Oktober 14, 2020

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Oktober 14, 2020

Air Cairo holt sich drei Airbus-Maschinen

Bereits in trockenen Tüchern: Die ägyptische Fluggesellschaft Air Cairo verstärkt sich mit drei Airbus A320neo. Die erste Auslieferung soll bereits in diesem Monat stattfinden, während die restlichen zwei Maschinen im Laufe des nächsten Jahres hinzustoßen sollen. Wie das Nachrichtenmagazin CH-Aviation berichtet, habe man sich die Tochtergesellschaft der Egypt Air auf eine Dry-Lease-Vereinbarung mit einer Laufzeit von sechs Jahren geeinigt. Damit sieht sich der Carrier gut gerüstet für die Zukunft nach Corona und hofft, dass die Nachfrage bald wieder steigt. Aktuell besteht die Flotte der Air Cairo aus sieben Airbus A320-Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 12 Jahren.

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WTO genehmigt Boeing-Strafzölle

Seit vielen Jahren gibt es einen Streit zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika in Sachen Flugzeuge. Man wirft sich gegenseitig illegale Subventionen für Airbus bzw. Boeing vor. Nun gestattet ein Schiedsgericht der WTO, dass die EU Strafzölle auf Boeing-Produkte erheben darf. In Sachen Airbus wurde bereits im Jahr 2018 entschieden und die WTO-Schlichter stellten fest, dass die beanstandete Praxis nicht eingestellt wurde. Den USA wurde zugestanden, dass Strafzölle in der Höhe von 7,5 Milliarden U.S.-Dollar erhoben werden dürfen. Rasch wurden diese bei verschiedenen EU-Produkten eingeführt. Nun stellte das WTO-Schiedsgericht umgekehrt bei Boeing ebenfalls fest, dass die beanstandete Praxis eben nicht eingestellt wurde. Dies hat zur Folge, dass nun auch der EU Strafzölle auf US-Produkte zugesprochen wurden. Um jährlich 8,6 Milliarden U.S.-Dollar geht es nun. Die gegenseitigen Strafzölle dürfen laut WTO so lange erhoben werden bis die beanstandeten Subventionen eingestellt werden. Die USA behaupten zwar, dass Boeing keine staatlichen Mittel mehr erhalte, jedoch ist dazu eine neue Beurteilung durch die Schlichtungsstelle erforderlich. Boeing zeigt sich in einer ersten Reaktion durchaus enttäuscht, dass der Konkurrent weiterhin Strafzölle durchsetzen wolle. Airbus hingegen hofft darauf, dass am Verhandlungstisch eine für beide Seiten faire Lösung erzielt werden kann.

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Commerzialbank: WKStA ermittelt gegen Frequentis-Berater

Im Zusammenhang mit der mehr als 30 Millionen Euro schweren Anlage, die das Software-Unternehmen Frequentis, das auch Produkte für die Luftfahrt anbietet, bei der Commerzialbank Mattersburg im Burgenland AG, die in den Konkurs geschlittert ist, getätigt hat, ermittelt nun die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft. Im Raum steht der Vorwurf, dass Schmiergeld an einen Berater des Hightech-Unternehmens geflossen sein könnte. Die ehemalige Vorständin der Pleite-Bank, Franziska Klikovits, sagte laut Österreichischem Rundfunk, in ihrer Einvernahme, dass sie sich an zumindest 80.000 Euro erinnern kann. Diese wären im Jahr 2016 als “inoffizielle Provision” an “einen Frequentis Mitarbeiter” übergeben worden, zitiert der ORF. So wäre der Abzug der hohen Geldsumme verhindert worden. Frequentis betont, dass der von Klikovits genannte “Mitarbeiter” ein externer Berater gewesen sein soll. Die ehemalige Bankchefin behauptet in iher Beschuldigtenvernehmung, aus der der ORF zitiert, dass es im Zuge von Fälligkeitsverlängerungen zu erneuten Bargeldübergaben gekommen sein soll. Die Übergabe soll jedoch nicht durch Klikovits selbst, sondern einen Angestellten der Bank erfolgt sein. Der ORF konfrontierte den Frequentis-Berater mit den Vorwürfen. Dieser soll auf Verantwortliche des Unternehmens verwiesen haben, die Geldflüsse verneint haben, auf das laufende Ermittlungsverfahren verwiesen haben und anschließend den Hörer aufgelegt haben. Frequentis verlor durch die Commerzialbank-Malversationen, die letztlich zur behördlichen Schließung und zum Konkurs führten, rund 31 Millionen Euro. Aufgrund des Umstands, dass laut Masseverwalter kaum Vermögenswerte vorhanden ist, dürfte wenn überhaupt nur eine sehr geringe Quote herausschauen.

