November 26, 2020

Weitere Artikel aus der Rubrik

November 26, 2020

Pro Kassel-Passagier blättert der Steuerzahler 650 Euro hin

Der Flughafen Kassel-Calden war von Anfang an umstritten, doch heuer kostete den Steuerzahler rechnerisch jeder Passagier, der diesen Airport nutzte, stolze 650 Euro. Das ergibt sich daraus, dass die ursprünglich für das Jahr 2020 prognostizierten 650.000 Passagiere auch ganz ohne Corona-Pandemie in unerreichbarer Ferne sind. Im Vorjahr zählte Kassel-Calden lediglich 120.000 Reisende und liegt damit meilenweit von den ursprünglichen Prognosen, mit denen die Bauherren die Errichtung des umstrittenen Airports direkt neben einem bestehenden Verkehrslandeplatz argumentiert haben. Die Pandemie trug nun das ihrige bei, so dass „KSF“ zwischen Jänner und Oktober 2020 lediglich 27.000 Passagiere hatte. Der Hessische Rundfunk errechnete, dass im bisherigen Jahresverlauf etwa 18 Millionen Euro an die Flughafen GmbH Kassel geflossen sind und somit rechnerisch jeder Fluggast mit etwa 650 Euro „subventioniert“ wurde. Laut Hessischem Rundfunk soll der Betrieb in Erfurt und Paderborn ebenfalls ein schlechtes Geschäft für den Steuerzahler sein. Die Höhe der rechnerischen Zuschüsse ist allerdings wesentlich geringer als in Kassel-Calden. Erfurt zählte laut HR bislang 27.000 Reisende, was zu einer rechnerischen Subventionierung von 145 Euro pro Fluggast führte. In Paderborn waren es 91.800 Passagiere, die rechnerisch mit etwa 50 Euro „bezuschusst“ wurden. Anzumerken ist, dass die öffentlichen Zuschüsse nicht pro Fluggast berechnet werden, sondern sich die dargestellten Beträge lediglich rechnerisch ergeben.

weiterlesen »

SunExpress startet neue Flexi-Optionen

Die türkische Ferienfluggesellschaft SunExpress bietet nun zwei unterschiedliche flexible Tarife an. Diese kosten einen Aufpreis von mindestens 22 Euro und sollen unter anderem kostenfreie Umbuchungen ermöglichen. Allerdings sind die Fristen, die von Passagieren zu beachten sind, nicht sonderlich flexibel. Das Paket „SunClassic-Tarif“ kostet mindestens 22 Euro mehr und beinhaltet, dass die Buchung bis maximal 30 Tage vor dem Abflugtermin einmalig kostenfrei geändert werden kann. Die zweite Option nennt sich „SunPremium-Tarif“ und kostet mindestens 55 Euro mehr. Diese Variante ermöglicht eine einmalige gebührenfreie Umbuchung bis maximal sieben Tage vor dem gebuchten Abflug. In der Einführungsphase gibt es aber eine Sonderregelung: Türkei-Flüge können mit dem „Classic-Paket“ einmalig bis 15 Tage vor Abflug ohne Gebühren umgebucht werden. „Der Kunde ist König und Könige ändern eben manchmal ihre Meinung“, so Peter Glade, Chief Commercial Officer von SunExpress. „Dieser Tage ist das ganz eindeutig: Mit einer verlässlichen Airline zu verreisen und mit dem guten Gefühl buchen zu können, abgesichert zu sein, falls Pläne sich ändern. Genau diese Sicherheit geben wir unseren Gästen jetzt mit unseren neuen SunFlex Tarifen, die einmalig umbuchbar sind. Flexibilität ist seit jeher fest in unserer DNA verankert – nicht verwunderlich also, dass wir die erste Ferienfluggesellschaft in Deutschland sind, die dieses Angebot jetzt bereits für den kommenden Sommer anbietet.“ Laut dem Carrier enthalten die neuen Pakete folgende Leistungen: SunClassic-Tarif: Einmalig gebührenfreie Umbuchung bis 30 Tage vor Abflug (für Abflüge bis 31.März 2021 bis 15 Tage vor Abflug) Bis zu 35 Kilogramm Freigepäck Snacks* und zwei alkoholfreie Getränke an Bord (*keine Snacks

weiterlesen »

