Oktober 8, 2020

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Oktober 8, 2020

Dnata schließt Veranstalter-Tochter Tropo

Der deutsche Reiseveranstalter Tropo, eine Tochter der Dnata Travel Group, schließt. Der Geschäftsbetrieb wird mit Jahresende eingestellt. Es handelt sich um eine freiwillige Liquidation, da der Alleingesellschafter das Unternehmen nicht mehr fortführen möchte. „Durch die beispiellosen Auswirkungen der Pandemie auf die Reisebranche sowie aufgrund von Veränderungen von Präferenzen und Nachfrage auf Kundenseite, mussten wir unser Veranstaltergeschäft umstrukturieren und bedarfsgerecht neu ausrichten. Die Entscheidung, tropo nicht mehr fortzuführen war keine leichte und folgte einer gründlichen Geschäftsprüfung und einer sorgfältigen Abwägung verschiedener kommerzieller und strategischer Faktoren. Ich danke dem Geschäftsführer Thomas Meyer und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von tropo für ihre harte Arbeit und ihr Engagement in den vergangenen zwei Jahren“, erklärt Steve Allen, CEO Dnata Travel Group. In einer Aussendung erklärt Dnata, dass sämtliche Buchungen mit Abreisedatum bis zum 31. Dezember 2020 gültig bleiben und durchgeführt werden sollen. Sämtliche Reisen ab 1. Jänner 2021 werden storniert. Betroffene Kunden sollen ihre Anzahlungen zurückbezahlt bekommen. Auch wurde der Verkauf unter der Marke Tropo bereits eingestellt.

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Air Canada versilbert neun Boeing 737-Max-8

Air Canada veräußerte neun Boeing 737-Max-8 an zwei Leasingunternehmen und besserte damit die Kassa um 365 Millionen U.S.-Dollar auf. Es handelt sich um einen so genannten Sale-and-Leaseback-Deal, so dass der Carrier die Maschinen, die momentan nicht fliegen dürfen, weiterhin nutzen kann. Drei Einheiten gingen an Jackson Square Aviation und die restlichen an Avolon Aerospace Leasing. Die neun B737-Max-8 werden nun langfristig von Air Canada gemietet. Die Ausgaben für die Raten wurden mit 345 Millionen U.S.-Dollar beziffert. „Seit Beginn der COVID-19-Krise hat Air Canada mehrfach Zugang zu den Finanzmärkten erhalten und erfolgreich Liquidität in Höhe von fast sechs Milliarden US-Dollar zu angemessenen Bedingungen, einschließlich dieser Transaktion, aufgenommen, da das Liquiditätsniveau weiterhin beibehalten wird, um die Krise zu mildern Herausforderungen und Unsicherheiten bevorstehen. Wir freuen uns sehr, unsere enge Beziehung zu Avolon auszubauen und eine neue Beziehung zu Jackson Square Aviation aufzunehmen“, so Michael Rousseau, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand von Air Canada.

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Norwegian: Leichte Steigerung im September gegenüber August 2020

Mit herben Passagierrückgängen ist der Billigflieger Norwegian in das Jahr 2020 gestartet. Die Corona-Pandemie sorgte dann für den fast vollständigen Einbruch. Der Carrier stellte den Flugbetrieb ein und ging zeitweise sogar davon aus, dass man vor Sommer 2021 gar nicht fliegen wird. Doch es kam dann doch anders. Im August 2020 zählte der Lowcoster 313.316 Passagiere bei einer Auslastung von 62,10 Prozent. Eine Vergleichbarkeit mit der Beförderungsleistung des Vorjahresmonat ist aufgrund des der Coronakrise geschuldeten starken Rückgangs nicht zielführend, jedoch aus nachstehender Grafik ersichtlich. Gegenüber August konnte Norwegian im September 2020 leicht zulegen, denn 319.370 reisten mit dieser Fluggesellschaft. Die Auslastung ging allerdings auf 52,8 Prozent zurück. Eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahresmonat ist ebenso nicht gegeben. Für die Monate April, Mai, Juni und Juli 2020 veröffentlichte Norwegian Air Shuttle keine Zahlen. Das Unternehmen gilt als angeschlagen und verhandelt derzeit mit der Regierung über Unterstützungsmaßnahmen bis hin zu einer eventuellen Verstaatlichung.

