September 27, 2020

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September 27, 2020

Elektroflugzeug ES-19 soll bis 2026 fliegen

Wie das schwedische Start-Up-Unternehmen Heart Aerospace bekannt gab, soll ihr Projekt eines Full-Electric-Regionalflugzeug namens ES-19 bis 2026 die Marktreife erhalten. Die Aufnahme des kommerziellen Flugbetriebes ist bei skandinavischen Regionalfluggesellschaften geplant. Die ES-19 ist als 19-sitziges Commuter-Flugzeug mit einem Einsatzradius von etwa 400 Kilometern mit bis zu 215 Knoten Fluggeschwindigkeit konzipiert. Man spricht damit vornehmlich Fluggesellschaften wie die norwegische Wideroe mit einem dichten Inlandsnetz samt Flugplätzen mit rund 750m Pisten an. Dort versehen derzeit Turboprop-Flugzeuge des Typs Bombardier Dash 8 die wichtigen Verbindungsflüge im Norden Europas, daher soll die ES-19 als völlig emissionfreies Regionalflugzeug eine wichtige Alternative für die Zukunft werden. Gebaut wird die ES-19 am Säve Flygplats nahe Göteborg, den Stammsitz von Heart Aerospace, welche sowohl von der schwedischen Regierung als auch von der Europäischen Union als Start-Up-Unternehmen unterstützt werden.

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Druckabfall bei AUA-Dash-8 wegen kaputter Dichtung

Am Donnerstag kam es auf Austrian-Airlines-Flug OS 177, durchgeführt mit der DHC Dash 8-400 mit der Registrierung OE-LGK, zu technischen Problemen. Das in Kanada gebaute Turbopropflugzeug befand sich auf dem Weg von Wien nach Stuttgart. Der Kapitän entschied sich zur Umkehr und Rücklandung in Wien-Schwechat. Das wichtigste jedoch vorab: Die beiden Piloten landeten die DHC Dash 8-400 sicher auf dem größten Flughafen Österreichs. Die Passagiere wurden anschließend mit einem Ersatzflugzeug (Embraer 195) nach Stuttgart gebracht. Bedingt durch die unfreiwillige Umkehr verspätete sich der Flug OS 178 (Stuttgart-Wien). Ursache der für die Passagiere ungewöhnliche Situation war eine simple Dichtung, die noch dazu wenig kostet. Diese versagte ihren Dienst, wodurch des zu einem leichten, aber deutlich spürbaren Druckabfall in der Kabine gekommen ist. Ein Sprecher erklärte, dass es sich um die Dichtung der Frachttür handelte. Dies wurde vom unternehmenseigenen Technikbetrieb festgestellt und bereits behoben. Nach Angaben von Austrian Airlines leitete der Flugkapitän umgehend einen raschen Abstieg von rund 8.000 Metern auf etwa 3.000 Meter ein. Kurzfristig wurde auch Luftnotlage erklärt, doch diese wurde dann wieder zurückgenommen. Für die 21 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder, die sich an Bord der OE-LGK befunden haben, soll der Druckabfall deutlich spürbar gewesen sein. Alle Reisenden konnten die DHC Dash 8-400 unbeschadet verlassen und die 21 Gäste wurden anschließend mit einem Embraer 195 nach Stuttgart gebracht. Die Auslastung auf diesem Flug lag übrigens bei gerundet 28 Prozent. Der Maschinentyp DHC Dash 8-400 ist bei Austrian Airlines mit 76 Sitzen bestuhlt. Davon waren 21 Stück mit Passagieren besetzt, was

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Wizz: Mit Reisebeschränkungen maximal 50 Prozent Kapazität

