November 5, 2020

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November 5, 2020

AUA: Corona drückte Adjusted-Ebit auf -341 Millionen Euro

Die Corona-Pandemie wirkt sich weiterhin negativ auf das Betriebsergebnis von Austrian Airlines aus. Im dritten Quartal des Jahres 2020 lag das Adjusted-Ebit bei -106 Millionen Euro. Der Carrier fährt die Produktion weiter zurück. Diese liegt nur mehr bei etwa 20 Prozent des Vorjahresangebots. Grund dafür ist insbesondere die enorm schwache Nachfrage. Mitte August erreichte das Flugprogramm von Austrian Airlines mit einer Produktion von rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bereits den Jahres-Höhepunkt. Seit diesem Zeitpunkt geht es – bedingt durch die vielen Reisebeschränkungen – wieder bergab. Der Umsatz im Zeitraum Juli bis September ist im Vergleich zu 2019 um 85 Prozent auf 93 Mio. Euro gesunken. Im selben Zeitraum haben sich die Gesamterlöse ebenfalls um 85 Prozent auf 102 Mio. Euro reduziert (3. Quartal 2019: 667 Mio. Euro). 208 Mio. Euro haben Gesamtaufwendungen betragen, was einer Reduktion von 65 Prozent entspricht (3. Quartal 2019: 597 Mio. Euro). Das Adjusted EBIT im 3. Quartal hat -106 Mio. Euro betragen. In den ersten neun Monaten ist der Umsatz um 85 Prozent auf 414 Mio. Euro gefallen (Q1-3 2019: 1.612 Mio. Euro). Die Gesamterlöse sind um 72 Prozent auf 465 Mio. Euro gefallen (Q1-3 2019: 1.678 Mio. Euro). Die Gesamtaufwendungen sind in diesem Zeitraum um 51 Prozent auf 806 Mio. Euro gesunken (Q1-3 2019: 1.661 Mio. Euro). Mit dem Ausbau der Kurzarbeit bei Austrian Airlines sowie umfassenden Sparmaßnahmen wurde hier entsprechend gegengesteuert. Das Adjusted EBIT, welches Bewertungsgewinne/-verluste aus Flugzeugverkäufen bzw. -Bewertungen exkludiert, hat in den ersten neun Monaten des Jahres -341 Mio.

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München erneut als 5-Star-Airport ausgezeichnet

Der Flughafen München bekam seitens Skytrax seine Auszeichnung als Fünf-Sterne-Flughafen erneuert. Diesen Status hält man seit Mai 2015 als einziger Airport in Europa. Im Jahr 2017 wurde die Auszeichnung verlängert. Jetzt unterzogen die Auditoren aus London das bayerische Luftverkehrsdrehkreuz erneut einer detaillierten Evaluierung. Fazit der Prüfer: Der Flughafen München hat seine hohe Service- und Aufenthaltsqualität nicht nur aufrechterhalten, sondern sogar weiter ausgebaut. Im Rahmen des aktuellen Audits wurden sämtliche für den Passagier relevanten Service-Einrichtungen des Flughafens unter die Lupe genommen. Besondere Beachtung fanden dabei die in den letzten Jahren neu hinzugekommenen Angebote wie die neuen Lounges im Terminal 1, der umgestaltete Ankunftsbereich im Terminal 2, die mit innovativer Technik nachgerüstete Sicherheitskontrolle im Terminal 2, die Buchungsplattform für Parkkunden oder die im Jahr 2017 ins Netz gestellte neue Website des Münchner Flughafens. Bei der Bestätigung der 5-Star-Zertifizierung fielen darüber hinaus natürlich auch die umfangreichen Maßnahmen ins Gewicht, die der Flughafen München zum Infektionsschutz und der Wahrung der Hygiene- und Abstandsregeln umgesetzt hat. „Das ist ein tolles und motivierendes Signal in einer schwierigen Zeit“ erklärte Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH. „Ich halte es für besonders bemerkenswert, dass wir unsere hohen Standards trotz der vielfältigen pandemiebedingten Einschränkungen aufrecht erhalten konnten. Dass wir auch künftig ein 5-Star-Airport bleiben werden, bestärkt uns darin, die gegenwärtige Krise als Airport Community gemeinsam durchzustehen. Es wird auch eine Zeit nach der Pandemie geben und ich bin zuversichtlich, dass unser Drehkreuz dann wieder an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen wird.“ Unter den insgesamt sieben

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Klagenfurt und Salzburg kündigen AUA-Ground Handling

