November 27, 2020

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November 27, 2020

Geisteraktie von Air Berlin erlebt unheimlichen Höhenflug

Eine Fluggesellschaft, die nicht fliegt und noch dazu pleite ist, scheint derzeit bei Börsenspekulanten interessant zu sein. Die Rede ist von Air Berlin, denn das noch immer börsennotierte Papier legte in den letzten Tagen auffällig stark zu. Im August 2017 musste die damals zweitgrößte Fluggesellschaft Deutschlands Insolvenz anmelden und befindet sich seither in Abwicklung. Allerdings wird die Aktie noch immer an der Börse gehandelt und es gibt tatsächlich Spekulanten, die dieses Papier erwerben und das ungeachtet dessen, dass schon lange kein Geschäftsbericht mehr veröffentlicht wird und eigentlich jedem klar sein sollte, dass sich Air Berlin in Abwicklung befindet. Innerhalb eines Jahres konnte die Aktie an der Börse Stuttgart um stolze 198,1 Prozent zulegen. In den letzten vier Wochen war das Papier besonders stark gefragt und steigerte sich um 210 Prozent. Innerhalb der letzten sieben Tage lag der Wertzuwachs bei 63,2 Prozent. Selbstverständlich ist das Papier ein so genannter Penny-Stock und die Kursgewinne spielen sich im Cent-Bereich ab. Die Air-Berlin-Aktie hatte am 22. Jänner 2020 an der Börse Frankfurt mit 0,0026 ihr 52-Wochen-Tief. Am 16. November 2020 wurde das Papier mit 0,0260 Euro gehandelt. Ein beachtlicher Anstieg, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen pleite ist und sich in Abwicklung befindet. Am Donnerstag pendelte sich der Kurs bei etwa 21 Cent ein. Dass es Spekulanten gibt, die sich für insolvente Firmen interessieren, ist besonders in Deutschland kein Einzelfall. Die wohl berühmteste „Geisteraktie“ war jene der IG Farbenindustrie AG. Im Jahr 1952 wurde die Liquidation angeordnet und 1955 beschloss die Hauptversammlung die Abwicklung.

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Entscheidung liegt bei Trump: USA prüfen Aufhebung des Einreiseverbots

Die Vereinigten Staaten von Amerika prüfen derzeit die Aufhebung der Reiseverbote für Personen aus Brasilien, dem Vereinigten Königreich, Irland und insgesamt 26 europäischen Ländern. Eine finale Entscheidung hat Präsident Donald Trump allerdings nicht getroffen. Nichts ändern wird sich für Nicht-US-Bürger, die sich zuletzt in China oder im Iran aufgehalten haben, berichtet Reuters. Die USA verhängten zu Beginn der Corona-Pandemie ein striktes Einreiseverbot für viele europäische Staaten. Ausgenommen waren jedoch zu jedem Zeitpunkt die eigenen Staatsbürger. Zwar haben die Corona-Taskforce und einige Bundesbehörden ihre Empfehlung zur Umsetzung des Plans abgegeben, doch die endgültige Entscheidung liegt beim kürzlich abgewählten U.S.-Präsidenten Donald Trump. Ob und wann er den Empfehlungen folgen wird, ist völlig unklar und unberechenbar. Die Behörden argumentieren die Aufhebung für das Einreiseverbot für EU-Bürger, dass diese Beschränkungen überhaupt keinen Sinn mehr machen würden, denn weltweit gesehen würden für die überwiegende Mehrheit der Staaten gar keine Einschränkungen bestehen. Allerdings wird auch befürchtet, dass viele europäische Länder Reisen in die Vereinigten Staaten untersagen könnten oder aber bei Rückkunft eine Quarantäne verhängen könnten. Umgekehrt könnte Donald Trump die momentan in Europa hohen Infektionszahlen auch als Argument dafür, dass er das Einreiseverbot nicht aufhebt, heranziehen. Erwartet wird jedenfalls, dass bei Lockerung der Beschränkungen der transatlantische Flugverkehr wieder ein wenig Schub bekommt. Dies würde primär den U.S.-amerikanischen Carriern helfen. Derzeit bestehen für die 26 Schengen-Staaten nur wenige Ausnahmen, beispielsweise Geschäftsreisende, Investoren, Studenten, Journalisten und Diplomaten. Es ist jedoch eine Genehmigung vorab einzuholen. Die amerikanische Seuchenbehörde CDC gab zwischenzeitlich auch Empfehlungen für internationale Passagiere ab. Diese sollten

