September 21, 2020

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September 21, 2020

Nun wackeln schon 28.000 Jobs bei Lufthansa

Lufthansa-Chef Carsten Spohr verbrachte die letzten Tage in seinem Ferienhaus auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien und arbeitete dort gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen einen Rettungsplan für den Konzern aus. Am heutigen Montag trifft der Generaldirektor der größten Fluggesellschaft Deutschlands auf den Aufsichtsrat, dem er Rede und Antwort stehen muss. Die Lage bei Lufthansa und den meisten anderen Airlines weltweit ist fatal, denn die Nachfrage ist momentan so niedrig wie noch nie. Es kommen kaum Neubuchungen herein und schon gleich gar keine langfristigen, die jedoch für die Fluggesellschaften besonders wichtig sind, da mit den Einnahmen gearbeitet werden kann. Die Kosten sind da, jedoch frisches Geld kommt kaum in die Kassen. Auch der milliardenschwere Staatskredit könnte irgendwann aufgebraucht sein. Laut Süddeutschem Rundfunk stehen beim Kranich nun nicht mehr 22.000 Jobs akut auf der Kippe, sondern gleich 28.000, also 6.000 Arbeitsplätze sind nun zusätzlich gefährdet. Lufthansa steht demnach unmittelbar vor einem radikalen Personalabbau, der natürlich auch mit dem Aufsichtsrat besprochen werden muss. Die momentane Krise ist für den von Carsten Spohr geleiteten Konzern wahrscheinlich der tiefste Punkt in der Firmengeschichte. Die heutige Lufthansa wurde übrigens erst nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet und steht zumindest rechtlich gesehen in keiner Verbindung mit der Vorkriegs-Lufthansa, die sich in der NS-Zeit aus heutiger Sicht durchaus unehrenhaft verhalten hat. Dennoch ist die Coronakrise auch eine Chance für den Kranich, denn man kann einen radikalen Umbau des Konzerns inklusive starkem Abbau von Personal durchziehen und sich damit wesentlich schlanker aufstellen. Derartige Pläne gibt es schon länger, doch bislang scheiterten die

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Southwest Airlines lässt kurzzeitig 115 Maschinen am Boden

Nur eine Vorsichtsmaßnahme: Southwest Airlines unterlief ein Fehler bei der Gewichtseintragung in das IT-System. Infolgedessen musste der US-amerikanische Billigflieger ganze 115 Boeing.Maschinen des Typs 737 kurzzeitig aussondern. Dabei ging es laut eigenen Angaben um „nur“ 34 Kilogramm. „Vorsichtshalber haben wir die betroffenen Flugzeuge vorübergehend aus dem Verkehr gezogen, um die korrekten Gewichtswerte in das System einzugeben und das Programm zurückzusetzen“, so die Fluggesellschaft in einer Stellungnahme. Mittlerweile sei bereits die Hälfte der betroffenen Flugzeuge wieder in Betrieb, wie „CH-Aviation“ berichtet. 

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Montenegro Airlines: Behörde friert Staatshilfe ein

Schock für Montenegro Airlines: Die staatliche Wettbewerbsaufsicht hat das Verkehrsministerium angewiesen, alle Staatsgelder, welche in die Kassen der Fluglinie fließen, mit sofortiger Wirkung einzustellen. Dieser Anweisung folgte man auch prompt. Grund für die vorläufige Einstellung sei der Verdacht auf Unrechtmäßigkeit der Zahlungen. Schon im vergangenen Jahr habe die Regierung der Fluggesellschaft Staatshilfe zugesprochen. Dabei sollten innerhalb von sechs Jahren insgesamt 155 Millionen Euro an das schon vor der Corona-Krise angeschlagene Unternehmen überwiesen werden. Doch nun werde bezweifelt, dass der Flag-Carrier einen wirklichen Anspruch auf diese Summe hatte, wie ch-aviation.com berichtet.

