November 16, 2020

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November 16, 2020

Air Malta startet Fluggarantie

Derzeit verärgern viele Fluggesellschaften ihre Kunden mit vielen Streichungen. Air Malta versucht nun Vertrauen zu schaffen und startet eine Fluggarantie. Demnach sollen die Flüge auf 15 von 21 Strecken in jedem Fall und unabhängig von der Auslastung durchgeführt werden. Auf Umbuchungsgebühren will man weiterhin verzichten. Unter der Bezeichnung „Business-Guaranteed“ bietet Air Malta ab Luqa 15 Destinationen bzw. 82 Flüge an, die während der Winterflugplanperiode 2020/21 garantiert durchgeführt werden sollen. Davon ausgenommen sind äußere Umstände wie Unwetter oder Schließung von Flughäfen, die seitens der Regierungen verfügt werden könnten. Das Unternehmen erklärt, dass man sowohl typische Ziele für Geschäftsreisende als auch Leisure-Destinationen auf die Liste gesetzt habe. Ab Luqa gibt es zu den nachstehenden Airports garantierte Verbindungen: Amsterdam, Berlin, Brüssel, Catania, Düsseldorf, Frankfurt am Main, London, Mailand, München, Moskau, Paris-CDG, Paris-ORY, Rom, Wien und Zürich. Weiters stehen noch Hamburg, Lissabon, Lyon, Madrid, Palermo und Prag auf dem Flugplan, jedoch nicht auf der „Business-Guaranteed“-Liste.

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Wizzair Abu Dhabi will erst kurz vor Weihnachten starten

Eigentlich sollte Wizzair Abu Dhabi schon längst in der Luft sein, denn Betriebsbewilligung und AOC hat man bereits in der Tasche. Doch der Start wurde bereits zweimal verschoben und nun folgt die dritte Verspätung. Der neue Termin ist nun der 15. Dezember 2020. Dies geht aus dem Reservierungssystem der Firmengruppe hervor. Weiters nannte das Unternehmen die weiterhin aufrechten Einreisebeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie. Ob das Joint-Venture tatsächlich kurz vor Weihnachten den Premierenflug durchführen wird, bleibt daher weiterhin abzuwarten.

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Eurowings startet Schnelltests in Düsseldorf

Nach Austrian Airlines und Lufthansa will nun auch Eurowings Corona-Schnelltests einführen. Diese sollen ab Jahresende vorerst in Düsseldorf angeboten werden. In der ersten Phase sollen Passagiere, die zu Ferienzielen reisen, jeweils vor dem Hin- und Rückflug getestet werden. Gegenüber dem Westdeutschen Rundfunk erklärte ein Eurowings-Sprecher, dass das Ziel ist, dass man so den Passagieren eine mögliche Quarantäne ersparen kann. Auch hofft man darauf, dass sichergestellt werden kann, dass sich während dem Flug niemand infizieren kann. So soll die Nachfrage angekurbelt werden. Allerdings hat die Sache auch einen Haken, denn derzeit anerkennt kein einziger EU-Staat ein negatives Antigen-Ergebnis als Ersatz für einen negativen PCR-Befund. Die Kanaren haben zwar diesen Schritt gesetzt, jedoch widerspricht diese einer jüngeren Anordnung der spanischen Zentralregierung, was für zusätzliche Verwirrung sorgt. Viele Länder, darunter auch Deutschland, akzeptieren selbst einen negativen PCR-Befund nicht als Ersatz für die Quarantäne. Dennoch spekuliert man in der Luftfahrtbranche darauf, dass ein politisches Umdenken kommt und will schlüsselfertige Lösungen anbieten. Zwar drängt die EU-Kommission mittlerweile auf dieses Verfahren, doch zeigen nur wenige Mitgliedsländer tatsächlich Interesse daran. Angaben zu möglichen Kosten für die Passagiere machte Eurowings nicht. Laut WDR soll auch am Flughafen Köln/Bonn an einer vergleichbaren Lösung für Schnelltests gearbeitet werden. Eurowings will dies jedenfalls mittelfristig auch an weiteren Airports anbieten.

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ACI Europe: Passagierzahlen stark rückläufig