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AUA-Wetlease: Lufthansa reaktiviert Innsbruck-Frankfurt

Mit Unterstützung von Austrian Airlines wird Lufthansa die Nonstop-Anbindung an das Drehkreuz Frankfurt am Main wieder aufnehmen. Die Flüge werden unter LH-Flugnummern mit Embraer 195 von der AUA durchgeführt. Die Wiederaufnahme erfolgt am 2. November 2020 und ist bereits buchbar. Die Durchführung der Lufthansa-Flüge LH1585 und LH 1586 erfolgt dabei mit Maschinen der Konzerntochter Austrian Airlines. Diese sind allerdings nicht in Tirol stationiert, sondern werden auf den Wien-Flügen nicht mehr “sofort” in die Hauptstadt zurückfliegen, sondern einen “Ausflug” für Lufthansa nach Frankfurt und zurück nach Innsbruck machen. Anschließend kehren die Maschinen zurück nach Wien. Derzeit ist geplant, dass Innsbruck-Frankfurt-Innsbruck mit Embraer 195 im Auftrag der Lufthansa bedient wird. Vorläufig soll ein täglicher Umlauf angeboten werden.

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Delta flog 5,4 Milliarden Dollar Quartalsverlust ein

Aufgrund der Corona-Pandemie steckt die amerikanische Delta Air Lines tief in den roten Zahlen. Im dritten Quartal 2020 wurde ein Verlust in der Höhe von 5,4 Milliarden U.S.-Dollar geschrieben. Im Vorjahreszeitraum konnte man einen Gewinn in der Höhe von 1,5 Milliarden Euro kommunizieren. Delta erklärt, dass die jüngsten Verluste nicht dazu führen, dass die Finanzlage dramatisch wird. Man verwies in einer Erklärung darauf, dass der Carrier mit Stichtag 30. September 2020 über flüssige Mittel in der Höhe von 21,6 Milliarden U.S.-Dollar verfügt hat. Der Umsatz ist übrigens um 76 Prozent auf 3,1 Milliarden U.S.-Dollar eingebrochen. Das Delta-Management agiert dennoch vorsichtig, denn mit Airbus und anderen Herstellern befindet man sich in Verhandlungen, die zur späteren Übernahme von bestellten Verkehrsflugzeugen führen sollen. Dies soll kurzfristig zwei Milliarden U.S-Dollar einsparen und bis 2022 sogar fünf Milliarden U.S.-Dollar. Gleichzeitig trennte man sich von älteren Maschinentypen wie der McDonnell Douglas MD-88/MD-90, Boeing 737-700 und Boeing 777. Das zuletzt genannte Muster wird mit Ende Oktober 2020 die Flotte verlassen. Auch geht es den Boeing 717 an den Kragen, denn diese sollen in den nächsten Jahren gemeinsam mit den Typen Bombardier CRJ-200 und Boeing 767-300ER ausgemustert werden. Delta ist derzeit der größte Betreiber der Boeing 717, die noch von McDonnell Douglas als MD-95 entwickelt wurde. In den letzten Jahren kaufte der Operator den Weltmarkt regelrecht leer und sorgte dafür, dass die Gebrauchtmarktpreise für das ansonsten wenig gefragte Muster stark stiegen. Letzter europäischer Betreiber der 717 ist die spanische Billigfluggesellschaft Volotea.

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Ansage zum Abschied: „Lauda behandelt die Mitarbeiter zum Teil menschenverachtend“

