bahnbereich seien alle Umsätze eingebrochen, riesige Sparpakete stünden auch hier im Raum”, so der Vida-Vorsitzende, der fordert, dass Bundeskanzler Sebastian Kurz und sein Finanzminister ihre plakatierten Versprechen zu Gunsten der Arbeitnehmer und der Wirtschaft einlösen sollen.

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AUA-Chef kontert Wizzair, doch es läuft richtig mies

Erst am Montag rühmte sich Wizzair-Chef Jozsef Varadi damit, dass der von ihm geleitete Carrier den Marktanteil in Wien deutlich ausbauen konnte und jener von Austrian Airlines merklich schrumpfte. Deren Chef, Alexis von Hoensbroech, reagierte nun im Gespräch mit dem Kurier und deutete an, dass Wizzair mit leeren Flugzeugen fliegen würde. Konkret sagte er, dem Kurier dass jeder mit leeren Flugzeugen fliegen könne und Austrian Airlines mit Augenmaß fliegen würde. Weiters achte man auf eine gute Auslastung und damit die Wirtschaftlichkeit der Flüge. Doch der AUA-Manager wirft dabei ein wenig mit Steinen aus dem Glashaus, denn die Auslastung vieler Austrian-Airlines-Flüge ist derzeit katastrophal schlecht. Das trifft besonders auch den Deutschland-Österreich-Verkehr. Aviation.Direct konnte auf zahlreichen Flügen subjektiv feststellen, dass die häufig eingesetzten DHC Dash 8-400 nichtmal zur Hälfte besetzt sind. Gleichzeitig bietet auch Austrian Airlines vergleichsweise günstige Tickets an, was ein klares Indiz für eine schwache Nachfrage ist. Da Deutschland momentan durchaus konkrete Pläne verfolgt Wien zur Corona-Hochrisikoregion zu erklären, hätte dies zur Folge, dass in Deutschland erstmal Quarantäne angetreten werden muss oder ein negativer PCR-Test quasi als Beilage zur Bordkarte mitgenommen werden muss. Dies könnte sich insbesondere für Austrian Airlines und Eurowings sehr negativ auswirken und der Nachfrage einen weiteren Dämpfer verpassen. Mit kurzfristigen Anpassungen wäre daher zu rechnen. Abgesehen von zwei Textern, die sich seit jeher als regelrechte PR-Schreiber für Austrian Airlines betätigen, stets in der Sorge, dass bei kritischer Berichterstattungen keine Einladungen für Langstrecken-Events in der Business Class kommen könnten, sind sich Medien und Branchenexperten einig, dass die

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Noch heute: Deutschland erklärt Wien zum Risikogebiet

Jetzt könnte es sehr schnell gehen: Wie „Der Standard“ in seiner Online-Ausgabe berichtet, wird die deutsche Regierung die österreichische Hauptstadt auf die „rote Liste“ setzen – und das noch heute Nachmittag. Grund dafür seien die zuletzt sehr stark ansteigenden Infektionszahlen hierzulande. Bereits am Wochenende soll man die Situation genauestens beobachtet haben. Nun sehe man sich zum Handeln gezwungen. Und würde Österreich im Laufe des Tages erneut zum Corona-Risikogebiet erklären.  Wer künftig also aus Wien nach Deutschland einreisen möchte, muss einen negativen Covid-19-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, mit im Gepäck haben. Andernfalls droht eine zweiwöchige Quarantäne. 

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