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VC erlangt zwei Mandate im Tui-Aufsichtsrat

Die Vereinigung Cockpit wird mit zwei Vertretern in den Aufsichtsrat der Tui AG einziehen. Tanja VIehl und Andreas Barczewski wurden am 8. Oktober 2020 als Arbeitnehmervertreter in das Kontrollgremium gewählt. Die VC hält damit erstmals zwei Mandate im Aufsichtsrat des weltgrößten Tourismuskonzerns. „Die Wahl ist ein wichtiger Meilenstein für uns und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,“ sagt VC-Rechtsanwältin und Spitzenkandidatin Tanja Viehl. „Ich möchte ihr Vertrauen rechtfertigen, indem ich mich als Vertreterin aller rund 70.000 Konzernbeschäftigten im Aufsichtsrat für deren Interessen einsetze. Wir werden dabei den Erhalt von Arbeitsplätzen in den Mittelpunkt aller Überlegungen stellen. Letztlich haben Staatskredite das Überleben der Tui gesichert. Da erwarten Steuerzahler wie auch Beschäftigte zu Recht, dass Arbeitsplätze geschützt werden.“ Der Aufsichtsrat ist mit jeweils 10 Anteilseigner- und 10 Arbeitnehmervertretern besetzt. Für die Arbeitnehmerbank entfallen wiederum drei Sitze auf die im Konzern vertretenen Gewerkschaften. „Dass mit Tanja Viehl und Andreas Barczewski erstmals gleich zwei Sitze aus den Reihen der VC im einflussreichen Tui-Aufsichtsrat besetzt werden können, ist Ausdruck der Anerkennung für die jahrelange, kompetente Arbeit der Teams, in denen unsere Kandidaten mitgewirkt haben. Gleichzeitig ist es Verpflichtung für uns als VC, die vor der Tür stehenden Herausforderungen gemeinsam mit vielen Entscheidungsträgern und mit dem größtmöglichen Engagement anzugehen. Dabei steht für uns die Zusammenarbeit im Vordergrund. Sämtliche Arbeitnehmervertreter müssen im Aufsichtsrat gemeinsam für die Interessen aller Beschäftigten streiten”, so VC-Präsident Markus Wahl.

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Wegen Abfindungen: Lufthansa und Gewerkschaft uneinig

Der Lufthansa-Konzern macht sich mit ihren Abfindungsangeboten für Flugbegleiter wenig Freunde. Eine Annahme kommt für Ufo-Geschäftsführer Nicoley Baublies nicht in Frage. Inmitten der Coronavirus-Krise muss die AUA-Mutter auch noch einen Streit mit der Arbeitnehmervertretung beilegen. Die Offerten zum freiwilligen Ausscheiden würden den Beschäftigten unter hohem Zeitdruck und ohne ausreichende Beratungsangebote übermittelt. Zudem sei die angebotene Summe zu niedrig, da das Personal schon infolge der Sparmaßnahmen auf Geld verzichten musste, kritisiert die Gewerkschaft. Flugbegleiter unter 55 Jahren sollen laut Ufo das 0,75-fache Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr erhalten. Die Verträge seien mit den Personalvertretungen ausgehandelt worden, wie handelsblatt.com berichtet. „Wir hätten das Doppelte erwartet“, so Baublies. Die Kranich-Airline hingegen bekräftigt die eigene Entscheidung weiterhin. Andere Unternehmen würden es nicht anders handhaben, so ein Lufthansa-Sprecher.  Auf der anderen Seite müssen die über 55 Jahre alten Flugbegleiter laut Baublies entscheiden, ob sie mit Abschlägen frühzeitig in den Vorruhestand gehen. Der Gewerkschafter kritisiert auch hier den hohen Zeitdruck, der seitens des Unternehmens aufgebaut werde. „Die Leute sollen innerhalb von vier Wochen entscheiden, ob sie zum November gehen.“ Dieses Spiele würde man nicht mitspielen. Nach seiner Einschätzung würden von den rund 2800 Kandidaten keine 100 das Angebot annehmen. 

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Gericht weist Antrag gegen Quarantäne-Regeln ab

Der deutsche Reiseveranstalter Bentour brach beim Verwaltungsgericht Schleswig einen Eilantrag ein – Aviation.Direct berichtete. Doch das Gericht schmetterte den Antrag ab – und das noch am Tag des Eingangs.  Die Geschäftsleitung wollte der deutschlandweit geplanten Quarantänepflicht für alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten einen Riegel vorschieben. Gemäß einer derzeit geltenden Regelung in Schleswig-Holstein müssen Türkei-Rückkehrer fünf Tage lang in Selbstisolation verharren, auch nach Vorzeigen eines negativen PCR-Tests. Dies sei unverhältnismäßig, bekräftigt Veranstalterchef Deniz Ugur.  Das Gericht lieferte noch keine Begründung für die Ablehnung. Diese soll in den nächsten Tagen nachgereicht werden, wie reisevor9.de berichtet. Dann wolle man noch einmal über das weitere Vorgehen beraten. „Die fehlende Begründung lässt alles noch offen. Wir sehen mit der Quarantäneregelung des Landes Schleswig-Holstein nach wie vor die Grundrechte unserer Gäste als unangemessen beeinträchtigt an“, so der Bentour-Chef.