Nach 40 Dienstjahren verabschiedete sich ein Flugkapitän mit einer unmissverständlichen Ansprache über seinen letzten Arbeitgeber, die österreichische Ryanair-Tochter Lauda, in den Ruhestand. Seinen Worten folgte großer Applaus der Passagiere, denn er machte keinen Hehl daraus, dass die Unzufriedenheit der Düsseldorfer Mitarbeiter mit ihrem Dienstgeber sehr groß sein dürfte. Die Stimmung an der Lauda-Basis Düsseldorf dürfte angesichts des Umstands, dass am 19. Oktober 2020 die letzten Flüge durchgeführt werden, alle Mitarbeiter bereits ihre Kündigungen erhalten haben und eine regelrechte Schwemme an Klagen vor den lokalen Gerichten anhängig ist, ohnehin am Boden sein. Ein Kapitän, der nach 40 Jahren Tätigkeit in Pension geht, fand klare und offene Worte über die Vorgehensweise der Ryanair Group. Der Arbeitgeber behandle das Personal zum Teil menschenverachtend, ist in einem Audio-File, das Passagiere an Aviation Direct geschickt haben, zu hören. Die Reisenden applaudierten nach der Ansage des in den Ruhestand tretenden Piloten deutlich hörbar. Auch die anschließende Verabschiedungsdurchsage der Kabine, die ebenfalls von Fluggästen aufgenommen wurde, hatte großen Applaus zur Folge. Die klaren Worte des nunmehr pensionierten Lauda-Kapitäns hier zum Nachhören im O-Ton. Die Verabschiedung der Kabine hier zum Nachhören im O-Ton.

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September: Boeing lieferte nur zehn Maschinen aus

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing lieferte im September 2020 zehn Verkehrsflugzeuge aus. Gleichzeitig konnte man – genau wie Airbus – keine einzige Neubestellung an Land ziehen. Allerdings kassierte man drei weitere Stornos für das Muster 737-Max. Laut Mitteilung des Herstellers wurden drei Boeing 787-9 an United Airlines übergeben, zwei weitere an Turkish Airlines und eine an den Lessor Aercap. An Eva Air wurde eine 787-10 ausgeliefert. Lufthansa Cargo übernahm eine Boeing 777F, FedEx eine 767-300F und UPS eine 747-8F. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres übergab Boeing insgesamt 98 Verkehrsflugzeuge an Kunden. Die Corona-Pandemie zeigt dabei deutliche Spuren, denn im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum gingen die Auslieferungen um mehr als zwei Drittel zurück. Rückschläge gab es für den Flugzeugbauer neuerlich im Bereich des Max-Programms. Drei BEstellungen wurden im September 2020 offiziell storniert. Boeing strich aber aufgrund finanzieller Unsicherheiten 48 weitere aus der Pipeline. Insgesamt wurden bislang 436 Boeing 737-Max storniert. Bei 570 weiteren Einheiten ist es unklar, ob die Aufträge jemals zur Auslieferung kommen werden.

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Corona macht Linz das Leben schwer

Der Linzer Flughafen startete mit einem 19-prozentigen Fluggastrückgang ins Jahr 2020. Gezählt wurden im Jänner 18.186 Passagiere. Durchgeführt wurden 392 Flugbewegungen – um sechs Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Im Feber 2020 gab es allerdings um acht Prozent mehr Starts oder Landungen: 422 Flugbewegungen und 20.835 Passagiere. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind am Flughafen Linz-Hörsching ebenso enorm wie an anderen Airports. Im März ging die Anzahl der Starts oder Landungen um 48 Prozent auf 236 Flugbewegungen zurück. Auch verzeichnete man ein 73-prozentiges Fluggastminus auf 6.922 Reisende. Hinsichtlich der Passagieranzahl erreichte der oberösterreichische Airport im Lockdown-Monat April 2020 den absoluten Nullpunkt. Kommerzielle Flugbewegungen gab es 126 Starts oder Landungen und somit um 76 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Da Linz ein gefragter Frachtflughafen ist, sind die Movements auf dieses Segment zurückzuführen. Im Mai 2020 gab es um 86 Prozent weniger Starts oder Landungen. Gezählt wurden 92 Flugbewegungen. Die Anzahl der Passagiere steig auf 723 Reisende, die zur überwiegenden Mehrheit auf Erntehelfer-Charterflüge zurückzuführen sind. Im Juni 2020 hatte Linz 88 kommerzielle Flugbewegungen und 30 Passagiere. 927 Fluggäste nutzten im Juli 2020 den oberösterreichischen Airport. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat bedeutet dies ein Minus von 98 Prozent. Die Reisenden waren überwiegend auf Charterflügen unterwegs. Die Anzahl der Flugbewegungen war um 83 Prozent reduziert und lag bei 124 Starts und Landungen. Im August 2020 zählte Linz 1.680 Passagiere. Damit lag man um 97 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Anzahl der Flugbewegungen war um 81 Prozent reduziert und ist mit 124 Starts oder Landungen

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