November 18, 2020

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November 18, 2020

Gategroup erzielt Einigung für Umschuldung

Die im Bereich Luftfahrt-Catering stark vertretene Gategroup einigte sich mit ihren Aktionären und Gläubigern auf eine Umschuldung. Der Konzern geriet aufgrund der wegen der Corona-Pandemie stark eingebrochenen Nachfrage unter Druck. Die Großaktionäre RRJ Capital und Temasek konnten mit den kreditgebenden Banken eine Grundsatzeinigung für eine Refinanzierung des Konzerns erzielen. Laut Mitteilung soll die Gategroup dadurch signifikant mit frischer Liquidität ausgestattet werden. Die Firmengruppe wird 500 Millionen Schweizer Franken bereitgestellt bekommen. Davon werden 25 Millionen Franken in Form von Eigenkapital eingebracht und die restlichen 475 Millionen Euro in Form eines nachrangigen, wandelbaren Darlehens. Weitere 200 Millionen Franken werden in Form einer vorrangig gesicherten Zwischenliquidität von den Teilhabern zur Verfügung gestellt sind. Im Gegenzug verlängern die Banken die Kreditlaufzeiten bis Oktober 2026. Allerdings hängt dies noch von der Verlängerung der Laufzeit einer Anleihe ab. Diese würde im Feber 2022 auslaufen. Hier ist noch die Zustimmung der zeichnenden Anleger erforderlich. Es gilt als wahrscheinlich, dass diese erteilt wird, da die jährliche Verzinsung mit drei Prozent stabil bleiben wird.

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Boeing rechnet mit vielen Konvertierungen in Frachter

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing rechnet damit, dass in den nächsten 20 Jahren deutlich mehr Frachtflugzeuge benötigt werden. Der Hersteller würde aber nur in geringfügigem Umfang davon profitieren, da man prognostiziert, dass die überwiegende Mehrheit der Nachfrage mit der Konvertierung ausgemusterter Passagierflugzeuge erfüllt werden kann. Boeing vermutet, dass 2.430 zusätzliche Cargo-Maschinen benötigt werden. Die weltweite Flotte würde demnach um 60 Prozent anwachsen. Allerdings sollen der Prognose nach nur 930 Frachter neu gebaut werden. Der Rest soll – wie erwähnt – durch Umbauten ehemaliger Passagierflugzeuge entstehen.

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Air Arabia sucht um Staatshilfe an

Der Billigflieger Air Arabia befindet sich derzeit mit der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate in Gesprächen über eine mögliche Staatshilfe für die Firmengruppe. In den Emiraten unterhält man zwei Flugbetriebe: Air Arabia mit Sitz in Schardscha und mit Etihad Airways das Joint-Venture Air Arabia Abu Dhabi. Der Konzern macht aus der offiziellen Anfrage auch keinen Hehl, denn während der virtuell abgehaltenen Capa-Konfernz bestätigte Konzernchef Adel Ali, dass ein entsprechendes Ansuchen an die Regierung in Abu Dhabi übermittelt wurde. Die Staatsführung wird in Kürze einen Runden Tisch abhalten. Zu diesem sind alle Airlines mit Firmensitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten eingeladen. Dort sollen weitere Maßnahmen und der Bedarf gemeinsam evaluiert werden. Noch steht nicht fest, ob Air Arabia oder ein anderer VAE-Carrier aufgrund der Corona-Pandemie Unterstützung von der Regierung oder vom jeweiligen Emirat erhalten wird. Jedenfalls würde dies von Air Arabia positiv aufgenommen werden. In einer Börsenmitteilung schreibt der Lowcoster: „Jede Unterstützung durch die Regierung wäre angesichts der extremen und beispiellosen Herausforderungen, die COVID 19 mit sich gebracht hat und die den Luftverkehr erheblich einschränkt, zu begrüßen“. Air Arabia wurde im Jahr 2003 gegründet und unterhält Ableger in Marokko, Ägypten und Abu Dhabi. Die Tochter in Jordanien wurde im Jahr 2018 aufgelöst, da zwischen der EU und Jordanien ein OpenSkies-Abkommen abgeschlossen wurde. An den Flugbetrieben in Marokko und Ägypten hält man jeweils nur eine Minderheitsbeteiligung. Der Ableger in Abu Dhabi ist ein Joint-Venture mit Etihad Airways.

