November 6, 2020

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November 6, 2020

Mitsubishi schließt U.S.-Testzentrum

Das Testzentrum in Moses Lake (USA) wird seitens Mitsubishi Heavy Industries geschlossen. An diesem Standort wurden Flugtests des Spacejet-Programms durchgeführt. Seit Beginn der Corona-Pandemie ruhen die Aktivitäten. In den letzten Wochen gab es wiederholt Gerüchte, dass Mitsubishi den Spacejet aufgeben könnte. Diese erwiesen sich als wahr, denn vor wenigen Tagen verkündete der japanische Konzern das Aus für das Programm. Jahrelange Verspätungen wirkten sich negativ auf den Absatz aus, jedoch gab die Coronakrise dann den sprichwörtlichen Rest. Erstkunde ANA benötigt die Maschinen auf absehbare Zeit nicht. Mitsubishi behält sich eine spätere Wiederaufnahme vor.

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Thai Airways sucht Käufer für Langstreckenflugzeuge

Das Star-Alliance-Mitglied Thai Airways bietet Maschinen der Typen Boeing 777-300, 777-200 und 747-400 zum Kauf an. Diese sind bereits seit März 2020 aufgrund der Corona-Pandemie temporär stillgelegt. Laut Mitteilung will das Unternehmen durch die beabsichtigten Veräußerungen die Liquidität verbessern. Konkret sind sechs Boeing 777-300, sechs 777-200 und zehn 747-400 erhältlich. Diese sollen laut Ausschreibung ab dem zweiten Quartal 2021 zur Übergabe bereit sein. Laut CH-Aviation.com verfügt Thai Airways noch über eine weitere Boeing 747-400, jedoch ist diese seit November 2014 in der Mojave-Wüste abgestellt. Dieser Jet ist in den Verkaufsunterlagen nicht angeführt. Thai Airways versucht ältere Maschinen zu Geld zu machen. Das Durchschnittsalter jener Boeing 777-200, die zum Kauf angeboten werden, liegt bei fast 24 Jahren. Die 777-300 sind mit 21 Jahren kaum jünger. Die Boeing 747-400 sind im Schnitt 21,6 Jahre alt. In einer anderen Ausschreibung bietet der Carrier zwei Boeing 737-400 an. Diese Maschinen sind jedoch bereits seit etwa zwei Jahren nicht mehr im Einsatz gewesen und sind in Utapao abgestellt.

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Startup will mit Corona-Geldern Langstrecken-Lowcoster starten

Seit 2014 will das britische Startup Flypop Lowcost-Langstreckenflüge aufnehmen. Im Jahr 2021 soll es soweit sein und das ausgerechnet mit Finanzmitteln aus einem Corona-Hilfstopf. Dabei handelt sich um ein öffentlich-privates Investmentprogramm, das Startups Eigenkapital zur Verfügung stellen soll. Dass eine Fluggesellschaft mit Mitteln, die zum Aufbau und zur Stabilisierung aufgrund der Corona-Pandemie vorgesehen sind, in die Luft gebracht werden soll, ist durchaus ungewöhnlich. Flypop teilte jedenfalls mit, dass man unmittelbar vor dem Abschluss der letzten Finanzierungsrunde stehen würde und die Betriebsaufnahme im Laufe des Jahres 2021 erfolgen soll. Weiters befinde mit sich mit Flugzeugherstellern in Verhandlungen. „Die Finanzierung aus dem Future Fund der britischen Regierung wird eine Schlüsselrolle dabei spielen, Flypop in die Lage zu versetzen, zunächst Flüge zwischen Großbritannien und Indien zu starten, was erheblich zum Wirtschaftswachstum und zu engeren kulturellen Verbindungen zwischen diesen beiden Commonwealth-Partnern und beitragen wird schließlich mit ganz Südasien“, sagte der Gründer und Chief Executive Officer von Nino Singh Judge. Zunächst will man mit einer Langstreckenmaschine starten und Verbindungen zwischen dem Vereinigten Königreich und Indien anbieten. Potential sieht man für zehn bis 20 Maschinen. Wie viel Geld aus dem „Corona-Topf“ an Flypop fließen soll, teilte das Unternehmen nicht mit. Derzeit ist noch kein Antrag auf die Erteilung eines AOCs bei der britischen Zivilluftfahrtbehörde eingereicht worden. Dies will man jedoch zeitnah durchführen.

