November 20, 2020

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November 20, 2020

Vietnam Airlines erhält 439 Millionen Euro vom Staat

Der Staat wird Vietnam Airlines mit 12 Billionen Dong unter die Arme greifen. Die Nationalversammlung erteilte am Dienstag hierfür grünes Licht. Umgerechnet in Euro wird das Unternehmen somit etwa 439 Millionen Euro erhalten. Gleichzeitig ergreift die Regierung weitere Maßnahmen. Bestehende Kredite bei der Staatsbank werden verlängert. Zusätzlich werden neue Aktien ausgegeben, die komplett von der Regierung im Namen des Staats gezeichnet werden. Vietnam Airlines geriet wie viele andere Fluggesellschaften auch durch die Coronakrise erheblich unter Druck. Der Carrier ist seit 2010 Mitglied der Luftfahrtallianz SkyTeam, arbeitet jedoch auch mit dem Star-Alliance-Mitglied ANA eng zusammen. Vor der Coronakrise bestand die Flotte aus 105 Flugzeugen, darunter 20 Airbus A321neo, 14 A350-900, 11 Boeing 787-9 und vier 787-10.

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Delta lässt Mittelsitze bis März 2021 frei

Während in Europa immer mehr Fluggesellschaften den „freien Mittelsitz“ als zusätzliche Einnahmequelle entdecken, hat Delta Air Lines dafür bislang nichts verlangt. Nun teilte das Unternehmen mit, dass diese Praxis bis zumindest März 2021 beibehalten werden soll. Die EASA empfiehlt den Fluggesellschaften, dass die Mittelsitze, sofern es die Auslastung zulässt, frei bleiben sollen. Es handelt sich aber nur um eine Empfehlung und es gibt auch keinerlei Vorschrift dafür dies tatsächlich umzusetzen. In zahlreichen Staaten, darunter Österreich, ist in den Corona-Verordnungen festgelegt, dass in öffentlichen Verkehrsmitteln – inklusive Luftfahrt – der Mindestabstand unterschritten werden darf. In der Praxis scheren sich in Europa die wenigsten Fluggesellschaften um das Bedürfnis nach mehr Abstand. Gelegentlich kommt es selbst bei sogenannten „Premium-Airlines“ vor, dass die Passagiere im hinteren Teil der Kabine „zusammengepfercht“ werden, während der Rest der Kabine leer bleibt. Das hat seinen guten Grund, wie ein Berufspilot gegenüber Aviation Direct erklärt: Die meisten Maschinentypen können so bei geringer Auslastung besonders treibstoffeffizient betrieben werden und die Airline spart damit Geld. Das ist jedoch nicht bei jedem Flugzeugtyp ratsam und hängt sehr stark davon ab wie viele Fluggäste es tatsächlich sind. Der Pilot führte auch aus, dass „zum Beispiel“ bei der DHC Dash 8-400 das ab etwa zehn Passagieren nicht mehr möglich ist, sondern diese sind aus technischen Gründen gleichmäßig durch die Kabine zu verteilen. Bei Delta Air Lines wird man wohl das Chaos der Europäer mit ein wenig Unverständnis sehen, denn die meisten Flüge sind ohnehin schwach ausgelastet, so dass das Blockieren des Mittelsitzes – sofern

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Russland: Auch aus Smartavia wird ein Lowcoster