Nachdem Austrian Airlines die Crew-Bases Salzburg, Klagenfurt und Altenrhein per 31. März 2020 sowie Linz, Graz und Innsbruck am 31. Oktober 2020 geschlossen hat, soll nun auch die Wartung der Flugzeuge in Wien zentralisiert werden. Weiters kündigten Salzburg und Klagenfurt die Ground-Handling-Verträge auf, so dass auch das dortige AUA-Bodenpersonal betroffen ist. Aus der Historie heraus unterhält Austrian Airlines – bedingt durch die Übernahme von Tyrolean Airways – an einigen österreichischen Bundesländerflughäfen Bodenverkehrsdienstleistungen. Graz gründete als erster Regio-Airport eine eigene Ground-Handling-Tochter. Nun wurde laut AUA-Medienmitteilung seitens der Flughäfen Klagenfurt und Salzburg der entsprechende Vertrag aufgekündigt. Die beiden Airports wollen diese Aufgaben künftig selbst wahrnehmen. In der Mozartstadt hat dies für die AUA-Beschäftigten heftige Konsequenzen, denn der Carrier erklärt in einer Pressemitteilung, dass keine Betriebsübergangslösung gefunden werden konnte. Die Betroffenen sollen jedoch Wechselangebote nach Wien erhalten. Austrian Airlines schreibt, dass wenn Wohnortwechsel nicht möglich sind, dass einvernehmliche Lösungen gefunden werden sollen. In Klagenfurt ist die Situation noch offen, denn mit dem Airport laufen derzeit Gespräche, die zu einem Betriebsübergang führen sollen. Ziel ist laut Austrian Airlines, dass die Mitarbeiter weiterhin am Flughafen Klagenfurt arbeiten können. Neuer Arbeitgeber wäre dann der Airport bzw. eine diesem angegliederte Handling-Tochter.

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Emirates baut A380-Einsatz aus

Golfcarrier Emirates Airline erweitert den Einsatz der A380-Flotte: Seit Mittwoch wird auch die Destination Amman wieder mit dem Superjumbo bedient. Derzeit kommt dieses Muster nach Kairo, Paris-Charles de Gaulle, London-Heathrow, Guangzhou und Moskau zum Einsatz. Amman wird Emirates künftig an den Verkehrstagen Mittwoch, Donnerstag und Freitag mit Airbus A380 bedienen. Die Airline plant, ihr Flaggschiff entsprechend der Nachfragerückkehr sukzessive zu weiteren Destinationen einzusetzen. Seit wenigen Tagen sind auch die Borduschen und die Lounge wieder geöffnet.

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Nächste BER-Panne: Das Dach ist undicht

Auch nach der Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg scheint die Pannenserie nicht abzureißen, denn nun wurde eine undichte Stelle im Dach des Terminals 1 entdeckt. Durch dieses dringt Wasser in die Halle ein. Unklar ist allerdings warum dies nicht vor der Eröffnung bemerkt wurde, denn das Gebäude steht schon viele Jahre und dass es in diesen nie geregnet hat ist sehr unwahrscheinlich. Konkret betroffen ist das Treppenhaus zur Besucherterrasse. Ob das Wasser von außen eindringt oder aber die Brandschutzanlage undicht ist, ist momentan noch nicht bekannt. Der BER stellte an der betroffenen Stelle ein gelbes Warnschild auf. Gegenüber der Berliner Morgenpost bestätigte der Airport, dass der Fehler bekannt ist und es soll sich um ein fehlerhaft abgedichtetes Oberlicht handeln. Man spielt den Mangel herunter und meint, dass es bei „einem großen Bauprojekt wie dem BER passieren“ könne. Die Darstellung ist ein wenig untertrieben, denn aufgrund massiver Mängel musste die für das Jahr 2011 avisierte Eröffnung auf vergangenes Wochenende verschoben werden. Zeit wäre also genug gewesen. Immerhin: Die Gesellschaft will die undichte Stelle rasch abdichten. Ob mit „rasch“ unverzüglich oder in ein paar Jahren gemeint ist, bleibt abzuwarten.

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Rossiya wollte Superjets leasen und erhielt kein einziges Angebot

