November 1, 2020

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November 1, 2020

Armée de l’Air ersetzt A310 und A340

Um einerseits die Flotte vorzeitig zu vereinheitlich, andererseits um die französische Luftfahrtindustrie zu unterstützen, ersetzt das französische Verteidigungsministerium um 200 Millionen Euro die letzten beiden Airbus A310-300 sowie Airbus A340-200 durch drei Airbus A330-200. Der erste A330 wurde dieser Tage an die Armée de l’Air et de l’Espace übergeben, ein zweiter wird noch vor Jahresende folgen. Beide dieser Maschinen stammen aus Beständen der Avianca Brasil und waren in den letzten Monaten in Lourdes abgestellt. Ein dritter A330 aus zweiter Hand soll bis 2022 übernommen werden, für alle drei Maschinen ist mittelfristig der Umbau zum Multi Role Tanker Transport (MRTT) geplant. Somit erhöht sich die Anzahl der französischen A330MRTT bis 2023 auf insgesamt 15 Exemplare. Mit der Ausflottung der beiden A340-200 geht auch ein Stück österreichische Luftfahrtgeschichte zu Ende, waren doch beide Maschinen von 1995 bis 2006 als OE-LAG „Europe“ und OE-LAH „Asia“ für Austrian Airlines im Einsatz.

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Flixbus stellt den Fahrbetrieb ein

Der deutsche Fernbuslinienbetreiber Flixbus stellt im November 2020 den Linienbetrieb ein. Hintergrund ist der zweite Lockdown, den Deutschland ab 2. November 2020 vollziehen wird. Firmenchef André Schwämmlein hofft dennoch auf das Weihnachtsgeschäft, verzeichnete jedoch in den letzten Wochen eine sehr geringe Nachfrage. Flixbus geht davon aus, dass die Nachfrage im November 2020 aufgrund des Appells der deutschen Regierung besonders niedrig sein dürfte. Es ist bereits das zweite Mal, dass der Fernbuslinienbetreiber den Fahrbetrieb komplett einstellen muss. Im Frühjahr setzte das Unternehmen ebenfalls das Angebot komplett aus. Auch die Flixtrain-Züge sind von der nunmehrigen Betriebspause betroffen bzw. wurden teilweise bis dato nicht reaktiviert.

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Niederlande stoppen KLM-Staatshilfe

Die Regierung der Niederlande teilte mit, dass ein Teil der Staatshilfe für KLM zurückgehalten wird. Damit reagiere man darauf, dass die Pilotengewerkschaft den Verzicht auf Lohnerhöhungen bis 2025 abgelehnt hat. Laut Finanzminister Wopke Hoekstra soll das Skyteam-Mitglied dadurch nicht unmittelbar vor der Insolvenz stehen. Dennoch ist die Finanzlage angespannt und nach Angaben der niederländischen Regierung soll die Liquidität “nur noch ein paar Monate” ausreichen. Ob es noch zu einer Einigung zwischen der Gewerkschaft und der KLM-Geschäftsführung kommt, ist offen. Die Arbeitnehmervertreter weisen jedoch die Schuld von sich und erklären, dass dem Verzicht auf Gehaltserhöhungen bis März 2022 zugestimmt wurde. Die Regierung der Niederlande setzt allerdings als Bedingung für die Gewährung der Staatshilfe, dass die Löhne fünf Jahre lang nicht erhöht werden dürfen. Damit ist die Gewerkschaft nicht einverstanden. Wie sich die Angelegenheit weiterentwickeln wird, bleibt daher abzuwarten.

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Sundair beantragt Schutzschirmverfahren – Flöther ist Sachwalter

Die deutsche Ferien- und Charterfluggesellschaft Sundair meldete beim Amtsgericht Stralsund ein so genanntes Schutzschirmverfahren an. Dabei handelt es sich um eine Sonderform eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung, das zuletzt beispielsweise beim Mitbewerber Condor zur Anwendung gekommen ist. Der Carrier bestätigte, dass der Antrag bei Gericht eingebracht wurde, betont jedoch, dass die Löhne der Belegschaft über das Arbeitsamt gesichert sind. Mit Hilfe des Schutzschirmverfahrens will man sich rasch neu aufstellen. Das schließt auch ein, dass Leasingverträge neu verhandelt werden sollen. Die Flugtickets sollen ihre Gültigkeit behalten. Firmenchef Marcos Rossello geht davon aus, dass Sundair auch nach der Corona-Pandemie ein starker Partner für Reiseveranstalter und Flughäfen sein wird. Man habe “vor Corona” bewiesen, dass Sundair ein tragfähiges Geschäftsmodell habe. Zum vorläufigen Sachwalter bestellte das Amtsgericht Stralsund eine in der Luftfahrt mittlerweile äußerst bekannte Person: Rechtsanwalt Lucas Flöther, der bereits bei Condor und Air Berlin diese Funktion zugeteilt bekommen hat, ist auch bei Sundair eingesetzt worden.

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Wizzair streicht radikal in Wien – nur drei Strecken bleiben übrig

Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizzair streicht das Flugangebot ab Wien-Schwechat radikal zusammen: Mit Ausnahme der Destinationen Dortmund, Athen und Teneriffa Süd werden per Anfang November alle anderen Strecken eingestellt. Diese pausieren mindestens bis Ende November 2020, teilweise bis zum Ende der Winterflugplanperiode 2020/21. Der pinkfarbene Lowcoster schraubt damit die Präsenz auf Österreichs größtem Flughafen auf ein absolutes Minimum herunter, denn die drei verbleibenden Strecken werden nicht gerade hochfrequent bedient. Wizzair betonte seit dem Beginn der Corona-Pandemie stets, dass man sich als Pionier sieht und wesentlich besser als der Mitbewerb durch die Krise gekommen wäre. Die Auslastung der Flüge ist allerdings seit einigen Wochen katastrophal, so dass der Billigflieger wiederholt Kürzungen vorgenommen hat. „Wizz Air betont ihr langfristiges Engagement am österreichischen Markt und dass sie den Flugplan in Österreich voll umfänglich durchführt, soweit es die Reisebeschränkungen, die nicht im Zuständigkeitsbereich von Wizz Air liegen, zulassen. Wizz Air ist interessiert, dass die Reisebeschränkungen möglichst bald aufgehoben werden, um den vollen Flugplan in Österreich durchführen zu können“, erklärt András Rado, Pressesprecher von Wizzair auf Anfrage. Alle Strecken, mit drei Ausnahmen, werden schrittweise bis zum kommenden Wochenende eingestellt. Im Reservierungssystem sind auf manchen Routen wieder ab Anfang Dezember 2020 Buchungen möglich, jedoch auf manchen Strecken auch erst im Sommerflugplan 2020. Bei einigen Strecken ist eine Wiederaufnahme im Dezember 2020 unwahrscheinlich, da beiderseits nur sehr schwer bis gar nicht erfüllbare Einreise- und Quarantänebestimmungen bestehen. Daher ist damit zu rechnen, dass die Präsenz von Wizzair im Winterflugplan 2020/21 auf einem absoluten Minimum sein wird. Es ist auch

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