Die Billigfluggesellschaft Wizzair geht derzeit davon aus, dass im Oktober 2020 rund die Hälfte der Vorjahreskapazität angeboten und durchgeführt werden kann. Allerdings ist man für den Winterflugplan 2020/21 eher zurückhaltend. Das Management des Lowcost-Carriers gilt als durchaus risikofreudig. Im Wizzair-Wording würde man wohl sagen, dass man sich als „Pionier“ sieht. Doch die Kehrseite ist auch, dass kaum ein Carrier so häufig das Streckennetz, den Flugplan und die Frequenzen ändert wie Wizzair und das ganz unabhängig von Corona. Wenn es binnen weniger Wochen oder Monate finanziell nicht passt, wird die Strecke dichtgemacht. Genau das zeigt sich auch während der Corona-Krise in Wien, denn äußerst frühzeitig nahm das Unternehmen wieder diverse Routen auf, baute das Streckennetz um und stellte einige Destinationen wieder ein oder veränderte die Frequenzen sehr häufig. Letzteres kann zum Ärgernis für Passagiere werden, denn das Unternehmen weigert sich beharrlich eine Ersatzbeförderung mit einer anderen Airline zur Verfügung zu stellen, obwohl es dazu gesetzlich verpflichtet wäre. Doch auch Wizzair muss momentan der Realität ins Auge blicken: Zwar ist man vergleichsweise besser als so mancher andere Anbieter durch die Krise gekommen, doch die Nachfrage ist derzeit europaweit auf einem historischen Tief. Unabhängig davon welches Logo auf dem Rumpf zu sehen ist: Die Fluggesellschaften haben nur wenige Vorausbuchungen, denn Passagiere, die reisen wollen oder müssen, buchen extrem kurzfristig. Wizzair und Ryanair verramschen viele Tickets für einstellige Europreise. Wenn auch das nicht hilft, dann muss der Rotstift her. Diesen „Rotstift“ erzwingen indirekt die europäischen Regierungen, denn die äußerst unterschiedlichen Einreise- und Quarantänevorschriften wirken

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Köln braucht Hilfe: 100 Millionen Euro beantragt

Die Corona-Krise hat tiefe Spuren in den Finanzen des Flughafens Köln/Bonn hinterlassen. Derzeit geht das Unternehmen davon aus, dass der Umsatz auf etwa 220 Millionen Euro sinken wird. Indes wurde auch bekannt, dass der Aufsichtsrat den Vertrag mit Airportchef Johan Vanneste verlängert hat. Die Geschäftsführung geht derzeit davon aus, dass der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr um 120 Millionen Euro sinken wird und das operative Ergebnis um 50 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert liegen wird. Die momentane finanzielle Situation wurde im Nachgang der jüngsten Aufsichtsratssitzung als angespannt beschrieben. Zur Linderung sollen nun 100 Millionen Euro beim Infrastruktur-Corona-Fonds des Bundeslands Nordrhein-Westfalen beantragt werden. Hinsichtlich der Passagierzahlen ist das Bild in Köln/Bonn ebenfalls triest. Im September lag die Anzahl der Reisenden, die diesen Airport nutzten, um 79 Prozent unter dem Vorjahreswert. Köln ist aber kein Einzelfall, denn ein ähnliches Bild ist an fast allen europäischen Flughäfen sichtbar. Die Erholung des Luftverkehrs geht nicht nur sehr langsam voran, sondern erleidet durch neue Einreise- und Quarantänevorschriften wieder Rückschläge. Die Folge daraus ist, dass viele Airlines ihre Kapazitäten neuerlich zurückfahren. Der Aufsichtsrat ist aber offensichtlich der Meinung, dass Johan Vanneste der richtige Mann ist, um Köln/Bonn aus der schwersten Krise in der Flughafengeschichte zu führen. Der Manager ist seit Mai 2018 im Amt und wird es auch noch länger bleiben. Das Unternehmen teilte mit, dass der Kontrakt um fünf Jahre verlängert wurde.