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Eurowings und Hanse-Merkur starten „Corona-Versicherung“

Nun bietet auch die Lufthansa-Tochter Eurowings in Zusammenarbeit mit einer Assekuranz eine spezielle Corona-Versicherung an. Diese ist bei Buchungen, die bis zum 27. September 2020 getätigt werden, ohne Aufpreis bereits inkludiert. Versicherer ist die Hanse-Merkur, ein deutscher Spezialanbieter im Bereich Reiseversicherungen. Eurowings und die Assekuranz reagieren damit auf das zurückhaltende Buchungsverhalten vieler potentieller Kunden. Die subjektiv empfundenen Unsicherheiten sind momentan doch sehr groß. In der Einführungsphase ist das Versicherungsprodukt bei allen Ticketkäufen, die bis zum 27. September 2020 über die Homepage oder die App getätigt werden, ohne Aufpreis inkludiert. Relevant ist es, dass es sich um einen internationalen Return-Flug handelt. „Menschen wollen fliegen und verreisen, wünschen sich aber mehr Sicherheit für unsichere Zeiten. Die liefern wir in Form einer neuen Corona-Versicherung“, sagte Jens Bischof, CEO und Sprecher der Geschäftsführung von Eurowings. Die Inhalte der Versicherung werden wie folgt beschrieben: Reiserücktritt, beispielsweise wenn am Abflughafen eine Temperaturkontrolle nicht bestanden wird; Auslandskrankenversicherung inklusive medizinisch notwendigem Rücktransport; sowie Reise-Abbruchversicherung (Urlaubsgarantie), die zum Beispiel eine Rückerstattung für einen neu gebuchten Rückflug oder einen verlängerten Aufenthalt aufgrund einer Erkrankung umfasst. Abgesichert sind alle Eurowings Flüge mit einem Rückflugdatum bis Ende 2021. Die Tarife werden dabei nicht teurer, sondern im Rahmen der Herbst-Kampagne („Aus dem Alltag in den Urlaub“) um die genannten Leistungen kostenfrei erweitert. Nach Ende September kann eine Corona-Versicherung auf Wunsch weiterhin zu allen Tarifen hinzugebucht werden.

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WDL flottet letzte BAe 146 aus

Die Zeitfracht-Tochter WDL Aviation flottete am Montag den letzten verbliebenen Regionaljet des Typs BAe 146 aus. Künftig ist man mit einer reinen Embraer-190-Flotte unterwegs. Eigene Linienflüge betreibt man nicht. Der Carrier ist auf die Erbringung von Charter- und ACMI-Dienstleistungen spezialisiert. WDL war die letzte deutsche Fluggesellschaft, die den vierstrahligen Regionaljet betrieben hat. In der Vergangenheit war dieser Typ auch bei Lufthansa-Regionaltöchtern im Einsatz. Die D-AMGL ist die letzte BAe 146, die noch bei WDL im aktiven Dienst stand. Diese wird am Montag Deutschland in Richtung Australien verlassen, wo sie für einen neuen Eigentümer weiterhin im Einsatz stehen wird. Zuvor wird über der Homebase, Köln/Bonn, eine Ehrenrunde gedreht. Der ACMI-Anbieter setzte die D-AMGL 22 Jahre lang ein und flog mit dieser für viele andere Fluggesellschaften. Bis zu sechs Einheiten dieses Typs befanden sich in der WDL-Flotte. Ersetzt wurden die Vierstrahler durch gebrauchte Embraer 190. Mit der Einführung der E190 wurden die Jumbolinos bei WDL bereits seit einigen Monaten nicht mehr eingesetzt. Seitdem mussten jedoch noch einige Checkarbeiten an den Flugzeugen vorgenommen werden. In der Corona-Phase konnten die Flugzeuge zunächst auch nicht an den neuen Eigentümer in Australien geflogen werden, der aktuell eine Flotte von zehn BAe 146 betreibt und die Flugzeuge im Wetlease für andere Airlines, im Chartergeschäft oder auch als Frachtflugzeuge einsetzt. Heute endlich konnte das letzte der sechs Passagierflugzeuge an den Käufer überstellt werden.

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Ab 2021: Freebird Airlines plant eigene Linienflüge

Während anderen Unternehmen die Corona-Krise noch tief im Nacken sitzt, plant Freebird Airlines für die Zukunft: Die türkische Charterfluggesellschaft möchte ab der Sommer-Saison 2021 eigene Linienflüge durchführen. Aktuell fliegt die Airline im Auftrag verschiedener Reisekonzerne Urlaubsziele in Griechenland, Bulgarien, Spanien oder der Türkei an. Künftig wolle man auch selber Tickets an den Mann bringen. Wie das Nachrichtenmedium „CH-Aviation“ berichtet, sollen dabei planmäßige Flugverbindungen von Antalya, Dalaman und Burgas nach Deutschland entstehen. 