ACI Europe liefert erschreckende Zahlen: Dem jüngsten Bericht des Flughafenverbandes zufolge ist der Passagierverkehr in den europäischen Flughafennetzen derzeit um 81 Prozent zurückgegangen. Ein außergewöhnlicher Tiefpunkt wurde am gestrigen Tag erreicht: Da überschritt der Wert der „verlorenen“ Fluggäste die 1,5 Milliarden-Marke. Isoliert betrachtet sinken die Verkehrszahlen auf Flughäfen in der EU, im EWR, in der Schweiz und in Großbritannien im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 86 Prozent. Im übrigen Europa sehe die Sache wesentlich stabiler aus. Die Airports erweisen sich als widerstandsfähiger, trotzdem verlieren auch sie 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr.  „Die Fluggesellschaften reduzieren weiterhin die geplante Kapazität als Reaktion auf verschärfte Maßnahmen der Regierungen, was die bereits durch Reisebeschränkungen verursachten Probleme nur noch verschlimmert. Aus heutiger Sicht steuert der Passagierverkehr in Richtung eines weiteren Zusammenbruchs, ähnlich dem im zweiten Quartal, als das Volumen um 96 Prozent zurückging“, so Olivier Jankovec, Generaldirektor von ACI Europe. Diese Situation hat die Top 10 der europäischen Flughafenliga auf den Kopf gestellt. Der verkehrsreichste europäische Flughafen war im September Antalya mit nur 2,25 Millionen Passagieren (-53,5 Prozent), gefolgt von Moskau-Sheremetyevo (-53,5 Prozent), Moskau-Domodedowo (-26,2 Prozent) und Istanbul (-71 Prozent). Andere große Drehkreuze wie Frankfurt und München schafften es nicht einmal in die Auflistung.

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Flughafen Budweis will trotz Kritik weiterhin durchstarten

Durch die Coronavirus-Krise befinden sich mittlerweile Flughäfen in ganz Europa im Schleudergang, manche sehen sich bereits mit massiven Liquiditätsproblemen konfrontiert, dennoch wird in der tschechischen Region Südböhmen weiterhin am dortigen Flughafenprojekt festgehalten. Begleitet wird der Entwicklungsprozess, um in absehbarer Zeit erste internationale Flüge durchführen zu dürfen, von einem sehr kritisierten und komplizierten Zertifizierungsprozess für die notwendigen Flugsicherungsverfahren, zudem verabschiedete sich mit der Stadt Budweis bereits ein wichtiger Partner aus dem Projekt. „Der Verkauf des Anteils der Stadt Budweis ist für ein Gewinn“, stellt Viktor Lavička, stellvertretender Oberbürgermeister von Budweis, mit klaren Worten fest: „Es ist der einzige Weg, aus diesem Millionengrab herauszukommen“. Wie tschechische Medien berichten, ergab die Bewertung der städtischen Flughafenanteile im Vorfeld zäher Verhandlungen einen Wert zwischen 1,2 und 1,5 Millionen Euro. „Nachdem noch immer kein Betriebsstart absehbar ist, kann der tatsächliche Marktwert des Flughafens nur mit Null bewertet werden. Auch wir müssen an die Zukunft denken und können ein derartiges Flughafenprojekt nicht mehr finanzieren“, erklärt Lavička die letztliche Einigung auf einen Verkauf der Anteile zu einem Buchwert unter 250.000 Euro. Nachdem die Europäische Union bereits 2012 eine Förderzusage über 15 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, kurz EFRE, zum Flughafenausbau zurückgezogen hatte, mussten die bisherigen Projektbetreiber Stadt Budweis und Region Südböhmen die geplante Investitionssumme von etwa 40 Millionen Euro drastisch reduzieren. Dennoch wurde, trotz kritischen Stimmen aus dem Bereich des Handels und der Wirtschaft in Südböhmen, das ehrgeizige Projekt, welches jenen in Maribor oder Kassel-Calden ähnelt, vorangetrieben. Insgesamt dürften seitens der Stadt Budweis in

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Alaska: Bärin von Boeing-Maschine getötet

Im US-Bundesstaat Alaska kam es zu einem kuriosen Zwischenfall: Eine Boeing 737-700 der Alaska Airlines hat kurz nach der Landung eine Braunbärin erfasst und getötet. Nur wenige Minuten vor dem Landeanflug der Maschine sei die Piste von Mitarbeitern des Flughafens Yakutat geräumt worden. Danach hätten sich eine Bärin und ihr Junges unbemerkt auf die Landebahn geschlichen, wie das Luftfahrtportal Aero berichtet. Den Menschen an Bord sei dabei nichts passiert, sie kamen mit einem Schrecken davon. Lediglich das Flugzeug sei beschädigt worden und konnte zunächst nicht weiterfliegen. Die Reparatur werde womöglich mehrere Tage in Anspruch nehmen.

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Asiana Airlines vor Übernahme durch Korean Air

Trotz Corona: Die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air will den kleineren hochverschuldeten Mitbewerber Asiana Airlines übernehmen.  Der Kaufwert betrage 1,37 Milliarden Euro, teilte Südkoreas Branchenführer am Montag mit. Sobald die Übernahme abgeschlossen sei, könne man unter die zehn größten Fluggesellschaften der Welt aufsteigen, wie das Fliegermagazin CH-Aviation berichtet. Die Genehmigung der Wettbewerbsbehörde stehe noch aus. Um die Übernahmekosten zu schultern, will Korean Air im nächsten Jahr durch die Ausgabe neuer Aktien aufbringen. Damit könnte ein Rivale den anderen ausstechen. Ein ähnliches Szenario wurde in der Vergangenheit oft von Branchen-Kennern als Folge der Corona-Krise in den Raum geworfen. Frei nach dem Motto: Survival of the Fittest.