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SAS: Nur 600.000 Fluggäste im September

SAS Scandinavian Airlines gewährt Einblicke in die Verkehrszahlen: Gerade einmal 600.000 Passagiere beförderte die Fluggesellschaft im Monat September – 2,3 Millionen Menschen weniger als noch im Vorjahresmonat. Es fehle einfach das Auslandsgeschäft. Denn im Zuge der Corona-Krise sei die Nachfrage nach inländischen Reisen deutlich höher, wie die Airline in einem Rundschrieben mitteilt.    „Seit März, als fast der gesamte Flugverkehr zum Erliegen kam, haben wir langsam begonnen, unser Netzwerk wieder aufzubauen. Die Gesamtnachfrage hängt stark von den auferlegten Reisebeschränkungen ab. Im September wurden leider mehr Länder als „Rot“ eingestuft, was die Zahl der Passagiere gegenüber August etwas verringerte“, so Rickard Gustafson, CEO von SAS.

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Easyjet erwartet Mega-Verlust

Infolge der Coronavirus-Krise brach das Luftfahrtgeschäft wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Auch den Billigflieger-Riesen Easyjet hat es spürbar erwischt: Für das Geschäftsjahr ergibt sich vor Steuern ein um Sonderposten bereinigter Verlust von umgerechnet 895 bis 928 Millionen Euro. Das teilte das Unternehmen heute mit.Somit schließt Easyjet zum ersten Mal ein Finanzjahr mit einem Verlust ab, der es auch noch in sich hat.  Der Ausblick für das neue Geschäftsjahr bleibt unsicher, eine Prognose möchte Easyjet-Chef Johan Lundgren nicht abgeben. Die Lage rund um Corona sei höchst unübersichtlich. Zudem erschwere die schwache Ticketnachfrage infolge der Pandemie die Situation zusätzlich. Im laufenden Quartal bis Ende Dezember dürfte das Unternehmen deshalb auch nur rund ein Viertel seines üblichen Flugprogramms anbieten, heißt es weiter. Angesichts der angespannten Finanzlage wird eine Gewinnausschüttung an die Aktionäre für das abgelaufene Geschäftsjahr immer unwahrscheinlicher – sogar der Verwaltungsrat rät davon ab. Neben Barreserven in der Höhe von über 2,5 Milliarden Euro steht ein großer Schuldenberg: Eigenen Angaben zufolge stieg die Nettoverschuldung auf 1,2 Milliarden Euro an.

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Easyjet stellt letzte Ljubljana-Strecke ein

Der Billigflieger Easyjet zieht sich mit Wirksamkeit zum 23. Oktober 2020 aus dem slowenischen Ljubljana zurück. Die Strecke nach London-Gatwick wird eingestellt. Das Unternehmen erklärt, dass dies damit zusammenhängt, dass das Vereinigte Königreich das Land von der Liste der „sicheren Staaten“ gestrichen hat. Die Folge daraus: Quarantäne. Ein Comeback ist allerdings in Aussicht. Easyjet reduzierte aufgrund der Corona-Pandemie die Präsenz am Flughafen Ljubljana deutlich. So wurden die Strecken nach Berlin und London-Stansted bereits eingestellt. Eine mögliche Wiederaufnahme ist derzeit ungewiss. Zwar ist für den 11. Dezember 2020 die Aufnahme einer Verbindung nach London-Luton angekündigt und Gatwick ist ab 17. Dezember 2020 ebenfalls buchbar, jedoch ist es derzeit fraglich, ob es dazu kommen wird. Aus Ljubljana zogen sich in den letzten Wochen und Monaten einige Carrier zurück, darunter auch Wizzair und Transavia. Mit der zumindest temporären Einstellung der Easyjet-Flüge tritt der Umstand ein, dass zum ersten Mal seit vielen Jahren überhaupt keine Billigfluggesellschaft ab Slowenien tätig sein wird.

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Air Serbia pausiert Kraljevo-Wien bis 28. März 2021

Air Serbia wird die Nonstop-Verbindung zwischen Kraljevo und Wien, die seit dem Beginn der Corona-Pandemie pausiert, heuer nicht mehr aufnehmen. Sie vom Staat subventionierte Route soll frühestens am 28. März 2021 wieder bedient werden. Die zweite Route ab dem Morava Airport wackelt. Thessaloniki, aufgenommen im Dezember 2020, pausiert ebenfalls seit März. Derzeit ist noch unklar, ob diese Route im kommenden Jahr neu aufgelegt wird, berichtet Ex-Yu-Aviation. Es handelt sich ebenfalls um eine vom serbischen Staat subventionierte Strecke. Mit Ausnahme der beiden geförderten Routen, die mit Turbopropflugzeugen des Typs ATR72 bedient wurden, gibt bzw. gab es in Kraljevo keinen regelmäßigen Linienverkehr.

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