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Deutsche Luftverkehrsbranche soll neue Corona-Hilfen bekommen

Der deutsche Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer stellt neue Corona-Hilfspakete für den angeschlagenen Luftfahrtsektor in Aussicht. Dazu beruft er ein Gipfeltreffen ein. Die Corona-Krise trifft die Luftfahrtbranche mitten ins Gesicht und kostet nicht nur Nerven, sondern auch massig Geld. Das weiß auch der CSU-Politiker und lädt zum Gipfel. Allen voran soll es weitere Unterstützung für die gesamte Branche geben – einschließlich der Flughäfen. Diese fühlten sich in den letzten Wochen und Monaten von der Regierung im Stich gelassen, während große Konzerne wie die Lufthansa milliardenschwere Hilfsgelder zugesichert bekamen. „Ich werde schnellstens zu einem Luftverkehrsgipfel einladen, der sich mit den Folgen der Corona-Krise für die gesamte Luftverkehrswirtschaft beschäftigt. Dabei denken wir natürlich auch an die Flughäfen. Wir bereiten gerade ein Konzept für die Regionalflughäfen vor und thematisieren die großen Verkehrsflughäfen. Denn wenn wir an dieser Stelle wichtige Infrastruktur verlieren, können wir sie nicht mehr reaktivieren“, so Scheuer, der die „Erhaltung der Struktur“ als oberstes Ziel ernennt. Es gehe um die gesamte Luftverkehrswirtschaft, „vom Flugzeugbauer bis hin zur Airline“. Der Flughafenverband ADV begrüßte die Ankündigung Scheuers, ein Hilfskonzept für die Airports zu prüfen. „Die Flughäfen stehen mit dem Rücken zur Wand“, sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Ein Flugbetrieb ohne Einnahmen lasse sich auf Dauer nicht durchhalten, wie airliners.de berichtet.

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Delta gibt Anleihe über 9 Milliarden Dollar aus

Delta Airlines stellt mitten in der Corona-Krise einen neuen Rekord auf: Die US-amerikanische Fluggesellschaft konnte Anleihen über 9 Milliarden Dollar am Kapitalmarkt platzieren – so viel wie keine einzige Airline jemals zuvor. Damit spült die Fluglinie ordentlich Geld in die Kassen und ist laut dem Nachrichtenmagazin „Bloomberg“ vorerst nicht auf weitere Staatshilfe angewiesen. Dieser Geldregen soll auch dabei helfen, die coronavirusbedingten Verluste abzufedern und das Unternehmen weiterhin konkurrenzfähig zu halten. Eigenen Angaben zufolge liegt das Passagieraufkommen bei 30 Prozent des Vergleichszeitraumes des Vorjahres.

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Die sechs Flughäfen Londons im Vergleich

Kaum eine europäische Hauptstadt verfügt über so viele Flughäfen wie London. Dieser sind sechs für den Linienflugverkehr relevante Airports zugeordnet. Drei weitere tragen zwar “London” im Namen, sind jedoch primär für die Business-Aviation relevant. Wer bei einer Reise in die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs den Flughafen clever wählt, kann sogar viel Geld sparen. Auf der Linie werden hauptsächlich Heathrow, Gatwick, Stansted, City, Luton und Southend angeflogen. Deren Lage ist allerdings äußerst unterschiedlich und auch die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie deren Kosten weichen stark ab. Auch der Zeitfaktor spielt eine Rolle, denn beispielsweise ab dem London-City-Airport sind es nur wenige Minuten mit der DLR bis in die City of London. Ab Stansted sind es mit dem Bus mindestens 90 Minuten, je nach Verkehrslage durchaus auch mehr. Die Flughäfen Oxford und Farnborough spielen im Linienverkehr keine nennenswerte Rolle. Der erstgenannte Airport befindet sich gar rund 100 Kilometer nordwestlich von London. Farnborough ist 50 Kilometer südwestlich der britischen Hauptstadt und wird vorwiegend militärisch, aber auch für die Air Show, genutzt. Beide Plätze sind in der Bedarfsluftfahrt durchaus beliebt. Der London Biggin Hill Airport, der sich nur 20 Kilometer südöstlich der City of London befindet, gilt in der Business Aviation als erste Wahl. Nachstehend werden die für den normalen Linienverkehr relevanten Flughäfen der Hauptstadt des Vereinigten Königreichs kurz vorgestellt. Dabei liegt der Fokus auf Städtetrips nach London. Trotz der Entfernungen können die Airports dennoch Vorteile haben und zwar dann, wenn das Ziel beispielsweise Southend on Sea ist und nicht die Hauptstadt. London City

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