
Nun wackeln schon 28.000 Jobs bei Lufthansa
Lufthansa-Chef Carsten Spohr verbrachte die letzten Tage in seinem Ferienhaus auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien und arbeitete dort gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen einen Rettungsplan für den Konzern aus. Am heutigen Montag trifft der Generaldirektor der größten Fluggesellschaft Deutschlands auf den Aufsichtsrat, dem er Rede und Antwort stehen muss. Die Lage bei Lufthansa und den meisten anderen Airlines weltweit ist fatal, denn die Nachfrage ist momentan so niedrig wie noch nie. Es kommen kaum Neubuchungen herein und schon gleich gar keine langfristigen, die jedoch für die Fluggesellschaften besonders wichtig sind, da mit den Einnahmen gearbeitet werden kann. Die Kosten sind da, jedoch frisches Geld kommt kaum in die Kassen. Auch der milliardenschwere Staatskredit könnte irgendwann aufgebraucht sein. Laut Süddeutschem Rundfunk stehen beim Kranich nun nicht mehr 22.000 Jobs akut auf der Kippe, sondern gleich 28.000, also 6.000 Arbeitsplätze sind nun zusätzlich gefährdet. Lufthansa steht demnach unmittelbar vor einem radikalen Personalabbau, der natürlich auch mit dem Aufsichtsrat besprochen werden muss. Die momentane Krise ist für den von Carsten Spohr geleiteten Konzern wahrscheinlich der tiefste Punkt in der Firmengeschichte. Die heutige Lufthansa wurde übrigens erst nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet und steht zumindest rechtlich gesehen in keiner Verbindung mit der Vorkriegs-Lufthansa, die sich in der NS-Zeit aus heutiger Sicht durchaus unehrenhaft verhalten hat. Dennoch ist die Coronakrise auch eine Chance für den Kranich, denn man kann einen radikalen Umbau des Konzerns inklusive starkem Abbau von Personal durchziehen und sich damit wesentlich schlanker aufstellen. Derartige Pläne gibt es schon länger, doch bislang scheiterten die