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Frankfurt: Delta führt reine Frachtflüge durch

Die U.S.-amerikanische Delta Air Lines nahm reine Frachtflüge zwischen den Vereinigten Staaten und Europa sowie Indien auf. Laut Mitteilung reagiere man damit auf eine erhöhte Kundennachfrage. Zum Einsatz kommt ein Langstreckenjet des Typs Airbus A330 ab Atlanta und New York JFK nach Mumbai via Frankfurt am Main. Die Flüge transportieren dringend benötigte Pharmazeutika und Impfstoffe sowie medizinische Waren und generelle Fracht. Die Strecke zwischen JFK und Frankfurt bedient Delta dreimal pro Woche – die Verbindung zwischen Atlanta und der Main-Metropole zweimal. Darüber hinaus gibt es dreimal wöchentlich reine Frachtflüge zwischen Dublin und New York-JFK mit einem Airbus A330-300. Nicht zuletzt hat das Unternehmen tägliche Verbindungen zwischen Madrid und New York-JFK mit einer Boeing 767-400 aufgenommen, um Waren aus der Modebranche für die Weihnachtszeit in die USA zu transportieren. „Angesichts der Reisebeschränkungen innerhalb Europas bauen wir strategisch die Frachtkapazitäten in Deutschland, Irland und Spanien aus“, kommentiert Shawn Cole, Vice President Cargo bei Delta. „Aufgrund der Corona-Pandemie verzeichnen wir eine hohe Nachfrage für pharmazeutische Waren aus Indien. Mit unseren Verbindungen erhalten wir lebenswichtige Lieferketten in die USA.“ Delta Cargo hat im März Fracht-Charter gestartet, um einen sicheren und verlässlichen Transport von Gütern weltweit anzubieten. Dabei arbeitet die Airline mit Deltas bewährten Logistik-Partnern, die weltweit als führend gelten. Für die Frachtdienste hat die Airline nicht genutzte Flugzeuge eingesetzt, um schnell und sicher große Mengen von Versorgungsgütern zu transportieren. Dadurch konnte Delta seit Februar mehr als 1.600 Frachtflüge durchführen und bietet aktuell im Durchschnitt 20 reine Cargo-Verbindungen weltweit pro Woche an. Insgesamt transportiert Delta

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Easyjet sondiert Staatshilfe in Deutschland

Die Billigfluggesellschaft Easyjet befindet sich in Gesprächen mit der deutschen Regierung über mögliche Staatshilfe. Firmenchef Johan Lundgren bestätigte gegenüber der Wirtschaftswoche, dass „die Verhandlungen konstruktiv“ verlaufen. Ein formeller Antrag wurde allerdings bis dato nicht gestellt. Er deutete lediglich an, dass es um einen „hohen Betrag“ gehen würde und verwies darauf, dass der Lowcoster allein in Berlin 1.000 Mitarbeiter habe. Wir haben eine große Präsenz in Deutschland, haben vor der Krise für einen gesunden Wettbewerb gesorgt und dafür viel Geld investiert“, so Lundgren gegenüber der Wirtschaftswoche. Die kriselnde Fluggesellschaft Easyjet spricht einem Bericht der „WirtschaftsWoche“ zufolge mit der Bundesregierung über Finanzhilfen. „Die Verhandlungen verlaufen konstruktiv“, zitiert das Blatt den Chef des britischen Billigfliegers, Johan Lundgren. Auf Anfrage erklärte eine Sprecherin des Unternehmens dazu: „Als paneuropäische Fluggesellschaft stehen wir in den Ländern, in denen wir tätig sind und Mitarbeiter beschäftigen, in regelmäßigem Kontakt mit allen Regierungen rund um die Unterstützungsmaßnahmen, die allen in Frage kommenden Unternehmen zur Verfügung stehen. Es wurde kein formeller Antrag auf Finanzierung gestellt. Wir sprechen weiterhin kontinuierlich mit all diesen Regierungen.“ Johan Lundgren forderte im Zuge der BER-Eröffnung auch, dass die Regierungen die Branche durch eine verbesserte Corona-Teststrategie unterstützen sollen. Beispielsweisen könnten Schnelltests für Reiseerleichterungen und möglicherweise für einen Anstieg der Nachfrage sorgen. Weiters fordert auch temporäre Senkungen der Steuern.