Bis vor wenigen Jahren war das Geschäftsmodell „Billigflieger“ in der Russischen Förderation regelrecht verpönt. Aeroflot brachte mit Dobrolet den ersten Lowcoster auf den Markt, doch dieser war ein Rohrkrepierer und hielt sich weniger als ein Jahr auf dem Markt. Dem Nachfolger verpasste man den durchaus präpotenten Namen „Pobeda“, russisch für „Sieg“. Dobrolet musste aufgrund von Sanktionen, die seitens der EU und den Vereinigten Staaten von Amerika erlassen wurden, den Betrieb einstellen. Diese untersagten Bürgern und Firmen jegliche Geschäftsbeziehungen mit dem Aeroflot-Ableger. Damit war das junge Unternehmen rasch die Leasing-Flotte los. Dem Nachfolger verpasste man den Namen „Pobeda“, wohl auch deswegen, weil man durch die Neugründung die Sanktionen umgehen konnte. Bedingt durch die Corona-Krise kommen immer mehr russische Luftfahrtunternehmen auf die Idee sich in Lowcoster oder gar Ultra-Lowcoster zu verwandeln. Zuletzt kündigte dies unter anderem Utair an. Smartavia bestätigte nun gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Interfax, dass man sich ebenfalls in die Billigfluggesellschaft transformieren wird. Deputy-CEO Denis Pomerantsev sagte gegenüber Interfax, dass die Geschäftsleitung den Standpunkt vertritt, dass es nur mit einem Lowcost-Geschäftsmodell möglich sein wird die nächsten drei bis vier Jahre zu überleben. Der Sommer 2020 wäre gar nicht so schlecht gelaufen, aber seit Oktober 2020 fallen die Passagierzahlen erneut sehr stark. Nun will man den Flugbetrieb minimal halten und so Kosten einsparen. In der warmen Jahreszeit des kommenden Jahres will Smartavia den russischen Markt mit einer aggressiven Preisstrategie aufmischen. Die dafür notwendigen Schritte habe man bereits eingeleitet. So verweist Pomerantsev darauf, dass Speisen und Getränke kostenpflichtig werden, nur noch die

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O’Leary: „Hauptsache billig, nur so geht’s aus der Krise aus“

Ryanair-Konzernchef Michael O’Leary machte auf dem ACI Europe Meeting unmissverständlich klar, dass er davon überzeugt ist, dass über billige Preise die Nachfrage sehr rasch wieder anziehen würde. Auch Hotels wären dazu gezwungen ihre Zimmer billiger zu verkaufen, um Gäste anzulocken. Dem hielt der Flughafen Dublin allerdings entgegen, dass man hinsichtlich der Gebühren ohnehin schon der „Lidl unter den internationalen Flughäfen“ ist. O’Leary ist fest davon überzeugt, dass es nicht bis 2025 dauern wird bis die Passagierzahlen des Vorjahres wieder erreicht werden. Er räumte allerdings ein, dass die Preise „vermutlich“ noch zehn Jahre lang gedämpft sein werden. Der Ryanair-Boss machte in seiner üblichen Art klar, dass wenn es spottbillig ist, dass viele Passagiere kommen werden. Allerdings könnte es durchaus sein, dass sich Michael O’Leary diesmal gehörig verzockt. Die von ihm geleitete Airline und Wizzair schaffen es derzeit ab Wien trotz teilweise einstelliger Ticketpreise nicht, dass sie ihre Flugzeuge füllen können. Die Nachfrage und in weiterer Folge auch die Auslastung sind so schwach, dass die beiden Streckennetze extrem stark verkleinert wurden. Der Markt zeigt damit deutlich, dass der Preis alleine keine Anregung für Flugreisen ist. Michael O’Leary sieht das ein wenig anders. Mit der Verfügbarkeit von Impfstoffen und zusätzlich besonders billigen Preisen werde man im Sommer 2022 wieder die Zahlen des Rekordjahres 2019 erreichen. Hinsichtlich der Kosten schwärmte er sogar davon, dass viele Airports um Ryanair, aber auch den Konkurrenten Wizzair buhlen. In diesem Zusammenhang gab es die Andeutung, dass die maltesische Tochter Lauda Europe ab Italien zum Einsatz kommen könnte. Fix

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Austrian Airlines legt in der Weihnachtszeit zu

Wie ganz Österreich möchte auch Austrian Airlines nach dem harten Lockdown „aufsperren“. Um die Weihnachtszeit will die österreichische Lufthansa-Tochter wieder mehr Flüge und Destinationen anbieten. „Um die Weihnachtszeit werden wir auf rund 20 Prozent erhöhen und danach wieder reduzieren“, so AUA-Sprecherin Tanja Gruber gegenüber dem ORF. Aktuell seien lediglich 10 Prozent des Vorjahresangebots in der Luft, so Gruber weiter. Über Weihnachten und Neujahr würden diverse Strecken wieder aufgenommen, die im November vorübergehend gestrichen wurden. Zu diesen Flugzielen zählen unter anderem Bologna, Chicago, Jerewan, Nizza oder Zagreb. Kapstadt und die Malediven behält die AUA auch nach Weihnachten und Neujahr im Programm. Über Weihnachten und Neujahr fliegt die Airline rund 60 Ziele an. Danach sind es bis Ende Februar 2021 wieder rund 40.

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