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Ryanair: Dem Aufwärtstrend folgen drastische Kürzungen

Die irische Ryanair Group beförderte im August 2020 rund sieben Millionen Passagiere. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum ist es weniger als die Hälfte. Die Auslastung wird seitens des Carriers mit 73 Prozent angegeben und damit um 24 Prozent unter dem Wert, der im August 2019 erreicht wurde. Angesichts der Corona-Pandemie hinkt dieser Vergleich natürlich etwas. Die traditionell reisestarken Monate Juli und August 2020 direkt miteinander zu vergleichen ist daher ein wenig sinnvoller. Ryanair zählte im Juli 2020 4,4 Millionen Passagiere und steigerte sich dann im August 2020 auf sieben Millionen Reisende. Bis 30. Juni 2020 bediente der Konzern nur ausgewählte Strecken im Rahmen einer Art „Corona-Notflugplans“. Einige Tochtergesellschaften, darunter Buzz und Lauda, standen mit Ausnahme weniger Charter- und Rückholerflüge, lange still. In der Betrachtung der Auslastung der Ryanair Group zeigt sich ein bemerkenswertes Detail, denn die Werte für April, Mai und Juni 2020 werden überhaupt nicht kommuniziert. Geflogen wurde – wie erwähnt – nur auf wenigen Strecken und das mit geringer Frequenz. Vermutlich war der Loadfactor dermaßen niedrig, dass ihn Michael O’Leary lieber nicht in der Öffentlichkeit sehen möchte, obwohl das angesichts des Umstands, dass die gesamte Branche knallhart getroffen wurde und alle unter diesem Problem leiden, gar keine Schande wäre. Im Juli und August 2020 lag die Auslastung bei Ryanair um rund 25 Prozent unter den Vorjahreswerten. Unter Berücksichtigung des stark reduzierten Angebots lässt sich daraus ableiten, dass der Absatz erheblich reduziert war. Doch auch diese Werte dürften für die Zukunft recht uninteressant sein, da im Juli und

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August: Wizzair legte zu, doch der Ausblick ist mies

Die Wizzair Group zählte im August 2020 insgesamt 2.381.214 Passagiere. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum sind dies deutlich weniger Reisende, doch gegenüber Juli 2020 konnte man sich erheblich steigern. Der angesichts der Corona-Pandemie starke Wiederanstieg der Anzahl der Passagiere ist auf verschiedene Umstände zurückzuführen: Einerseits handelt es sich bei den Kalendermonaten Juli und August um die traditionell reisestärksten Monate und andererseits waren die Einreisebestimmungen in diesem Zeitraum vergleichsweise locker. Das änderte sich bezogen auf die Balkan-Region bereits im Juli 2020 und seit etwa Mitte August werden wieder zunehmend strikte Einreise- und Quarantänebestimmungen erlassen. Diese werden sich in den Zahlen für September 2020 und den nachfolgenden Monaten drastisch niederschlagen. Betrachtet man die nachstehende Grafik, in der die Beförderungsleistung der ersten acht Monate des Jahres 2020 mit den Vorjahreswerten verglichen werden, so wird sehr deutlich, dass Wizzair zunächst mit Rekordzahlen ins Jahr 2020 starte. Ab März folgte aufgrund des Ausbruchs der Corona-Pandemie in Europa der starke Abfall. Seit Mai 2020 kann Wizzair wieder steigende Zahlen melden, liegt jedoch aufgrund der Summe aller Umstände erheblich unter dem Vorjahr. Auch angesichts des Umstands, dass Austrian-Airlines-Chef Alexis von Hoensbroech in Richtung Wizzair-Generaldirektor Jozsef Varadi den Vorwurf richtete, dass jeder mit leeren Flugzeugen fliegen könne, ist die Betrachtung der Wizzair-Auslastung möglicherweise interessanter und aussagekräftiger als die totale Anzahl der beförderten Passagiere. Hier ist festzustellen, dass der Billigflieger in den Monaten Jänner bis März 2020 nur minimale Rückgänge verzeichnete. Im Januar lag man sogar über dem Vorjahreswert. Der starke Einbruch folgte bei Wizzair im April 2020.

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