Das Luftfahrtunternehmen Rossiya war auf der Suche nach günstigen Sukhoi SSJ-100 und startete eine Ausschreibung für drei Maschinen. Allerdings ging diese sprichwörtlich in die Hose, denn der maximalige Preis, den das Unternehmen zahlen wollte, war den Lessoren zu wenig. Bis zum Ende der Angebotsfrist ging bei Rossiya kein einziges Offert ein. Laut CH-Aviation.com war der Carrier auf der Suche nach drei Superjets, die für 12 Jahre geleast werden sollte. Der maximale Preis pro Flugzeug wurde in der Ausschreibung mit 41,1 Millionen U.S.-Dollar festgelegt. Nachdem kein Leasinggeber daran interessiert war, zog die Fluggesellschaft ihre Ausschreibung wieder zurück. Derzeit sind rund 44,3 Millionen U.S.-Dollar pro SSJ-100 in Russland branchenüblich. Rossiya hält allerdings an den Plänen die Superjet-Flotte auszubauen fest. Bis Ende des Jahres 2020 sollen zehn Einheiten hinzugefügt werden. Woher diese stammen werden, ist allerdings unklar. Derzeit läuft die Ausbildung von Piloten und Flugbegleitern auf Hochtouren. Die Regionaljets sollen auf dem Flughafen Moskau Sheremetyevo stationiert werden. Der Carrier ist eine Tochtergesellschaft der staatlichen Aeroflot und absorbierte vor einigen Jahren Pulkovo Aviation. Eine ursprünglich angekündigte Fusion mit der Konzernmutter wurde nicht umgesetzt, so dass Rossiya bis heute unter eigener Marke aktiv ist. Sämtliche Muster aus russischer Produktion wurden bei dieser Airline aus dem Linienverkehr entfernt. Derzeit hat man 20 A319, neun A320, eine B737-800, neun B747-400, fünf B777-300 und fünf B777-300ER in der Flotte. Aus russischer Herstellung sollen zehn SSJ-100-95B dazu stoßen.

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VC kritisiert Abbruch der Tuifly-Verhandlungen

Die Vereinigung Cockpit ist über den einseitigen Abbruch der Krisengespräche durch das Tuifly-Management nicht erfreut. Die Gewerkschaft betont in einer Aussendung, dass man zuvor Bereitschaft zu einem „weitreichenden und schmerzhaften Maßnahmenpaket“ signalisiert habe. Dieses ging dem Management aber nicht weit genug. „Arbeitsplatzabbau, zum Beispiel im Rahmen eines Freiwilligenprogramms, müssen wir in dieser Lage hinnehmen – Kündigungen allerdings nicht. Wir erwarten vom Arbeitgeber, dass er mit uns gemeinsam um jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpft“, so VC-Funktionär Marcel Gröls. „Der Arbeitgeber konfrontiert uns hier mit einer Friss-oder-Stirb-Mentalität, die eine bedingungslose Erfüllung seiner sämlichen Forderungen verlangt, um im Gegenzug nur einen Teil der fraglichen Arbeitsplätze möglicherweise zu sichern. Dabei befanden wir uns mitten in einem Prozess, um verschiedene Lösungswege zu erarbeiten. Diese Konfrontation ist völlig unnötig und unverständlich. Aus unserer Sicht ist es in der jetzigen Situation entscheidend, dass alle Stakeholder an den Tisch kommen – der Konzernvorstand und die niedersächsische Politik tragen gemeinsam mit uns die Verantwortung, tragfähige Lösungen zu entwickeln.” Tuifly will laut VC die bislang intern vorhandenen Kapazitäten extern einkaufen und dafür im Gegenzug loyale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Bilanz streichen. Solch eine perspektivlose Umstrukturierung ist keine Option – zumal für einen Konzern, der mit Milliardenbeträgen des Bundes gestützt wird. Die Vereinigung Cockpit fordert, die Konstellation und der Gesprächsrahmen müssen jetzt geändert werden, um gemeinsam eine Lösung im Sinne aller Beschäftigten der Tuifly zu erreichen.

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Tegel: Lufthansa wird mit Wasserfontäne verabschiedet

Am 7. November 2020 wird um 21 Uhr 20 der letzte Lufthansa-Linienflug ab Berlin-Tegel abheben. Der Carrier wird die Verbindung LH1955 mit einem Airbus A350-900 bedienen, da die Nachfrage eigenen Angaben nach äußerst hoch ist. Die Feuerwehr wird den Langstreckenjet mit einer Wasserfontäne verabschieden. Die letzte Lufthansa-Landung in Berlin-Tegel wird Flug LH1954, aus München kommend, sein. Die Ankunft ist für 20 Uhr 10 angekündigt. Der Kranich und die deutsche Bundeshauptstadt haben eine wechselvolle Geschichte, denn das ursprüngliche Unternehmen wurde im Jahr 1926 gegründet und hatte ihren Zentralflughafen in Tempelhof. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Berlin für die neugegründete Lufthansa tabu, denn nur Airlines der Siegermächte sowie einige aus neutralen Staaten durften Tempelhof, Tegel und Schönefeld anfliegen. Lufthansa ist eigenen Angaben nach mit sechs Fluggesellschaften des Konzerns in der deutschen Bundeshauptstadt vertreten und hält einen Marktanteil von 30 Prozent. Der Kranich selbst, Austrian Airlines, Swiss, Brussels Airlines, Eurowings und im kommenden Sommerflugplan Air Dolomiti fliegen Berlin an.

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