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Ryanair mit neuer 1+1-Gratis-Aktion

Der irische Billigflieger Ryanair bietet anlässlich des „Black Friday“ eine 1+1-Gratis-Aktion an. Diese ist für Reisen im Zeitraum von 1. Dezember 2020 bis 27. März 2021 buchbar. Bei der Buchung eines Tickets für zwei Reisende muss nur für eine Person bezahlt werden. Auch der Mitbewerber Wizzair bietet diese Woche verschiedene Aktionen, beispielsweise 30 Prozent Rabatt, an. Ryanair argumentiert, dass es mit dieser Promotion möglich ist, dass eine Begleitperson kostenfrei an Weihnachten nach Hause oder in den Urlaub fliegen kann. Die Aktion endet am Freitag um Mitternacht. Laut Medienmitteilung sind sämtliche Strecken von der Promotion erfasst. „Wir starten dieses ‘Buy One Get One Free’ Angebot mit einer Vielzahl verfügbarer Strecken und gerade rechtzeitig für die Reiseplanung zu Weihnachten. Buchen Sie Flüge für Reisen vom 1. Dezember 2020 bis zum 27. März 2021 auf 1.700 Strecken und erhalten Sie ein zweites Ticket für denselben Flug kostenlos. Kunden können dieses Top-Angebot zu den beliebtesten Urlaubs- und Städtereisezielen in ganz Europa buchen und ihre Familie oder enge Freunde in den wohlverdienten Herbst- oder Winterurlaub mitnehmen. Um dieses Angebot in Anspruch nehmen zu können, müssen Kunden schnell sein und ihre Flüge vor Mitternacht, morgen Abend, 27. November, über die Webseite Ryanair.com buchen“, so Dara Brady, Marketing-Direktor von Ryanair.

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Weder Lohnerhöhungen noch Prämien für ACG-Mitarbeiter

Die Bediensteten der Austro Control werden in den Jahren 2020 und 2021 keine Lohnerhöhungen erhalten. Für 2019 und 2020 werden alle Prämien gestrichen. Unter anderem darauf einigten sich die Gewerkschaft Vida und die ACG-Geschäftsleitung mit dem Abschluss des neuen Kollektivvertrags. Die Arbeitnehmervertreter teilten bereits vor einigen Tagen mit, dass der neue KV ein Kompromiss ist und übten insbesondere am staatlichen Eigentümer Kritik. Im Gegensatz zu den meisten österreichischen Unternehmen verfügt die Austro Control über das Privileg selbst Kollektivverträge verhandeln und abschließen zu dürfen. Die Geschäftsleitung bezeichnet den nach mehreren Verhandlungsrunden ausverhandelten KV als „tragfähigen Kompromiss“. Für den Aufsichtsrat und die Geschäftsführung soll die Stabilisierung des Unternehmens aus eigener Kraft oberste Priorität gehabt haben. Die ACG wurde von der Coronakrise hart getroffen. Durch die Einführung von Kurzarbeit über drei Monate hinweg zu Beginn der Krise konnte Austro Control in der schwierigsten Phase bereits, wie viele andere Unternehmen auch, staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen. „Der Abschluss der Kollektivvertragsverhandlungen war ein erster wichtiger Schritt, aber wir müssen den Weg konsequent fortsetzen. Jetzt geht es darum, das Unternehmen auf ein gesundes Fundament zu stellen und nachhaltig fit für die Zukunft zu machen. Mit den im KV-Abschluss verhandelten Punkten konnte erreicht werden, dass die notwendigen Reformschritte möglichst sozialverträglich und solidarisch gestaltet werden und alle Bereiche des Unternehmens entsprechende Beiträge zur Stabilisierung leisten“, sagt Austro Control-Geschäftsführer Axel Schwarz zum Verhandlungsergebnis. Insgesamt bringt das Verhandlungsergebnis Einsparungen in einer Größenordnung von rund € 50 Mio. Zusammen mit den bisher in diesem Jahr auf den Weg gebrachten Maßnahmen zur