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Iberia macht A330 zum Preighter

Zu einem geflügelten Wort in diesem Jahr dürfte wohl „Preighter“, die zeitweise Umwandlung eines Passagierflugzeuges zu einem Frachtflieger, werden. Einen solchen nahm nun Iberia in Form eines Airbus A330-300 für die kommenden Zeit, in denen ein kräftiger Zuwachs an nachgefragten Frachtvolumen erwartet wird, in Betrieb. „Wir erwarten in den kommenden Monaten einen Nachfrageanstieg bei der Luftfracht und diese Gelegenheit wollen wir nutzen. Unter den heutigen Umständen müssen wir uns besser als je zuvor an die Anforderungen des Marktes anpassen, und diese Operation wird dazu beitragen, unsere Einkommensströme zu diversifizieren und gleichzeitig unsere Mitarbeiter aktiv zu halten.“, so Iberia-Vertriebschef María Jesús López Solás. Auf insgesamt 33 Positionen können im bisherigen Kabinensegment für Economy und Economy Plus bis zu 18 Tonnen Fracht, zusätzlich zur belly cargo, befördert werden. Der umgerüstete A330-300 kommt bis auf Weiteres viermal pro Woche zwischen Madrid und Los Angeles in Einsatz.

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Fotoreportage: Danke, Berlin-Tegel!

Die Berliner hatten mit ihrem Flughafen Tegel schon immer eine Art Hassliebe, denn wirklich gerne hatte man den mittlerweile ordentlich heruntergekommen Airport nie, doch zog ihn die Mehrheit der Reisenden gegenüber Schönefeld vor. Die innerstädtische Lage war insbesondere bei Personen, die aus geschäftlichen Gründen unterwegs waren, sehr beliebt. Am Wochenende gegen in Tegel die fliegerischen Lichter aus. Für immer. Das Areal, auf dem sich der Otto-Lilienthal-Flughafen befindet, war nach dem zweiten Weltkrieg eine regelrechte Kraterlandschaft. Viele Munitionsreste und Blindgänger fanden sich auf dem Gelände. Eigentlich hätte dort eine Kleingartensiedlung entstehen sollen, aber die französische Besatzungsmacht begann im Jahr 1948 mit der Errichtung einer Runway. Damals war sie mit 2.428 Metern die längste Europas. Bereits am 5. November 1948 landete das erste Flugzeug, eine Douglas C-54. Zunächst war der Zentralflughafen Berlin-Tempelhof jener Airport, der für den zivilen Flugverkehr West-Berlins am wichtigsten war. Ab Tegel gab es nur militärische Flüge und gelegentlich einige Charter. Beide Airports durften damals ausschließlich von den Besatzungsmächten angeflogen werden. Air France verlagerte als erste Airline überhaupt die Linienflüge von Tempelhof nach Tegel. Der Erstflug fand am 2. Jänner 1960. Der Kreis schließt sich übrigens: Air France führt auch den letzten regulären Linienflug ab diesem Airport durch. PanAm zog im Mai 1964 um und brachte die ersten Langstreckenflüge nach Tegel. Innenaufnahmen der Terminals A und B in der Slideshow: Ab 1975 setzte sich der Otto-Lilienthal-Flughafen endgültig durch. Die Amerikaner verfügten, dass Tempelhof für den zivilen Flugverkehr geschlossen werden muss. Zwar wurde der „Mitbewerber“ nur wenige Jahre später wieder

