Oktober 23, 2020

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Oktober 23, 2020

American Airlines weiterhin tiefrot

Das Oneworld-Mitglied American Airlines steckt weiterhin tief in der Verlustzone. Im dritten Quartal 2020 schrieb der Konzern einen Verlust in der Höhe von 2,4 Milliarden U.S.-Dollar. Der Vorjahreszeitraum wies einen Gewinn von 425 Millionen U.S.-Dollar aus. Sollte die Regierung nicht weitere Hilfsgelder locker machen, so droht ein drastischer Stellenabbau. Die Geschäftsführung von American Airlines und die zuständigen Gewerkschaften fordern von der Trump-Regierung, dass diese das Ende September 2020 ausgelaufene Unterstützungsprogramm wiederaufnimmt bzw. verlängert. Andernfalls droht tausenden Mitarbeitern die Kündigung. Eigenen Angaben nach befinden sich 20.000 Menschen auf freiwilligem unbezahlten Urlaub oder aber haben selbst gekündigt. Weitere 19.000 Mitarbeiter schickte American Airlines am 1. Oktober 2020 in so genannten Zwangsurlaub. Im Zuge der Inanspruchnahme Darlehen aus dem staatlichen Fonds, der mit 25 Milliarden U.S.-Dollar gefüllt wurde, waren Kündigungen bis Ende September 2020 ausgeschlossen. Dieser Schutz für die Beschäftigten ist nun weggefallen. Gefordert werden weitere Hilfen, da man andernfalls den momentanen Personalstand nicht mehr halten kann. Die derzeit angebotene Kapazität liegt laut Mitteilung von American Airlines bei etwa 59 Prozent des Vorjahres.

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Cebu Pacific kooperiert mit Lufthansa-Tochter

Die Billigfluggesellschaft Cebu Pacific und die Lufthansa-Tochter Jettainer arbeiten seit Oktober 2020 zusammen. Der deutsche Anbieter wird die Steuerung und Wartung der Lademittelflotte übernehmen. Mit dieser Partnerschaft erwirbt Jettainer die bestehende ULD-Flotte der Fluggesellschaft, die aus rund 2.700 Containern besteht. Seit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie arbeitet Cebu Pacific daran, ihren Wandel hin zu einem effizienteren Betrieb voranzutreiben. Gleichzeitig setzt die Airline auf Maßnahmen wie Digitalisierung und Optimierung der betrieblichen Prozesse um, in Kombination mit der Nutzung von Supply-Chain-Lösungen, Kosten zu reduzieren. „Während wir weiterhin daran arbeiten unsere weltweite Position auszubauen, sind wir immer auf der Suche nach Wachstumsmöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund haben wir ausführliche Diskussionen über die Möglichkeiten der Ausgliederung unserer ULD-Flotte geführt. Das Gesamtpaket von Jettainer, das Innovation, Transparenz und absolute Zuverlässigkeit umfasst, hat uns überzeugt, ihnen unser Geschäft anzuvertrauen. Wir glauben, dass dieser Schritt es uns ermöglichen wird, Ressourcen und Kapital umzuverteilen und so zu priorisieren, dass es unseren Erholungskurs unterstützt“, sagt Michael Ivan Shau, Chief Operations Officer bei Cebu Pacific und ergänzt: „Der Vertrag mit Jettainer trägt auch zu unserem laufenden Optimierungsprozess bei, da ihre fortschrittliche Technologie und ihre Lademittel uns die dringend benötigte Flexibilität für die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie bieten.“ Cebu Pacific beabsichtigt die Umstellung auf eine vollständig containerisierte Flotte von Airbus-Jets, die aus den Modellen A320neo, A321neo und der A330-Familie besteht. Seit 2017 setzt man auch ein Frachtflugzeug des Typs ATR72-500 ein. Es handelt sich um den ersten reinen Frachter dieses Typs der Philippinen. Ende des Jahres soll noch eine zweite Maschine dieses Typs dazu

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Fly Armenia: AOC-Entzug ohne jemals geflogen zu sein

Eigentlich wollte Fly Armenia Airways schon bald in die EU fliegen, doch das gestaltet sich schwierig, denn alle Carrier aus diesem Land stehen auf der „schwarzen Liste“ der Europäischen Union und die Luftfahrtbehörde übrigens auch. Noch führte das Startup keinen einzigen Flug durch, doch Armenien suspendierte das AOC. Das Fachportal CH-Aviation.com schreibt unter Berufung auf die armenische Luftfahrtbehörde, dass die erst im Juli 2020 erteilte Genehmigung im September suspendiert wurde. Angaben zu den Gründen wurden allerdings nicht gemacht und Fly Armenia Airways war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Eine mögliche Wiedererlangung kann frühestens im November 2020 erfolgen.