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Rada Airlines verstärkt sich mit zweiter Il-62

Diese Nachricht erfüllt wohl die Träume vieler Spotter: die weißrussische Frachtfluglinie Rada Airlines, wohlbekannt in den Kreisen wahrer Luftfahrtfans durch den einzigartigen Betrieb einer Ilyushin Il-62, reaktiviert ein weiteres Exemplars des legendären Flugzeugtyps russischer Produktion mit ihren vier Solovjov-Triebwerke. Eine zuletzt für die kirgisische Manas Air Cargo fliegende, jedoch in den letzten drei Jahren am Flughafen von Kasan abgestellte Il-62 wird sich in Kürze als EW-505TR zu ihrer Schwester nach Weißrussland gesellen. Mit dieser wohl eher ungewöhnlichen Entscheidung reagiert Rada Airlines nun selbst auf die verstärkte Nachfrage für Frachtflüge. Wie die bislang einseitig, seit 2015 eingesetzte Ilyushin Il-62 sind auch die Aufträge oftmals sehr außergewöhnlich, reicht die Palette doch von humanitären Hilfsflügen bis hin zu manch mysteriösen Frachtflügen für südamerikanische oder afrikanische Kunden. Selbst ein Zwischenfall im August 2018 am Flughafen Khartoum konnte die Il-62 von Rada Airlines nicht stoppen, in nur kurzer Zeit reparierten Techniker der Airline und des russischen Wartungsbetriebes KAPO die über das Pistenende hinaus geschossene Maschine. Wie schon für die heute legendäre EW-450TR dürften nun Flugzeugenthusiasten und Planespotter in ganz Europa entsprechende Alerts in ihren Echtzeit-Onlinediensten zur Flugzeugdarstellung für die zweite Il-62 von Rada Airlines einstellen.

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Etihad vor Abbau von 1.000 Flugbegleitern

Bei Golfcarrier Etihad Airways bangen rund 1.000 von 4.800 Flugbegleitern um ihre Jobs. Der Carrier plant diese in unbezahlten Urlaub zu schicken. Ein ähnliches Vorgehen wählt man auch bei Piloten, jedoch in weit geringerem Umfang. Auch soll es in beiden Berufsgruppen zu Kündigungen kommen. Die Betroffenen sollen zeitnah per E-Mail von ihrem Arbeitgeber informiert werden. Dies berichtet die Agentur Reuters unter Berufung auf interne Unterlagen. Die aus zehn Einheiten bestehende A380-Flotte soll auf unbestimmte Zeit am Boden bleiben. Eine Reaktivierung soll nur dann erfolgen, wenn die Nachfrage deutlich steigt. Etihad Airways rechnet mit einer sehr langsamen Erholung von den Folgen der Corona-Pandemie. Firmenchef Tony Douglas stellte Anfang des Monats eine neue Strategie vor. Der Golfcarrier wird deutlich verkleinert und soll eine Full-Service-Airline mittlerer Größe werden. Die Flotte wird sich primär auf zweistrahlige Großraumjets konzentrieren. Wie es mit den Großbestellungen für die A320neo-Reihe, die man bei Airbus getätigt hat, weitegehen wird, ist unklar. Die A380-Flotte wird jedenfalls auf unbestimmte Zeit am Boden bleiben. Ob diese jemals reaktiviert wird, ist unklar. „Da sich Etihad weiterhin auf die Wiederherstellung und den Wiederaufbau unseres globalen Netzwerks konzentriert, werden wir uns weiterhin auf die Effizienz und die Vorteile unserer zweimotorigen Großraumflugzeuge verlassen. Während dieses Zeitraums bleiben die zehn A380 von Etihad auf dem Boden, es sei denn, die Nachfrage wächst und es besteht genügend Appetit, um ihre Lebensfähigkeit neu zu bewerten. Wie immer konzentrieren wir uns weiterhin auf das Wohlbefinden und die Sicherheit unserer Gäste und bieten gleichzeitig den erstklassigen Service, den sie verdienen und

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Blue Air krempelt das Streckennetz um

Die rumänische Billigfluggesellschaft Blue Air löst die auf dem Flughafen Iasi unterhaltene Basis auf und stellt sämtliche Flüge ab diesem Airport ein. Ab Bukarest wird man weiterhin mit einer Maschine präsent sein. Das internationale Angebot, das man bislang ab Iasa hatte, wird künftig ab Bacau abgewickelt. Der Carrier wechselt in London und Paris auch die Flughäfen. Anstatt Luton fliegt man künftig den wesentlich größeren Heathrow-Airport an. In der französischen Hauptstadt nutzt man nicht mehr den abgelegenen Flughafen Beauvais, sondern Charles de Gaulle. Die Änderungen werden in UK mit 1. Dezember 2020 und in Frankreich mit 18. Dezember 2020 vollzogen. Zunächst sind in Paris jedoch nur die Bukarest-Flüge betroffen, denn vorerst landet die Verbindung aus Bacau weiterhin in Beauvais. Eine weitere Änderung betrifft die Präsenz in Rom. Mit 18. Dezember 2020 zieht man die Flüge nach Bacau und Bukarest von Fiumicino nach Ciampino um. Zu den Gründen macht der Carrier keinerlei Angaben, betont jedoch, dass es sich um eine temporärere Maßnahme handelt. Ob und wann diese wieder zum größeren der beiden Römer Flughäfen umziehen werden, teilte das Unternehmen nicht mit.