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Ryanair-Chef O’Leary schraubt seinen Optimismus zurück

Der irische Lowcoster Ryanair geht davon aus, dass man bis Ende März 2021 – Ende des Geschäftsjahres – die angepeilte Marke von 38 Millionen Passagieren nicht mehr erreichen kann. Firmenchef Michael O’Leary ist nun auch nicht mehr so optimistisch und rechnet damit, dass das Niveau des Jahres 2019 „frühestens im Herbst 2021“ erreicht werden kann. Bislang gab sich der Manager äußerst zuversichtlich, dass über billige Preise ab dem Frühjahr 2021 der Rekordkurs fortgesetzt werden kann. Der jüngste Nachfrageeinbruch scheint nun auch beim Ryanair-Chef zu weniger Optimismus geführt zu haben. Gegenüber Reuters meinte O’Leary, dass er im kommenden Geschäftsjahr mit 80 bis 130 Millionen Fluggästen rechnet und fügte hinzu, dass dies stark von der Geschwindigkeit und Bereitschaft zur Durchimpfung der Bevölkerung abhängig ist. Ein weiterer Faktor, den der Ryanair-Chef erwähnt hat: Wenn bestehende Einreise- und Quarantänebeschränkungen langsam abgeschafft werden, würde sich das negativ auf die Nachfrage in der gesamten Branche auswirken. Je früher und schneller dies erfolgt, desto besser sind die Aussichten für Ryanair und alle anderen Airlines. Hinsichtlich der geplanten Kapazität sagte Michael O’Leary, dass er über das gesamte Jahr 2021 zusammengerechnet mit 60 bis 80 Prozent des Angebots von 2019 rechnet. Im Hochsommer vermutet er, dass die Ryanair Group etwa 60 bis 70 Prozent der Kapazität durchführen wird. Für den Winterflugplan 2021/2022 rechnet er der Manager damit, dass „fast der Flugplan von 2019 erreicht werden kann“.

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Austrian Airlines: „Derzeit keine Impfpflicht geplant“

Mit der Ankündigung, dass demnächst die ersten Corona-Impfstoffe zugelassen werden und viele Staaten bereits Pläne für Massenimpfungen schmieden, kommt immer wieder die Frage auf, ob man künftig die Impfkarte als „zweiten Reisepass“ benötigen wird. Verschärft wurde dies durch die Ankündigung von Qantas, dass künftig nur noch Passagiere mit Impfnachweis befördert werden. Austrian Airlines möchte sich diesem Vorstoß nicht anschließen. Bereits vor einigen Tagen erklärte Konzernmutter Lufthansa, dass momentan keine Pläne bestehen, dass nur Personen, die einen Impfpass oder einen sonstigen Nachweis über eine erfolgte Impfung gegen Cov-Sars-2 vorlegen können, mitfliegen dürfen. Ähnlich äußert sich auch die österreichische Tochtergesellschaft AUA: „Austrian Airlines plant zum jetzigen Zeitpunkt keine Einführung eines verbindlichen Impfnachweises für Fluggäste. Jedoch hoffen wir, wie auch Lufthansa, auf eine schnelle Zulassung und Verteilung von Impfstoffen und begrüßen es, wenn viele Menschen schnellstmöglich geimpft werden können.“

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Liebherr-Manager Schoenemann wird neuer DFS-Chef