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Nochmals weniger Passagiere in Berlin

Aufgrund der Schließung des Airports Berlin-Tegel wird letztmalig über die Passagierzahlen der Berliner Flughäfen (plural) berichtet: Schönefeld und Tegel zählten im Oktober 2020 gemeinsam 581.322 Passagiere. Gegenüber September 2020 bedeutet dies einen Rückgang um 16,2 Prozent. Die Flughafengeschäftsführung führt dies auf die Lockdown-Welle, die Europa nach und nach überzieht. Weiters wurde durch neuerliche Reisebeschränkungen die Nachfrage stark eingeschränkt. Der Standort Schönefeld (seit 25. Oktober 2020 als BER bezeichnet) zählte 181.962 Passagiere. In Tegel waren es 399.630 Reisende. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat verloren die Standorte fast 82 Prozent ihres Aufkommens. Für beide Flughäfen wurden 9.011 Flugbewegungen registriert, davon führte Schönefeld 3.428 und Tegel 5.583 Flüge durch. Verglichen zum Vorjahr bedeutet das ein Minus von 64,8 Prozent. Im Zeitraum von Januar bis Oktober wurden bisher insgesamt 8.619.913 Passagiere befördert. Davon rund 2.782.139 in Schönefeld und 5.837.774 in Tegel. Damit liegt das Passagieraufkommen bis einschließlich Oktober gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei nur 28,3 Prozent. „Die äußerst schwierige Situation unserer Branche verschärft sich weiter. Angesichts massiver Reisebeschränkungen und der umfassenden Lockdowns in vielen Ländern wird es immer schwieriger, mit dem Flugzeug zu reisen. Flughäfen und Airlines stecken in einer Krise, deren Ende noch nicht abzusehen ist. Dass die Hauptstadtregion mit dem BER jetzt beste Voraussetzungen hat, um die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie optimal zu unterstützen ist zur Zeit nur ein geringer Trost. Um die schwere Krise zu überstehen, sind wir wie alle Flughäfen in Deutschland, auf die Unterstützung der Gesellschafter angewiesen“, erklärt Flughafendirektor Engelbert Lütke Daldrup.

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„Prime Air“ mit zwei B737-Frachtern ab Leipzig tätig

Der Onlinehändler Amazon nahm am Flughafen Leipzig/Halle das erste europäische Luftfrachtzentrum in Betrieb. Dieses ist 20.000 Quadratmeter groß und wird 200 Menschen einen Arbeitsplatz geben. Vorerst kommen ab diesem Standort zwei Boeing 737-800, die von ASL betrieben werden, zum Einsatz. Die Maschinen sind in der Prime-Air-Livery von Amazon lackiert. In Leipzig/Halle werden zunächst zwei tägliche Flüge durchgeführt. Die Frachter sind sowohl in Köln/Bonn als auch in Sachsen stationiert. „Wir freuen uns, dass wir ein weiteres namhaftes Logistikunternehmen für den Flughafen Leipzig/Halle gewonnen haben“, erklärt Götz Ahmelmann, Vorstandsvorsitzender der Mitteldeutschen Flughafen AG. Ganz neu ist „Prime Air“ in Leipzig/Halle jedoch nicht, denn bereits zuvor waren ASL und European Air Transport im Auftrag des Onlinehändlers in Sachsen tätig. Amazon ist offenbar auch bestrebt das Cargo-Ground-Handling künftig selbst durchzuführen. Zumindest sucht der Konzern hierfür entsprechendes Personal.

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