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Stansted: Ryanair übernimmt mehr als 300 Easyjet-Slots

Die Billigfluggesellschaft Ryanair war vor der Corona-Pandemie in London-Stansted omnipräsent. In Zukunft sollen die Jets der irischen Firmengruppe noch dominanter werden, denn der Carrier übernimmt 312 wöchentliche Slots, die bislang von Easyjet genutzt wurden. Derzeit hält Easyjet UK 374 wöchentliche Slots in Stansted. Zwei weitere befinden sich im Besitz der österreichischen Tochtergesellschaft Easyjet Europe und werden laut CH-Aviation.com für die Amsterdam-Strecke genutzt. In der Sommerflugplanperiode 2021 wird die Muttergesellschaft noch 58 Paare halten und die Tochter zwei. Easyjet verkündete vor einigen Wochen, dass die Basis London-Stansted aufgelöst wird. Dem geht einher, dass das Angebot ab diesem Airport deutlich reduziert wird. Der Mitbewerber Ryanair will von diesem quasi-Rückzug profitieren und das Angebot deutlich ausbauen. Allerdings haben die Iren bislang nicht mitgeteilt, ob dies unter dem irischen, polnischen britischen oder einem der beiden maltesischen AOCs erfolgen wird. Derzeit hält der Konzern in Stansted einen Marktanteil von 86,8 Prozent und 2.312 Slot-Paare.

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Globe Air stellt exklusivste Privatjet-Kundenkarte vor

Der Besitzer dieser «One Million Jet Card» geniesst gute Reisekonditionen für seinen Privatjet-Flug mit einer der 20 Cessna Citation Mustang-Flugzeugen, zusammen mit einzigartigen Vorteilen, die mit ausgewählten Partnern gemeinsam entwickelt wurden. GlobeAir bietet diese Kundenkarte aufgrund der Exklusivität einmalig an und wird den zukünftigen Besitzer am 15. Dezember 2020 persönlich darüber kontaktieren. Ab heute können sich Privatreisende sowie Unternehmen online für die «One Million Jet Card» anmelden. «COVID-19 hat das Reisen so wie wir es kennen vollkommen verändert. Privatjet-Reisende legen jetzt viel mehr Wert auf Ihre Zeit, Flexibilität und Sicherheit. Seit Beginn der Pandemie haben wir einen enormen Anstieg in den Anfragen für Privatjet-Kundenkarten erhalten. Hier fand die «One Million Jet Card» Ihren Ursprung als einzigartige Möglichkeit privat, komfortabel und mit höchster Flexibilität zu reisen», erklärt Bernhard Fragner, CEO von GlobeAir. Die Anmeldung ist unverbindlich und ermöglicht es den Teilnehmenden, stets über die neuesten Informationen zu der Karte informiert zu sein. Mit der Kundenkarte hat der Gewinner die Möglichkeit, mehr als 300 Privatjet-Flüge auf die Dauer von maximal 5 Jahren aufzuteilen. Da die Karte auf einen Inhaber oder ein Unternehmen persönlich abgestimmt ist, kann die Flexibilität von GlobeAir bis hin zu zwei Stunden vor dem gewünschten Abflug genutzt werden.

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Wien: Wizzair fliegt nur noch einen Umlauf pro Woche

Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizzair schraubt die zuletzt auf nur noch zwei wöchentliche Umläufe reduzierte Wien-Präsenz erneut: Pristina wird am Freitag vorerst letztmalig bedient. Damit verbleibt nur noch eine Rotation pro Woche und zwar nach Teneriffa Süd. Der pinkfarbene Lowcoster war die erste Airline, die nach dem ersten Lockdown mit dem Wiederanfahren des Flugangebots begonnen hat. Man war um etwa sechs Wochen früher als der Mitbewerber Austrian Airlines dran. Nun ist die Präsenz auf ein absolutes Minimum heruntergefahren, denn am 20. November 2020 wird Pristina vorläufig letztmalig bedient. Damit verbleibt nur noch ein wöchentliches Flugpaar zwischen Wien und Teneriffa Süd. Am größten Flughafen Österreichs sind momentan neun Wizzair-Jets eingemottet und warten auf bessere Zeiten. Der Billigflieger versucht die Minimalpräsenz so kurz wie möglich zu halten und beabsichtigt am Dezember 2020 schrittweise das Wiener Streckennetz wieder hochzufahren. Allerdings gibt es hierfür keine Garantie, denn die tatsächliche Umsetzung hängt stark vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und in weiterer Folge von den Vorausbuchungen ab. Wann also die Wizzair-Jets in Wien wieder häufiger unterwegs sein werden, bleibt abzuwarten.

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