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Smartwings darf Schulden später zurückzahlen

Smartwings kann ein wenig aufatmen: Dem tschechischen Unternehmen wurde ein Zahlungsaufschub gewährt. Damit gewinnt der Low-Coster in der Krise an Boden. Smartwings bekommt weitere sechs Monate zugesprochen, um den Corona-bedingten Kredit zurückzuzahlen. Diese Stundung habe man bereits im August beantragt, wie ch-aviation.com berichtet. Und zuerst sah es alles andere als gut aus: Denn der Senat legte sich quer und legte gegen den Gesetzesentwurf ein Veto ein. Kritisiert wurde unter anderem die Tatsache, dass Unternehmen, darunter auch die Smartwings Gruppe, der vorübergehende Schutz vor Gläubigern genehmigt wird, während andere leer ausgehen. Geholfen hat dies nichts. Durch eine verstärkte Mehrheit kam das Gesetz dennoch wirksam zustande. 

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Laudamotion ist bald Geschichte

Noch vor wenigen Wochen beteuerte Lauda-Chef David O’Brien, dass das Lauda-Brand erhalten bleibt. Man fliege zwar unter Ryanair-Flugnummern, jedoch bleiben Lackierung, Uniformen und sonstiges Branding wie gehabt. Damit ist bald Schluss, denn die Marke wird komplett vom Markt verschwinden. Auf Umlackierungen wird man aus Kostengründen jedoch verzichten. Dass die österreichische Laudamotion ein Ablaufdatum hatte, war spätestens seit der offiziellen Bestätigung, dass mit Lauda Europe ein Nachfolger mit maltesischer Lizenz aufgezogen wird, klar. Der letzte Flug wurde am 19. Oktober 2020 durchgeführt. Untypisch für das bisherige Verhalten des Unternehmens: Still und leise wurde der Flugbetrieb eingestellt und zwar ohne Pressemitteilung, Medienevent oder sogar Anschuldigungen gegenüber Mitbewerbern verkniff man sich. Geschäftsführer Andreas Gruber erklärte gegenüber Aviation Week die weitere Zukunft der österreichischen Laudamotion GmbH: „Jetzt schließen wir das Unternehmen und dann wird dieses Unternehmen bald Geschichte sein“. Die einst aus 30 Airbus A320 bestehende Flotte wurde bereits vom österreichischen ins maltesische Register umgemeldet. Daher tragen die Lauda-Airbusse nun statt dem österreichischen das maltesische Hoheitszeichen auf dem Rumpf. Die Registrierungen beginnen nicht mehr mit OE, sondern mit 9H. Kurz gesagt: Lauda Europe Ltd. ist eine österreichische, sondern eine maltesische Fluggesellschaft. Die Marke Lauda wurde von Ryanair mit großem Finanzaufwand gepusht. Im Gegensatz zu den Konzernschwestern Malta Air und Buzz gab es einen eigenen Markenauftritt und es wurde nicht der FR-Code, sondern OE (Laudamotion) genutzt. Anfangs gab es tatsächlich Produktunterschiede, jedoch wurden diese nach und nach abgeschafft. Während der coronabedingten „Flugpause“ entschied Ryanair Holdings plc, dass die Marke Lauda vom Markt genommen wird und

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TUI: Ein weiteres Hilfspakets nicht ausgeschlossen

Beim gebeutelten Reiseveranstalter TUI brodelt mal wieder die Gerüchteküche. Offenbar befindet sich das Management in Gesprächen über weitere Staatshilfen, nachdem schon drei Milliarden Euro vom Bund locker gemacht wurden. Auch andere Mittel zur Kapitalbeschaffung sind denkbar. Zurzeit würden Verhandlungen zur mittlerweile dritten Finanzspritze laufen. Diese sei auch dringend notwendig. Denn dem Konzern würde aufgrund eines monatlichen Mittelabflusses „im niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionenbereich“ spätestens an Ostern das Geld ausgehen, wie das Nachrichtenportal Reisevor9 berichtet. Im schlimmsten Fall könnten dann auch zahlreiche Hotels, Fluggesellschaften und andere Partner mit ins Verderben gezogen werden. Dieses Szenario wolle der Bund verhindern. Darüber hinaus möchte TUI-Chef Friedrich Joussen keine weiteren Optionen ausschließen. Möglich wären Teilverkäufe von Vermögenswerten, die ebenfalls Liquidität in die Kasse spülen könnten. Mehr oder minder konkret handele es sich dabei um Hotels oder auch Grundstücke, die zur Disposition stehen könnten. Möglicherweise wird es sogar auf Unternehmensbereiche hinauslaufen. Außerdem könnte TUI einen Teil der Vermögenswerte in Immobilienfonds einbringen. Über diesen könnte der Konzern zumindest die operative Kontrolle über die Liegenschaften bewahren. Die positive Nachricht: Es liegen viele Alternativmöglichkeiten auf dem Tisch. 

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