Da Klaus-Dieter Scheurle, Geschäftsführer der Deutsche Flugsicherung GmbH, mit Jahresende in den Ruhestand treten wird, musste man sich nach einem Nachfolger umsehen. Bei Liebherr wurde die DFS fündig und bestellt Arndt Schoenemann zum neuen Geschäftsführer. Der Aufsichtsrat der DFS gab bekannt, dass der Manager ab 1. Jänner 2021 als Vorsitzender der Geschäftsführung fungieren wird. Ihm stehen drei weitere Geschäftsführer zur Seite. Scheurle stand acht Jahre lang an der Spitze der Deutschen Flugsicherung. Schoenemann ist nicht branchenfremd, sondern fungierte bei Liebherr als kaufmännischer Geschäftsführer der Konzernsparte Aerospace. Weiters ist der Manager im Vorstand des Bundesverbands der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie aktiv.

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Hahn legt im Frachtgeschäft stark zu

Der Flughafen Frankfurt-Hahn zählte im Oktober 2020 insgesamt 37.905 Passagiere. Damit liegt der Regio-Airport um 71,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Passagierverkehr wird dieser Airport überwiegend von Billigfluggesellschaft wie Ryanair und Wizzair genutzt. Die Ursache für den starken Rückgang ist das aufgrund der Corona-Pandemie seitens der Airlines stark reduzierte Angebot. Da die Nachfrage branchenweit sehr schwach ist, dürfte das Minus im laufenden November 2020 noch stärker ausfallen. Über das gesamte Jahr gesehen liegt der Hahn um 69,3 Prozent unter der Vorjahresleistung. Allerdings konnte der Regionalflughafen im Frachtbereich zulegen. Im Oktober 2020 wurden 23.106 Tonnen umgeschlagen – ein Plus von 43,4 Prozent. Auch über die ersten zehn Monate des laufenden Jahres ist dieses Segment mit 34,9 Prozent Zuwachs positiv. Bislang wurden 185.264 Tonnen Fracht in Frankfurt-Hahn umgeschlagen.

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Corsair wird verkauft und bekommt 297 Millionen Euro

Die französische Fluggesellschaft Corsair soll vom Staat und privaten Investoren mit insgesamt 297 Millionen Euro rekapitalisiert werden. Im Zusammenhang mit dieser Transaktion wird es zum Verkauf des Unternehmens an ein Konsortium um Eric Kourry and Patrick Vial-Collet kommen. Der momentane Mehrheitseigentümer Intro Aviation (53 Prozent) sowie Tui (27 Prozent) werden ihre Anteile verkaufen. Auch die Mitarbeiterstiftung wird ihre Minderheitsbeteiligung an das Konsortium abgeben. Dieses wird nach Abschluss der Transaktion alleiniger Eigentümer von Corsair International sein. Der genaue Plan soll laut der Tageszeitung La Tribune am 1. Dezember 2020 vorgestellt werden. Corsair erklärte, dass der nun abgeschlossene Vertrag den rund 1.200 Mitarbeitern eine Perspektive gibt und dem Unternehmen die Positionierung als wichtiger Player im Verkehr zwischen Frankreich und der Überseegebieten ermöglichen wird. Laut dem französischen Medienbericht soll der Staat 141 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Weitere 126 Millionen Euro soll die Tui Group einschießen. Die neuen Investoren bringen 30 Millionen Euro mit. Einzig von einer eventuellen Mitgift von Intro Aviation schreibt die Tageszeitung nichts. Auch will Corsair am Flottenerneuerungsplan festhalten. Im kommenden Jahr will man in folgenden Monaten fabrikneue Langstreckenjets des Typs Airbus A330-900 übernehmen: April, Mai, Juni und Dezember 2021. Eine fünfte Maschine soll im Juni 2022 folgen, so das Unternehmen. Gleichzeitig soll dann auch der letzte A330-200 ausgeflottet werden. „Neben der Stärkung der derzeitigen Verbindungen nach Martinique, Guadeloupe, Réunion, Mauritius, Abidjan und Montréal Trudeau ist eine Erweiterung des Netzwerks mit der Eröffnung neuer Ziele einschließlich Mayotte Dzaoudzi ab dem 11. Dezember 2020 geplant“, so Corsair in einem Statement.

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