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Southwest tief in die roten Zahlen geflogen

Der einst hochprofitable Billigflieger Southwest Airlines schrieb im dritten Quartal des Jahres 2020 einen Verlust in der Höhe von 1,2 Milliarden Euro. So viel Geld verlor das Unternehmen noch nie in nur drei Monaten. Im Vorjahreszeitraum war man mit 659 Millionen U.S.-Dollar klar positiv. Aus den von Southwest kommunizierten Zahlen geht auch hervor, dass der Umsatz um 68 Prozent auf 1,8 Milliarden U.S.-Dollar eingebrochen ist. Firmenchef Gary Kelly rechnet nicht damit, dass eine kurzfristige Stabilisierung der Nachfrage eintreten wird. In einer Aussendung vermutet er, dass das erst dann der Fall sein wird, wenn Impfstoffe allgemein verfügbar sind und mit diesen eine Herdenimmunität erreicht wird.

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Green Airlines will mit „Chailair“-Beech 1900D starten

Das deutsche Startup Green Airlines teilte am Donnerstag mit, dass „Chailair Aviation“ (sic!) die angekündigten Flüge zwischen Karlsruhe/Baden-Baden und Berlin-Brandenburg übernehmen wird. Beachtlich dabei ist, dass der Name der französischen Airline Chalair Aviation falsch geschrieben wurde und das gleich mehrfach. Würde dieser Schreibfehler nur ein einziges Mal in der Medienmitteilung vorkommen, so wäre klar, dass es sich um einen simplen Tippfehler handelt. Da jedoch sowohl in der Betreffszeile und in der Überschrift sowie im Fließtext wiederholt „Chailair“ statt „Chalair“ geschrieben wird, entsteht doch ein wenig der Eindruck, dass man den korrekten Namen des Vertragspartners nicht kennt. Air Alsie erteilte dem Projekt aus nicht näher bezeichneten Gründen eine Abfuhr. Kurz darauf entfernte Green Airlines sämtliche Fotos und Logos, die auf den dänischen Carrier hindeuten, von der Homepage. Statt der angekündigten ATR 72-500 sind nun 19-sitzige Beech 1900D im Reservierungssystem von Green Airlines ersichtlich. Am Donnerstagnachmittag war auf dem Erstflug nur ein einziger Sitzplatz als blockiert gekennzeichnet. Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden gab am Donnerstag eine Medienmitteilung zum bevorstehenden Winterflugplan 2020/21 heraus. Green Airlines erwähnte der FKB überhaupt nicht. Auch auf der Homepage und im Flugplan des Airports findet sich kein einziger Hinweis auf das geplante Angebot. Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden erklärte erst kürzlich, dass die Flüge noch gar nicht angemeldet wurden.

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Athen-Ellinikon: Einst Tor zur Welt, nun Abriss-Lost-Place

Seit 2001 ist der Airport geschlossen, doch beispielsweise ist das Ostterminal von außen her völlig legal zugänglich. Es gibt keine Absperrgitter oder Zäune. Lediglich ein Wachmann ist rund um die Ohr vor Ort, um weiteren Vandalismus verhindern zu können. Übrigens: Eine weitere „Mülldeponie“ scheint die ehemalige Tankstelle zu sein. Dort findet sich so ziemlich alles, das in Haushalten an Sperrmüll anfallen kann. Während das Flair, das man am Westterminal wahrnehmen kann, faktisch nur noch aus einem Parkplatz, einem riesigen Berg Bauschutt und einer Beschilderung, die auf Abflüge und Ankünfte hinweist, besteht, gibt es im Osten wesentlich mehr zu sehen. Je nach Position hat man einen guten oder schlechten Überblick über das Areal. Zwischen den Betonplatten wachsen stellenweise Büsche, kleine Bäume, Gras und viel Ukraut. Die Natur erobert das einstige Flugfeld zurück. Leider auch gepaart mit viel Gerümpel, das hinterlassen wurde oder aber von der Bevölkerung entsorgt wurde. Bauschutt und sonstiger Unrat selbstverständlich eingeschlossen. Das Feeling am Ostterminal ist ein wenig „strange“. Viele Schilder sind mittlerweile sehr blass, jedoch würde es auf den ersten Blick auch als Abfertigungshalle, die in Corona-Pause ist, durchgehen. Je näher man kommt, desto deutlicher wird wie desolat die Gebäude sind. Das Betreten ohne Helm ist sehr gefährlich, sagen die Bediensteten der Eigentümergesellschaft. Es wird ausdrücklich davor gewarnt ohne Genehmigung, Helm und Begleitung durch einen ortskundigen Vertreter des Besitzers in die eingezäunten Bereiche oder Gebäude „einzusteigen“. Man bekommt die Erlaubnis relativ einfach, wenn man danach fragt. Unterlässt man dies aber, so werden die Securities, die omnipräsent sind,

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WDL vermietet Embraer 190 an Ego Airways

Der deutsche ACMI- und Charteranbieter WDL Aviation konnte einen Regionaljet des Typs Embraer 190 beim italienischen Startup „Ego Airways“ unterbringen. Die D-AZFB befindet sich bereits auf dem Flughafen Malpensa und soll zu einem späteren Zeitpunkt in das italienische Register als I-EGOA umgemeldet werden. Unter Berufung auf einen Firmensprecher berichtet Airliners.de, dass es sich um einen Drylease handelt. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass Ego Airways die Maschine ohne Personal mietet. Das italienische Unternehmen hat derzeit noch kein AOC. Den Embraer 190 will man ab der Betriebsaufnahme selbst betreiben. Derzeit wird dies für Dezember 2020 angestrebt.

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