Emirates-Chef Clark: „Alle A380 ab Anfang 2022 wieder im Einsatz“

Der weltgrößte A380-Betreiber, Emirates Airline, geht derzeit davon aus, dass im Jahr 2022 wieder alle 114 Superjumbos im kommerziellen Liniendienst stehen werden. Derzeit sind 102 Exemplare abgestellt. Firmenchef Tim Clark gibt sich optimistisch und erklärte gegenüber Bloomberg, dass er davon ausgeht, dass er davon ausgeht, dass Ende 2021, aber spätestens im ersten Quartal des Jahres 2022 wieder alle Maschinen des Typs Airbus A380 im kommerziellen Liniendienst stehen werden. Acht Exemplare stehen noch zur Auslieferung an den Golfcarrier an. Anschließend wird Airbus die Produktion einstellen. Die Einschätzung begründet Emirates-CEO Clark damit, dass er davon ausgeht, dass Sars-Cov-2-Impfstoffe rasch verfügbar sein werden und dann nach und nach die Reisebeschränkungen fallen werden. Auch prognostiziert der Manager, dass seiner Ansicht nach die Nachfrage rasch wieder anziehen wird.

weiterlesen »

Airbus rechnet mit rascher Erholung auf der Kurzstrecke

Tausende Menschen werden beim europäischen Flugzeugbauer Airbus ihre Jobs verlieren. Werden es aufgrund der neuerlich aufgrund der Lockdowns stark eingebrochenen Nachfrage womöglich noch mehr werden? „Nein“, sagt Konzernchef Guillaume Faury gegenüber der deutschen Bildzeitung. Der Manager erklärt weiters, dass er davon ausgeht, dass der bereits seit einigen Wochen öffentlich bekannte Stellenabbau von etwa 5.000 Vollzeitjobs ausreichend ist. Allerdings fügte Faury auch hinzu, dass es aus heutiger Sicht ausreichend ist. Einen positiven Beitrag zum Erhalt möglichst vieler Stellen würden die Kurzarbeitsprogramme der Regierungen sowie andere Förderungen leisten. Zwischenzeitlich war gar die Rede von der Streichung von 15.000 Vollzeitstellen, jedoch soll die Zahl vom Tisch sein. „Es werden deutlich weniger“, so die Erklärung des Guillaume Faury. Auf die Frage wann die Fluggesellschaften wieder die Beförderungsleistung des Jahres 2019 erreichen werden, sagte der Airbus-Chef gegenüber der Bildzeitung: „Zwischen 2023 und 2025“, wobei er der Ansicht ist, dass es auf der Kurz- und Mittelstrecke recht schnell gehen wird, jedoch die Langstrecke ein wenig länger unter den Folgen der Pandemie zu leiden haben wird.

weiterlesen »

Brasilien gibt Boeing 737-Max grünes Licht

Die Zivilluftfahrtbehörde Brasiliens, ANAC, erteilte dem Flugzeugtyp Boeing 737 Max am Mittwoch die Wiederzulassung. Man habe das Muster umfangreich geprüft und ist zum Schluss gekommen, dass der kommerzielle Wiedereinsatz erfolgen darf. Damit folgen die Brasilianer den Entscheidungen der U.S.-Amerikanischen FAA und der europäischen EASA. Bis zum tatsächlichen Wiedereinsatz werden noch einige Wochen vergehen, da sowohl die Betreiber als auch der Hersteller noch einige Auflagen umsetzen müssen. American Airlines will das Muster gegen Jahresende wieder in den kommerziellen Liniendienst stellen. Mitbewerber Southwest ist noch zurückhaltend und verweist darauf, dass allein die notwendigen Pilotentrainings noch Wochen und Monate in Anspruch nehmen werden. In Brasilien ist auch nicht damit zu rechnen, dass Boeings Krisenjet sofort wieder in der Luft sein wird, da auch hier Schulungen und Adaptionen durchgeführt werden müssen. In Europa können die Max-Maschinen frühestens ab Mitte Jänner 2021 eingesetzt werden. Derzeit läuft die vierwöchige Einspruchsfrist bezüglich der von der EASA herausgegebenen Lufttüchtigkeitsanweisung.

weiterlesen »

British Airways: 20 Maschinen in Palma de Mallorca zwischengelagert

British Airways braucht Platz. Denn wegen der anhaltenden Corona-Krise hebt kaum noch ein Flieger der Airline ab. Aus diesem Grund wurden rund 20 Maschinen am Flughafen von Palme de Mallorca zwischengeparkt, wie mallorcazeitung.es berichtet. Bereits im Lockdown im Frühjahr nutzten die Fluggesellschaften Ryanair und Eurowings den Airport als Parkplatz. Flüge gibt es von Palma aus schließlich kaum noch, Platz dafür umso mehr. Nach Angaben der Gewerkschaft der Lotsen (USCA) ist der Betrieb in Son Sant Joan in diesem Jahr um 85 bis 90 Prozent zurückgegangen.

weiterlesen »